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Internationale Presse

Schweiz: Fiktive Preise beeinflussen internationale Preisfestlegung bei Brustkrebsmedikament

Gesundheit ist Luxus. © Foto: Chris Beck / pixelio.de
Gesundheit ist Luxus. © Foto: Chris Beck / pixelio.de

Nach einem Bericht des Schweizer Tagesanzeigers beeinflussen hohe Listenpreise für eine Brustkrebsmedikament in der Schweiz die internationale Preisfestlegung für dieses Arzneimittel.

Konkret geht es um das neue Brustkrebsmittel Perjeta von Roche. Die Beeinflussung der internationalen Preisfestlegung funktioniere auch, wenn der Listenpreis in der Schweiz nur ein „Schaufensterpreis“ ist, da Schweizer Krankenkassen massive Rückvergütungen bei der Verschreibung des Mittels erhalten würden.

Auf die Frage, warum der Hersteller statt der Rückvergütung nicht einfach einen entsprechend tieferen Verkaufspreis ansetzt, äußerte sich eine Konzernsprecherin ausweichend.

Nach Meinung des Autors würden sich viele Gesundheitsbehörden im Ausland bei ihrer Preisfestsetzung unter anderem auf die Listenpreise in der Schweiz stützen, was das Interesse an einem hohen Listenpreis erklärt.

Der Artikel in der Online-Ausgabe des Tagesanzeigers stammt von Urs P. Gasche. Er ist Redaktor bei der unabhängigen Medienplattform Infosperber.ch und vertritt Patienten und Prämienzahlende in der Eidgenössischen Arzneimittelkommission.

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22.06.2017, 11:21 | tsc
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