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  • Thomas Schönemann

Kanton Bern

Ab Juli 2013 mit eigenem Krebsregister

Akten im Büro. © Foto: Pascal Tippelt / pixelio.de
Akten im Büro. © Foto: Pascal Tippelt / pixelio.de

Das kantonale Krebsregister im Institut für Pathologie der Universität Bern wird ab diesem Zeitpunkt bevölkerungsbezogene Daten über Tumorerkrankungen und tumorbedingte Todesfälle erfassen.

Die Gesundheits- und Fürsorgedirektion und die Universität Bern haben im November des letzten Jahres einen Leistungsvertrag für den Aufbau und den Betrieb dieses Registers bis 2018 abgeschlossen.

Ab nächstem Monat führt das Pathologische Institut der Universität Bern für den Kanton Bern ein Krebsregister. Damit Ärztinnen und Ärzte die Daten von Patientinnen und Patienten mit Tumorerkrankungen an das Krebsregister melden dürfen, müssen sie die Einwilligung der Betroffenen einholen. Ist dies nicht möglich oder unverhältnismässig, kann darauf verzichtet werden. Das Krebsregister Bern verfügt seit dem 20. Dezember 2012 über eine Registerbewilligung der eidgenössischen Expertenkommission für das Berufsgeheimnis in der medizinischen Forschung, welche in diesen Fällen den Ärztinnen und Ärzten eine Meldung dennoch erlaubt. Den Patientinnen und Patienten bleibt jedoch die Möglichkeit, die Weitergabe der Daten zu untersagen. Dieses Vetorecht sollen sie direkt bei ihrer behandelnden Ärztin oder ihrem behandelnden Arzt geltend machen, welcher alle mitbehandelnden Ärztinnen und Ärzte darüber informieren muss.

Datenschutzstelle gab grünes Licht für den Start
Das Krebsregister Bern untersteht den kantonalen Datenschutzbestimmungen und den Vorgaben des Bundes zur medizinischen Forschung. Die Prüfung der kantonalen Datenschutzaufsichtsstelle, ob der vorgesehene Umgang mit den Daten rechtskonform ist, läuft zurzeit. Nach einer ersten Prüfung hat die Datenschutzaufsichtsstelle grünes Licht zum Start gegeben.

Zurzeit bestehen 14 Krebsregister
Aktuell erfassen 14 kantonale und regionale Krebsregister Daten aus 22 Kantonen und Halbkantonen; dies entspricht einer Abdeckung von 81 Prozent der Schweizer Wohnbevölkerung. Mit der Datenerfassung am Krebsregister Bern wird ein bedeutender Schritt hin zur flächendeckenden Krebsregistrierung in der Schweiz unternommen.

Medienmitteilung; Gesundheits- und Fürsorgedirektion; Universität Bern
04.06.2013
22.06.2017, 11:21 | tsc
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