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  • Thomas Schönemann

Melanie Huml

Bayerns Gesundheitsministerin begleitet Pflegedienst-Mitarbeiterin in München

Staatsministerin Melanie Huml. © Foto: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Staatsministerin Melanie Huml. © Foto: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml hat am Mittwoch eine Pflegekraft in München begleitet. Bei den Hausbesuchen informierte sich die Ministerin über die ambulante Versorgung von Pflegebedürftigen. Anschließend betonte Huml: "Pflege ist ein Dienst von Menschen an Menschen. Unsere Pflegekräfte leisten tagtäglich Großartiges bei ihrem Einsatz. Für diese wichtige gesellschaftliche Leistung danke ich ganz herzlich!"

Die Ministerin fügte hinzu: "Mir ist es wichtig, dass wir den Menschen unterschiedliche Pflege- und Betreuungsformen anbieten können, die den Bedürfnissen des Einzelnen gerecht werden. Derzeit werden zwei Drittel der rund 330.000 Pflegebedürftigen in Bayern von ihren Angehörigen zu Hause versorgt. Es ist ein Wunsch vieler Menschen, auch bei Pflegebedürftigkeit in der vertrauten Umgebung bleiben zu können. Für die Pflege in den eigenen vier Wänden spielt die professionelle ambulante Pflege eine bedeutende Rolle."

Die Ministerin unterstrich, sie werde sich weiter intensiv für die Belange der pflegebedürftigen Menschen und der Pflegekräfte einsetzen. Ein Schwerpunkt ist dabei die Gewinnung von geeigneten Fachkräften. Dafür hat das Bayerische Gesundheitsministerium bereits im Oktober 2014 einen 5-Punkte-Plan für eine bessere Ausbildung in der Altenpflege vorgelegt.

Unter anderem soll die erfolgreiche HERZWERKER-Kampagne ausgebaut werden. Mit dieser Kampagne konnten bereits viele Menschen für den Pflegeberuf gewonnen werden. Seit 2009 sind die Ausbildungszahlen in Bayern um rund 28 Prozent gestiegen. Zum 5-Punkte-Plan gehört auch eine deutliche Entbürokratisierung der Pflege-Arbeit durch weniger Dokumentationsaufwand. Weitere Themen des Programms sind eine bessere Anleitung in der praktischen Ausbildung, ein Projekt zum Stopp von Ausbildungsabbrüchen sowie ein konkretes Konzept für eine Ausbildungsumlage.

Die Ministerin betonte: "Mein Ziel ist es, noch mehr motiviertes und qualifiziertes Pflegepersonal zu gewinnen. Wir müssen alles daran setzen, den Pflegeberuf attraktiver zu gestalten." Mit Blick auf die geplante gemeinsame Ausbildung von Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflegern sagte Huml: "Eine generalistische Pflegeausbildung kann die bislang drei eigenständigen Berufe Kranken-, Kinderkranken- und Altenpflege zusammenführen. Das macht das Berufsbild moderner und bietet den jungen Menschen mehr Entwicklungschancen."

Die Diakoniestation Nord des Evangelischen Pflegedienstes München e. V. betreut die Münchner Stadtteile Hasenbergl, Harthof, Freimann und Alte Heide. Neben der ambulanten Pflege bietet die Diakoniestation auch einen Seniorenservice (Betreuung und Hauswirtschaft) sowie Familienpflege an. Die Arbeit des Evangelischen Pflegedienstes orientiert sich am diakonischen Auftrag der Evangelisch-Lutherischen Kirche.

Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, Pressesprecher Jörg Säuberlich, Tel.: 089 / 9214 - 2499, Fax: 089 / 9214 - 2155, eMail: pressestelle@stmgp.bayern.de
28.01.2015
22.06.2017, 11:21 | tsc
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