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Bayern

Bayerns Gesundheitsministerin zum "Internationalen Tag des Hellen Hautkrebses"

Staatsministerin Melanie Huml. © Foto: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Staatsministerin Melanie Huml. © Foto: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml rät, bei schlecht heilenden Hautveränderungen frühzeitig einen Hautarzt aufzusuchen. Huml betonte am Sonntag anlässlich des "Internationalen Tags des Hellen Hautkrebses" am 13. September: "In der Bevölkerung ist meist wenig über den hellen Hautkrebs und seine unterschiedlichen Erscheinungsformen bekannt. Dabei ist er in Europa und den USA die häufigste Tumorerkrankung der Haut."

Der helle Hautkrebs (Basalzellkarzinom) ist ein sogenannter halbbösartiger Hauttumor, der zwar nur in seltenen Fällen Metastasen entwickelt, aber das umliegende Gewebe schädigen und sogar Knochen angreifen kann. Er wird durch wiederholte Sonnenbestrahlung ausgelöst. Basaliome entstehen zu 80 Prozent in der Kopf-Hals-Region. Je nach Intensität der Sonnenbestrahlung erkranken jährlich rund 100 Personen pro 100.000 Einwohner in Nord- und Mitteleuropa neu am Basalzellkrebs.

Huml erläuterte: "Der weiße Hautkrebs kann äußerlich die unterschiedlichsten Formen annehmen. Wer unsicher ist, sollte sich deshalb bei Hautveränderungen von einem Hautarzt untersuchen lassen. Denn: Je früher der weiße Hautkrebs erkannt wird, umso besser sind die Heilungschancen."

Die Ministerin fügte hinzu: "Das Durchschnittsalter einer Erkrankung mit dem Basalzellkarzinom liegt bei 60 Jahren. Jedoch ist in den vergangenen Jahren eine Häufung auch bei jüngeren Patienten zu beobachten. Diese Entwicklung ist besorgniserregend."

Die Möglichkeiten der Behandlung des Basalzellkarzinoms sind groß. Die operative Entfernung des Tumors gilt als die Therapie der ersten Wahl. Für oberflächliche oder beginnende Basaliome kommen jedoch auch äußerliche Verfahren wie die Ausschabung, die Kältetherapie, die Lasertherapie oder die photodynamische Therapie in Betracht.

Darüber hinaus gibt es auch medikamentöse Behandlungen. Da bei der Auswahl der besten Behandlungsmethode verschiedene Faktoren wie Wachstumsverhalten, Alter und Lokalisation zu berücksichtigen sind, kann dies nur der behandelnde Arzt vor Ort entscheiden.

Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, Pressesprecher Jörg Säuberlich, Tel.: 089 / 9214 - 2499, Fax: 089 / 9214 - 2155, eMail: pressestelle@stmgp.bayern.de
13.08.2015
22.06.2017, 11:21 | tsc
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