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Darmkrebs-Vorsorge

Darmkrebsmonat März: Heilung ist bei rechtzeitiger Entdeckung der Krankheit möglich

Staatsministerin Melanie Huml. © Foto: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Staatsministerin Melanie Huml. © Foto: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat anlässlich des "Darmkrebsmonats" März dazu aufgerufen, die Darmkrebs-Vorsorgeangebote der Krankenkassen zu nutzen. Huml betonte am Samstag: "Darmkrebs kann geheilt werden, wenn er rechtzeitig erkannt wird. Umso wichtiger ist es, die Früherkennungsuntersuchungen wahrzunehmen."

Darmkrebs ist bei Männern und Frauen die zweithäufigste Krebserkrankung und Krebstodesursache. In Bayern erkranken jährlich knapp 9.000 Menschen an Darmkrebs - und mehr als 3.000 sterben daran. So sind im Jahr 2014 in Bayern 1974 Männer und 1598 Frauen an Darmkrebs gestorben.

Huml unterstrich: "Darmkrebs-Früherkennungsuntersuchungen können Frauen und Männer ab dem 50. Lebensjahr kostenlos in Anspruch nehmen. Die Darmspiegelungen sind ab dem 55. Lebensjahr und zehn Jahre später ein zweites Mal im Leistungsumfang der gesetzlichen Kassen enthalten. Diese „Koloskopie“ gilt als derzeit zuverlässigste Methode, um Darmkrebs frühzeitig zu erkennen. Dabei können Krebsvorstufen, so genannte Polypen, entfernt werden. Derzeit nutzen jedoch nur rund 20 Prozent der Anspruchsberechtigten dieses Angebot."

Die Bayerische Staatsregierung unterstützt daher den Aufbau eines "Einladungswesens" für die Darmkrebs-Früherkennung. Huml erläuterte: "Wir fördern ein wegweisendes Modellprojekt zur Evaluation des Einladungs- und Informationsverfahrens zur Darmkrebs-Vorsorge. Gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns (KVB) und der Techniker Krankenkasse (TK) werden dabei bis zu 90.000 gesetzlich Versicherte im Alter von 50 und 55 Jahren auf verschiedene Weise über die Möglichkeiten der Darmkrebs-Früherkennung informiert."

Das Modellprojekt wird im Rahmen der Gesundheitsinitiative "Gesund.Leben.Bayern." des Bayerischen Gesundheitsministeriums in Höhe von 130.000 Euro gefördert und unterstützt damit den Bayerischen Präventionsplan.

Die Ministerin ergänzte: "Durch einen gesunden Lebensstil kann die Zahl der Krebserkrankungen um 30 bis 40 Prozent vermindert werden. Deswegen ist es wichtig, auf eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung zu achten. Das bedeutet auch, auf das Rauchen zu verzichten und möglichst wenig Alkohol zu trinken."

Weitere Informationen zu allen Fragen rund um Vorsorge und Früherkennung von Darmkrebs gibt es unter:
http://www.stmgp.bayern.de/aufklaerung_vorbeugung/krebsvorsorge/darmkrebs.htm

Broschüre: Bayern gegen Darmkrebs
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Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, Pressesprecher Jörg Säuberlich, Tel.: 089 / 9214 - 2499, Fax: 089 / 9214 - 2155, eMail: pressestelle@stmgp.bayern.de
12.03.2016
22.06.2017, 11:21 | tsc
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