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  • Thomas Schönemann

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Gesundheitsminister darf aktive Rolle der Apotheker erwarten

Gesundheitsminister darf aktive Rolle der Apotheker erwarten. © Foto: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände
Gesundheitsminister darf aktive Rolle der Apotheker erwarten. © Foto: ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Deutschlands Apothekerinnen und Apotheker gratulieren Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (CDU) zur Wiederwahl und dem neuen Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) zur Ernennung und Vereidigung - und wünschen beiden Politikern viel Glück und Erfolg bei der Bewältigung der kommenden Herausforderungen.

"Im Koalitionsvertrag sind ein breites Themenspektrum und wichtige Ziele definiert, die das Bundesgesundheitsministerium nun anpacken und umsetzen soll", sagt Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. "Die Apotheker werden sich aktiv in alle Diskussionen einbringen, die pharmazeutische Kompetenz erfordern und die Arzneimittelversorgung verbessern können. Das Wissen der Apothekerinnen und Apotheker und die Erfahrungen aus den Apotheken werden wertvolle Impulse für ein zukunftsfestes Gesundheitswesen zum Nutzen der Patienten liefern."

Schmidt zufolge bietet der Koalitionsvertrag wichtige Ansatzpunkte für die Arbeit des neuen Bundesgesundheitsministers. Dass eine hochwertige, sichere und wohnortnahe Arzneimittelversorgung auch künftig durch Freiberufler in inhabergeführten Apotheken gewährleistet werden soll, sei ein wichtiges Bekenntnis der Koalitionäre. Zu den Herausforderungen der Gesundheitspolitik, so der ABDA-Präsident, gehöre es unter anderem, die Zusammenarbeit zwischen den Heilberufen zu fördern und sektorale Grenzen zu überwinden. Dazu zähle auch die im Koalitionsvertrag angesprochene bessere Verzahnung der ärztlichen und apothekerlichen Nacht- und Notdienste. Chancen sieht Schmidt in den Plänen für die Prävention, für ein patientenfreundlicheres Entlassungsmanagement vom stationären in den ambulanten Bereich sowie bei der strukturierten Versorgung von chronisch kranken Patienten. "Diese Leistungen müssen dann aber auch angemessen honoriert werden", so Schmidt weiter.

Mit fast 60.000 Berufstätigen gehören die Apotheker zu den größten Gruppen von Frei- und Heilberuflern in Deutschland. In den 21.000 Apotheken sind 150.000 Menschen beschäftigt. Darunter sind knapp 50.000 Apotheker, fast 60.000 Pharmazeutisch-Technische Assistenten (PTA) und 30.000 Pharmazeutisch-Kaufmännische Angestellte (PKA). Für alle Apotheken, ihre Beschäftigten und deren Leistungen gibt die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) etwa 4,2 Mrd. Euro pro Jahr aus; das sind rund 2,3 Prozent der GKV-Gesamtausgaben. Deutschlands Apothekendichte liegt mit 3.900 Einwohnern pro Apotheke unter dem EU-Durchschnitt, wo jede Apotheke etwa 3.200 Menschen versorgt (Stand: Ende 2012). Weitere Informationen unter www.abda.de

Pressemeldung ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände
Christian Splett, Pressereferent, Tel.: 030 / 40004-137, eMail: c.splett@abda.aponet.de
17.12.2013
22.06.2017, 11:21 | tsc
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