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  • Thomas Schönemann

Bundesamt für Strahlenschutz

Hautkrebs-Vorsorge fängt im Kindesalter an

Dr. Barbara Hendricks. Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. © Foto: Bundesregierung / Sandra Steins
Dr. Barbara Hendricks. Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. © Foto: Bundesregierung / Sandra Steins

Sonnenbrände im Kindesalter gehören zu den Hauptursachen von Hautkrebs. Doch obwohl Sonnenbrände leicht vermeidbar sind, steigt die Zahl der Hautkrebsfälle seit Jahren an. Darauf weist das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in seinem neuen Jahresbericht hin. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks warnt deshalb davor, den Sonnenschutz von Kindern zu vernachlässigen.

„Hautkrebs-Vorsorge fängt im Kindesalter an“, sagte Hendricks anlässlich der Vorstellung des BfS-Berichts. „Eltern tragen dafür eine besondere Verantwortung. Gerade in der Urlaubszeit sollten sie penibel auf den Sonnenschutz ihrer Kinder achten. Dass die Haut am Ende eines Sonnentags am Meer oder am Badesee schmerzhaft rot ist, ist schnell passiert – und damit kann schon der erste Grundstein für späteren Hautkrebs gelegt sein.“

Schwerpunkt des BfS-Jahresberichts ist der Weg von der Wissenschaft zum vorbeugenden Gesundheits- und Verbraucherschutz. „Die Frage, wie sich die wissenschaftlich-technische Expertise des BfS in einen konkreten Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger umsetzen lässt, hat seit der Gründung des BfS immer stärkeres Gewicht bekommen“, sagte BfS-Präsident Wolfram König. „Der UV-Schutz ist hierfür ein gutes Beispiel. Das Wissen, dass die UV-Strahlung der Sonne Hautkrebs verursacht, ist mittlerweile Allgemeingut. Doch daraus folgt nicht automatisch auch das entsprechende Handeln. Dabei ist UV-Schutz für Kinder ein absolutes Muss: Sie brauchen Sonnenschutz lange, bevor sie selbst darüber entscheiden können. Das Bundesamt für Strahlenschutz weist deswegen bereits seit Jahren auf die Gesundheitsrisiken von UV-Strahlung hin und vermittelt praktische Möglichkeiten des Sonnenschutzes.“

Besondere Angebote macht das Amt denjenigen, die wesentlich zu einem verantwortungsvollen Umgang mit der Sonne beitragen können: Schulen und Kindergärten. Speziell für sie hat das BfS Unterrichtsmaterialen zu UV-Strahlung, -Wirkung und -Schutz entwickelt – die natürlich auch von Eltern und Großeltern kostenfrei genutzt werden können. In Fortbildungen des BfS können Lehrer/innen und Erzieher/innen weiteres Wissen erwerben. Auch mit ihrem Infomobil macht die Behörde auf Schulen und Kindergärten zugeschnittene Angebote. UV-Wissen für Kinder gibt es im Internetangebot des Amtes.

„Das Bundesumweltministerium unterstützt den Einsatz des BfS für mehr UV-Schutz. Das BfS stellt sich der Herausforderung, den wissenschaftlich-behördlichen Fachjargon hinter sich zu lassen und beim Sonnenschutz eine allgemein verständliche Sprache zu sprechen“, so Ministerin Hendricks. „Sonne – aber sicher!“ lautet entsprechend das Motto, unter dem alle Aktivitäten des BfS für den UV-Schutz gebündelt sind.

Der Jahresbericht des BfS

Neben ausgewählten Themen des vorsorgenden Gesundheits- und Verbraucherschutzes stellt der BfS-Jahresbericht weitere aktuelle Schwerpunkte und Herausforderungen des Strahlenschutzes vor. Dazu gehören:

• Konsequenzen aus dem Reaktorunfall in Fukushima,
• Standortauswahlverfahren für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle,
• Forschungskooperationen und -netzwerke mit internationalen Partnern,
• Zwischenlagerung und Transporte von radioaktiven Stoffen,
• Qualitätssicherung von Radioaktivitätsmessungen.

Der Jahresbericht des BfS ist im Internet unter http://www.bfs.de/de/bfs/publikationen/berichte/jb/jb_2013.html abrufbar.

Die sieben wichtigsten Sonnenregeln für Kinder

1. Zieh Dich an!

Am besten schützt Dich weite bequeme Kleidung: Ein T-Shirt, Hose oder Rock bis über die Knie, Schuhe und ein Hut mit Krempe oder ein Piratentuch, das auch den Nacken schützt, sind genau richtig.

2. Sonnenbrille ist cool!

Deine Augen schützt Du am besten mit einer coolen Sonnenbrille, die auch richtig gut seitlich am Kopf anliegt. Auf der Sonnenbrille soll „UV 400“ oder „100 % UV“ und Cat 2 oder Cat 3 stehen. Die Gläser sollten grau oder braun getönt sein.

3. Creme Dich ein!

Alle nackten Körperstellen cremst Du am besten eine halbe Stunde vor dem Rausgehen richtig dick ein. Vergiss nicht Stirn, Nase, Ohren, Lippen, Nacken, Schultern, Hände, Knie und den Fußrücken! Nimm eine Sonnencreme mit mindestens Lichtschutzfaktor (LSF) 30. Wenn Du besonders empfindliche Haut hast, dann muss der LSF noch höher sein. Die Sonnencreme soll gegen UV-A und UV-B-Strahlung schützen – das steht auf der Sonnencreme drauf.

4. Nachcremen nicht vergessen!

Vergiss das Nachcremen nicht! Schwitzen, Baden, Abtrocknen, im Sand spielen – und die Sonnencreme ist futsch!

5. Zwischen 11 und 3 ist sonnenfrei!

Mittags, wenn es so richtig heiß ist, ist auch die UV-Strahlung am höchsten. Bleibe mittags im Schatten oder besser noch – geh ins Haus. Da ist es kühl und der Sonnenbrand kann Dich nicht erwischen.

6. Schatten suchen!

Sonne ist super – aber zu viel davon mag Deine Haut nicht! Such Dir zwischendurch mal einen schattigen Platz!

7. Vergiss nicht zu trinken!

Dein Körper verliert durchs Schwitzen viel Flüssigkeit. Das muss ausgeglichen werden – also trink viel, am besten Wasser, dann geht’s Dir gut.

Weitere Informationen
http://Sonne – aber sicher!: www.bfs.de/sonne-aber-sicher
http://UV-Animation des BfS: www.bfs.de/uv-film
http://UV-Wissen für Kinder: www.bfs.de/de/uv/sonne_aber_sicher/kinder
http://Angebote für Schulen und Kindergärten: www.bfs.de/de/uv/sonne_aber_sicher/paedagogen
http://Jahresbericht 2013: www.bfs.de/de/bfs/publikationen/berichte/jb/jb_2013.html

Anja Lutz, PB2/ Pressearbeit, Bundesamt für Strahlenschutz
Vanessa Demuth, Tel.: 030 / 183331130, eMail: vdemuth@bfs.de
08.08.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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