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Bayern

Huml kritisiert Forderungen nach Cannabis-Freigabe

Staatsministerin Melanie Huml. © Foto: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Staatsministerin Melanie Huml. © Foto: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat anlässlich des Weltdrogentages am 26. Juni die Befürworter einer Cannabis-Freigabe zum Umdenken aufgefordert. Huml betonte am Freitag in Bamberg: "Es ist verantwortungslos, die Gefahren durch Rauschgift-Konsum zu verharmlosen. Auch Cannabis ist eine gefährliche Droge, die erhebliche gesundheitliche Konsequenzen haben kann."

Die Ministerin fügte hinzu: "Zu den möglichen Folgeschäden gehören unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Außerdem kann sich eine schizophrene Psychose entwickeln. Ferner wird durch das Rauchen von Joints das Lungenkrebsrisiko deutlich erhöht."

Huml bekräftigte: "Bayern bleibt deshalb bei seiner klaren Linie gegen die Legalisierung von Cannabis zu Genusszwecken. Unsere bisherige Kombination aus Prävention und repressiven Mitteln ist unverzichtbar."

Allerdings sollten nach Ansicht der Ministerin Schwerstkranke die Kosten für die Cannabis-Einnahme als Medizin von den Krankenkassen erstattet bekommen. Huml verwies darauf, dass sie bereits im Februar einen entsprechenden Vorschlag der Bundes-Drogenbeauftragten Marlene Mortler unterstützt hat. Cannabis-Präparate werden zum Beispiel im Rahmen palliativmedizinischer Behandlungen oder zur Linderung von neuropathischen Schmerzen eingesetzt.

 

Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, Pressesprecher Jörg Säuberlich, Tel.: 089 / 9214 - 2499, Fax: 089 / 9214 - 2155, eMail: pressestelle@stmgp.bayern.de
26.06.2015
22.06.2017, 11:21 | tsc
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