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Bayern

Huml warnt vor gesundheitlichen Gefahren durch Wasserpfeifen

Wasserpfeife rauchen. © JaQue BuBu´'`Daniel Knußmann / pixelio.de
Wasserpfeife rauchen. © JaQue BuBu´'`Daniel Knußmann / pixelio.de

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml warnt vor gesundheitlichen Risiken durch Wasserpfeifen. Huml verwies am Freitag auf entsprechende Erkenntnisse des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Demzufolge entstehen durch das Rauchen von mit Kohle betriebenen Wasserpfeifen gefährliche Schadstoffe – und zwar auch dann, wenn tabakfreie Rauchprodukte verwendet werden.

Huml betonte: "Insbesondere Jugendliche sollten die Risiken durch Wasserpfeifen nicht unterschätzen. Hierbei handelt es sich nicht um einen harmlosen Genuss. Denn die hohe Schadstoffbelastung der Raumluft durch das Wasserpfeifen-Rauchen bringt große Belastungen für Herz und Lunge mit sich."

Den LGL-Erkenntnissen zufolge entstehen durch das Rauchen von Wasserpfeifen in Innenräumen unter anderem hohe Gehalte von Kohlenmonoxid beim Verbrennen der Kohle. Dabei übersteigen die in der Raumluft gemessenen Kohlenmonoxid-Werte regelmäßig die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vorgegebenen Leitwerte. Darüber hinaus treten ultrafeine Partikel und krebserregende Substanzen in der Raumluft auf.

Die Ministerin erläuterte: "Insbesondere Personen mit Lungen- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Schwangere sollten unbedingt Wasserpfeifen-Rauch meiden." Huml warnte zugleich erneut vor dem Konsum von E-Shishas und E-Zigaretten. Sie betonte: "E-Shishas und E-Zigaretten können der erste Schritt in Richtung Nikotinsucht sein. Außerdem können diese harmlos wirkenden Produkte gesundheitsschädigende Stoffe enthalten."

Seit dem 1. April 2016 dürfen Elektronische Zigaretten und sogenannte E-Shishas in Deutschland nur noch an Erwachsene verkauft werden. Das gilt auch für den Versandhandel.

Huml unterstrich: "E-Shishas und E-Zigaretten gehören nicht in die Hände von Kindern und Jugendlichen! Deshalb begrüße ich es, dass nun endlich Gesetz ist, wofür sich Bayern mit Nachdruck und Erfolg eingesetzt hat. Die Sorgen vieler Eltern und Lehrer werden damit ernst genommen."

Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, Pressesprecher Jörg Säuberlich, Tel.: 089 / 9214 - 2499, Fax: 089 / 9214 - 2155, eMail: pressestelle@stmgp.bayern.de
13.01.2017
22.06.2017, 11:21 | tsc
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