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  • Thomas Schönemann

Bayern

Huml wirbt für Hospiz-Idee

Staatsministerin Melanie Huml. © Foto: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Staatsministerin Melanie Huml. © Foto: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml wirbt für eine klare Absage an aktive Sterbehilfe. Huml betonte anlässlich der Eröffnung der Wanderausstellung "Gemeinsam Gehen" in Bamberg: "Sterben ist ein Teil des Lebens! Man darf diesen Vorgang weder verkürzen noch künstlich verlängern."

Die Ministerin fügte hinzu: "Zu einer humanen Gesellschaft muss es gehören, schwerstkranken und sterbenden Menschen beizustehen. Das bedeutet, ihnen ein selbstbestimmtes und möglichst schmerzfreies Leben bis zuletzt zu ermöglichen. Es ist eine Mammutaufgabe, schwerstkranke und sterbende Menschen zu betreuen. Aber nur mit einer leistungsfähigen Hospiz- und Palliativversorgung können wir dem Wunsch mancher Menschen nach aktiver Sterbehilfe oder nach Beihilfe zur Selbsttötung überzeugend begegnen."

In der Ausstellung werden auch persönliche Eindrücke aus der Hospizarbeit geschildert. Huml unterstrich: "Die Auseinandersetzung mit dem Sterben und dem Tod gehört zum Leben. Deshalb ist es mir so wichtig, Aufmerksamkeit auf dieses sensible Thema zu lenken und die Menschen über die Möglichkeiten der Hospiz- und Palliativversorgung zu informieren. Zu wissen, dass wir im Ernstfall nicht allein sind, macht es uns leichter, uns mit dem eigenen Sterben auseinanderzusetzen."

Die Ministerin würdigte zugleich das Engagement der Menschen in der Hospizarbeit und Palliativmedizin. Sie betonte: "Ich danke ganz herzlich den vielen Menschen, die ehren- und hauptamtlich in der Hospiz- und Palliativversorgung tätig sind. Sie bereichern das Leben unserer schwerstkranken und sterbenden Mitmenschen täglich, indem sie ihnen in ihrer letzten Lebensphase die Hand reichen und gemeinsam mit ihnen gehen. Das ist ein unschätzbar wertvoller Beitrag für unsere Gesellschaft."

Die Wanderausstellung "Gemeinsam Gehen" ist bereits seit 2009 in Bayern unterwegs. Sie informiert über die Hospizbewegung in Bayern sowie über die Arbeit der Bayerischen Stiftung Hospiz. Die Ausstellung wurde jetzt neu aufgelegt und um drei weitere Themenfelder ergänzt: Die neuen Tafeln widmen sich den Themen Begleitung in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, Hospiz- und Palliativversorgung im Krankenhaus sowie Ethik und Spiritualität in der Hospizarbeit.

Die Wanderausstellung wird in den kommenden Jahren durch ganz Bayern reisen. Öffentliche Stellen, Hospizvereine und interessierte Einrichtungen können sie kostenlos über das Bayerische Gesundheitsministerium für einen bestimmten Zeitraum ausleihen.

Mehr Informationen gibt es im Internet unter http://www.gemeinsam-gehen.de/

Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, Pressesprecher Jörg Säuberlich, Tel.: 089 / 9214 - 2499, Fax: 089 / 9214 - 2155, eMail: pressestelle@stmgp.bayern.de
02.03.2015
22.06.2017, 11:21 | tsc
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