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  • Thomas Schönemann

Internationaler Tag des Ehrenamtes

Huml würdigt Engagement von Ehrenamtlichen in Hospiz- und Palliativversorgung

Staatsministerin Melanie Huml. © Foto: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Staatsministerin Melanie Huml. © Foto: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin Melanie Huml hat das Engagement von ehrenamtlichen Helfern in der Hospiz- und Palliativversorgung gewürdigt. Huml betonte am Freitag anlässlich des Internationalen Tages des Ehrenamtes: "Wer schwerstkranken und sterbenden Menschen Beistand leistet, braucht ein ganz besonderes Einfühlungsvermögen. Es handelt sich um eine der sensibelsten Aufgaben überhaupt. Für diesen Einsatz danke ich heute ganz herzlich."

In Bayern begleiten rund 6.500 ehrenamtliche Hospizhelfer schwerstkranke und sterbende Menschen. Sie unterstützen den Sterbenden zu Hause, sind tragende Säule stationärer Hospize und helfen auf Palliativstationen oder in stationären Pflegeeinrichtungen.

Das Bayerische Gesundheitsministerium investiert in diesem Jahr 350.000 Euro in die Hospizarbeit. Davon fließen 100.000 Euro über die Bayerische Stiftung Hospiz an die ehrenamtlich Tätigen in der ambulanten Hospizarbeit. Mit dem Geld wird unter anderem die Aus- und Weiterbildung von Hospizhelfern finanziert.

Die Ministerin unterstrich mit Blick auf die aktuelle Sterbehilfe-Debatte: "Schwerstkranke Menschen sollten wissen, dass sie nicht allein gelassen werden. Vielen Betroffenen wird auch durch die Arbeit von Ehrenamtlichen ein Leben in Würde bis zuletzt ermöglicht. In der schweren Zeit des Sterbens stehen die geschulten ehrenamtlichen Hospizhelfer den Kranken und ihren Familien zur Seite. Sie arbeiten dabei eng mit Ärzten, Pflegekräften und anderen Fachkräften zusammen."

Huml bekräftigte zugleich ihr Nein zu einer organisierten Beihilfe zur Selbsttötung. Sie fügte hinzu: "Ich halte es für nicht richtig, Möglichkeiten zur organisierten oder zur ärztlich assistierten Selbsttötung und zur Tötung auf Verlangen zu eröffnen. Alten und schwerstkranken Menschen darf nicht das Gefühl vermittelt werden, dass sie der Gesellschaft zur Last fallen. Eine organisierte Suizidbeihilfe lehne ich deshalb ebenso strikt ab wie die aktive Sterbehilfe. Vielmehr setze ich auf eine umfassende Sterbebegleitung und damit auf den weiteren Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung."

Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, Pressesprecher Jörg Säuberlich, Tel.: 089 / 9214 - 2499, Fax: 089 / 9214 - 2155, eMail: pressestelle@stmgp.bayern.de
05.12.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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