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  • Thomas Schönemann

Gemeinsamer Bundesausschuss

"Stimme der Wissenschaft für Patienten" in den G-BA

Besuch beim Arzt. © Foto: Takeda Pharma / vfa.de
Besuch beim Arzt. © Foto: Takeda Pharma / vfa.de

Nach dreijähriger Nutzenbewertung ziehen Experten im G-BA eine kritische Bilanz. Dazu sagt Birgit Fischer, vfa-Hauptgeschäftsführerin, für die forschenden Pharmaunternehmen: "Die Absicht der Politik, mit dem Arzneimittelmarkt-Neuordnungsgesetz - dem AMNOG - Innovationen für Patienten durch eine Nutzenbewertung und effiziente Finanzierung zu stärken, braucht für den Erfolg andere Mitwirkungs- und Entscheidungsstrukturen.

Bisher nutzt der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen seine dominante Machtstellung in allen Verfahrensschritten, um die Erstattungsbeträge innovativer Arzneimittel weit unter den europäischen Durchschnitt zu ziehen. Gute Preise für hohen Nutzen und die Unterstützung von Innovationen in der Patientenversorgung, wie von der Politik angestrebt, bleiben dabei auf der Strecke."

Eine starke "Stimme der Wissenschaft" im G-BA könnte Erfahrungen aus Praxis für Innovationen und eine gute Patientenversorgung nutzen. So könnte der Unterausschuss Arzneimittel des G-BA um Vertreter der Wissenschaft erweitert werden, um deren Kompetenz neben Kassen, Leistungserbringern und Patienten einzubeziehen. Dieser "Stimme der Wissenschaft" müssten Vertreter der Zulassungsbehörden (BfArM, PEI) und der medizinischen Fachkreise (AWMF, betroffene Fachgesellschaften) angehören, die sich unmittelbar mit der Studienkonzeption und der Versorgung auskennen. So können die Interessenkonflikte des Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV-SV), der niedrige Preise erzielen will und vorher auch über den Nutzen entscheidet, vermieden werden. Nutzen-Entscheidungen können mit Unterstützung der Wissenschaft sachgerecht im Interesse der Patienten getroffen werden.

Der vfa ist der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen in Deutschland. Er vertritt die Interessen von 45 weltweit führenden Herstellern und ihren über 100 Tochter- und Schwesterfirmen in der Gesundheits-, Forschungs- und Wirtschaftspolitik. Die Mitglieder des vfa repräsentieren rund zwei Drittel des gesamten deutschen Arzneimittelmarktes und beschäftigen in Deutschland rund 80.000 Mitarbeiter. Mehr als 18.000 davon arbeiten in Forschung und Entwicklung. Folgen Sie uns auf Twitter: www.twitter.com/vfapharma

Pressemittelung vfa
Dr. Jochen Stemmler, vfa, Tel.: 030 / 20604-203, Fax: 030 / 20604-209
30.04.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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