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  • Thomas Schönemann

Bayreuth

Übergabe des Bayerischen Hospizpreises

Staatsministerin Melanie Huml. © Foto: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Staatsministerin Melanie Huml. © Foto: Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml hat das große Engagement der ehrenamtlichen Hospizbegleiter im Freistaat gewürdigt. Huml betonte am Montag anlässlich der feierlichen Übergabe des Bayerischen Hospizpreises der Bayerischen Stiftung Hospiz in Bayreuth: "Die vielen ehrenamtlichen Helfer im Hospiz- und Palliativbereich leisten einen wichtigen Beitrag zu einer menschlichen Gesellschaft."

"Sie tragen maßgeblich dazu bei, dass Sterbende nicht nur in Frieden aus dem Leben scheiden, sondern auch bis zuletzt selbstbestimmt und in Würde leben können", so Huml weiter.

Der Bayerische Hospizpreis war 2014 zum ersten Mal verliehen worden. Er geht zum einen als "Stiftungspreis Ehrenamt" an eine Einzelperson für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement in der Hospizbewegung. In diesem Jahr wurde damit Herr Heribert Stock aus Weiden ausgezeichnet - insbesondere für seinen Einsatz beim Aufbau der Hospizarbeit in Weiden und dem Landkreis Neustadt an der Waldnaab.

Außerdem wird mit dem "Stiftungspreis Projekt" ein beispielhaftes und innovatives Projekt im Hospizbereich geehrt. Dieser Preis ging an den Hospizverein Würzburg für dessen Idee und Umsetzung von Regionalgruppen in Volkach/Gerolzhofen, Kitzingen, Löhr/Gemünden und Wertheim. Durch diese Struktur steht auch im ländlichen Raum eine hochwertige Hospizbegleitung zur Verfügung.

Huml, die Schirmherrin der Stiftung ist, unterstrich: "Die Hospizbewegung in Bayern ist eine kraftvolle Bürgerbewegung. Auch für mich persönlich gehört es ganz wesentlich zu einer humanen Gesellschaft, für schwerstkranke und sterbende Menschen die Bedingungen für ein möglichst schmerzfreies Leben bis zuletzt zu schaffen. Wir brauchen eine leistungsfähige Hospiz- und Palliativversorgung, die Lebensqualität auch am Ende des Lebens ermöglicht!"

Huml bekräftigte ihr striktes Nein zu einer aktiven Sterbehilfe und zu einer organisierten Beihilfe zur Selbsttötung. Die Ministerin betonte: "Im Hospiz- und Palliativbereich werden Menschen beim Sterben begleitet und ihre Schmerzen behandelt - aber ihr Leben wird nicht um jeden Preis verlängert. Wenn ein schwerstkranker Mensch gehen möchte, wird sein Wunsch respektiert. Aber das Sterben wird nicht aktiv unterstützt. Das ist der entscheidende Unterschied."

Huml fügte hinzu: "Wer schwerstkranken und sterbenden Menschen Beistand leistet, braucht ein ganz besonderes Einfühlungsvermögen. Es handelt sich um eine der sensibelsten Aufgaben überhaupt. Für ihr Engagement möchte ich allen ehrenamtlichen Hospizbegleitern ganz herzlich danken."

Im Freistaat gibt es derzeit über 130 Hospizvereine mit rund 25.000 Vereinsmitgliedern. Jährlich werden in Bayern rund 12.000 Sterbebegleitungen abgeschlossen. Rund 6.500 aktive ehrenamtliche Hospizhelfer begleiten rund um die Uhr schwerstkranke und sterbende Menschen. Das Bayerische Gesundheitsministerium investiert in diesem Jahr 350.000 Euro in die Hospizarbeit. Davon fließen 100.000 Euro über die Bayerische Stiftung Hospiz an die ehrenamtlich Tätigen in der ambulanten Hospizarbeit. Mit dem Geld wird unter anderem die Aus- und Weiterbildung von Hospizhelfern finanziert.

Die Laudationes sind im Internet abrufbar unter http://www.stmgp.bayern.de/hospiz/stiftungspreis_ehrenamt.htm

Pressemitteilung Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege
Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, Pressesprecher Jörg Säuberlich, Tel.: 089 / 9214 - 2499, Fax: 089 / 9214 - 2155, eMail: pressestelle@stmgp.bayern.de
30.11.2015
22.06.2017, 11:21 | tsc
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