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  • Thomas Schönemann

Süddeutschen Krankenversicherung a.G.

Umfrage: Nicht einmal jeder zweite Deutsche kennt den Pflege-Bahr

SDK-Hauptverwaltung in Fellbach. © Foto: Süddeutsche Krankenversicherung a.G.
SDK-Hauptverwaltung in Fellbach. © Foto: Süddeutsche Krankenversicherung a.G.

Nur 47 Prozent der Bundesbürger ist bekannt, dass der Gesetzgeber zum 1. Januar 2013 eine staatlich geförderte, private Pflegezusatzversicherung eingeführt hat.

Doch auch unabhängig vom so genannten Pflege-Bahr ist die Verunsicherung in der Bevölkerung groß: 70 Prozent der Deutschen räumen ein, nicht zu wissen, ob sie für den Fall der Pflegebedürftigkeit ausreichend abgesichert sind. Das sind Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter 1.000 Bundesbürgern im Auftrag der Süddeutschen Krankenversicherung.

Grundsätzlich ist der großen Mehrheit der Deutschen bewusst, dass sie für den Pflegefall auch privat vorsorgen sollten: Nur jeder Fünfte vertraut heute noch allein auf die Leistungen des Staates. Die große Mehrheit von 78 Prozent ist dagegen der Ansicht, die gesetzliche Pflegeversicherung decke die Kosten der Pflege nicht ab. Besonders wenn sich die Pflegesituation über einen langen Zeitraum hinzieht, können die Kosten zu einer großen Belastung werden. Entsprechend haben drei Viertel der Deutschen Angst, dass eine dauerhafte Pflege im Heim sie finanziell überfordern könnte.

Während die Notwendigkeit, eigenverantwortlich private Vorsorge zu treffen, inzwischen allgemein anerkannt ist, sind viele Bundesbürger beim Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung noch zurückhaltend. So hält trotz der großen Ängste jeder Dritte eine solche Zusatzabsicherung für nicht wichtig. Ein möglicher Grund: Viele Menschen wissen nicht genug über die bestehenden Möglichkeiten, sich für den Pflegefall abzusichern. 60 Prozent der von der SDK Befragten gaben an, sie fühlten sich darüber schlecht informiert.

Versorgungslücken schließen

„Wir sehen uns als Krankenversicherung aufgerufen, die Menschen noch stärker als bisher über die Absicherung im Pflegefall aufzuklären“ sagt Dr. Ralf Kantak, Vorstandsvorsitzender der Süddeutschen Krankenversicherung. „Der Pflege-Bahr ist für uns ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Denn der Gesetzgeber hat einen günstigen Einstieg in die private Pflegeversicherung geschaffen. Es bleiben aber Versorgungslücken – daher können unsere Versicherten zum Schutz vor zu hohen Pflegekosten einen individuell angepassten Ergänzungstarif wählen.“

Noch immer vertraut eine große Mehrheit der Deutschen darauf, dass sich im Pflegefall die eigene Familie um sie kümmern wird. Auffallend ist auch der Wunsch der meisten Menschen in Deutschland, zuhause gepflegt zu werden: 80 Prozent würden am liebsten die eigene Wohnung nicht verlassen. Dennoch ist vielen Menschen klar, dass die Belastungen pflegende Angehörige überfordern können: Mehr als zwei Drittel der Bundesbürger wollen es ihnen daher nicht zumuten, sie über eine längeren Zeitraum zu Hause zu pflegen.

Grafik 1 zur SDK-Umfrage "Pflege und Absicherung für den Pflegefall".© Foto: SDK-Unternehmensgruppe
Grafik 1 zur SDK-Umfrage "Pflege und Absicherung für den Pflegefall".© Foto: SDK-Unternehmensgruppe

70 Prozent der Deutschen räumen ein, nicht zu wissen, ob sie für den Fall der Pflegebedürftigkeit ausreichend abgesichert sind.

Grafik 4 zur SDK-Umfrage "Pflege und Absicherung für den Pflegefall". © Foto: SDK-Unternehmensgruppe
Grafik 4 zur SDK-Umfrage "Pflege und Absicherung für den Pflegefall". © Foto: SDK-Unternehmensgruppe

Grundsätzlich ist der großen Mehrheit der Deutschen bewusst, dass sie für den Pflegefall auch privat vorsorgen sollten: Nur jeder Fünfte vertraut heute noch allein auf die Leistungen des Staates. Die große Mehrheit von 78 Prozent ist dagegen der Ansicht, die gesetzliche Pflegeversicherung decke die Kosten der Pflege nicht ab.

Pressemitteilung der SDK
Monika Krimmer, Abteilung PR, Raiffeisenplatz 5, 70736 Fellbach, Tel.: 0711 / 5778-647, Fax: 0711 / 5778-667, eMail: monika.krimmer@sdk.de
12.09.2013
22.06.2017, 11:21 | tsc
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