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  • Thomas Schönemann

Österreich

Wir brauchen bessere Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen für unsere Ärzte

Fahne Österreich. © Foto: Baumeister Ing. Engelbert Hosner, EUR ING. ... www.bauwissen.at / pixelio.de
Fahne Österreich. © Foto: Baumeister Ing. Engelbert Hosner, EUR ING. ... www.bauwissen.at / pixelio.de

Gesundheitspolitik entwickelt sich in kleinen Schritten, das fällt nicht vom Himmel. Und heute machen wir mit dem Ärztegesetz einen weiteren guten Schritt", so ÖVP-Gesundheitssprecher Abg. Dr. Erwin Rasinger heute, Mittwoch, bei der Debatte über das Ärztegesetz im Nationalrat.

Wesentlicher Inhalt des neuen Gesetzes ist eine Basisausbildung von neun Monaten nach dem Medizinstudium zum Erwerb klinischer Basiskompetenz, neue Inhalte wie z.B. die 15 häufigsten Erkrankungen und eine verpflichtende Lehrpraxis. Es sei keinesfalls der Versuch, ein potemkinsches Dorf aufzubauen, so Rasinger zur Kritik der Opposition, "aber das Ergebnis kann nicht in einem Tag geliefert werden. Die Finanzierung muss sichergestellt werden. Gesundheitsreform ist ein permanenter Prozess".

Österreich habe die weltweit beste Notfall- und Hubschrauberversorgung und die beste Behandlungskette bei Brustkrebs. Als er, Rasinger, mit seinem Medizinstudium begann, sei jede dritte Frau, die Brustkrebs hatte, verstorben. "Heute überleben 80 Prozent. Und 20.000 Menschen erhalten jährlich eine neue Hüfte - unabhängig von ihrem Einkommen. Das ist ein Wert, den es so weltweit nicht gibt. Wir sollten daher stolz auf unser Gesundheitssystem sein und auf die Leistungen unserer Ärzte."

Sorge bereitet Rasinger aber die Abwanderung von Ärzten in das Ausland, die dort mehr verdienen und oftmals bessere Arbeitsbedingungen vorfinden. "Wir müssen vor allem unseren Hausärzten bessere Arbeitsbedingungen bieten. Das reicht von besserer Honorierung, Teilzeitmodellen, Hausapotheken in entlegenen Gebieten bis zu weniger Bürokratie z.B. bei der Chefarztbewilligungspflicht. Wir müssen den derzeit enormen Zug unserer Jungärzte ins Ausland wie nach Deutschland oder in die Schweiz stoppen", schloss der ÖVP-Gesundheitssprecher.

Pressemitteilung ÖVP Parlamentsklub
Pressestelle des ÖVP-Parlamentsklubs, Tel.: 01 / 40110 / 4436
23.10.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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