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Mehr Patientenbeschwerden durch Social Web

Beschwerden über Ärzte häufen sich in UK. © Foto: Halina Zaremba / pixelio.de
Beschwerden über Ärzte häufen sich in UK. © Foto: Halina Zaremba / pixelio.de

Die verstärkte Nutzung sozialer Medien hat dazu beigetragen, dass sich die Beschwerden gegenüber Ärzten in den vergangenen fünf Jahren verdoppelt haben. Negative Presseberichte sowie ein Rückgang der Ehrerbietung gegenüber Medizinern - auch aufgrund von Facebook oder Twitter - führten allein in Großbritannien zu einer Zunahme an Patientenbeschwerden von 5.168 im Jahr 2007 auf 10.347 im Jahr 2012.

Keine sinkende Qualität

Nach Bekanntwerden der Zahlen hat der verantwortliche britische General Medical Council (GMC) http://www.gmc-uk.org eine wissenschaftliche Untersuchung in Auftrag gegeben, um die Gründe der steigenden Beschwerdezahlen zu ermitteln. Dabei wurden keinerlei Anzeichen für eine sinkende Qualität in der Gesundheitsversorgung festgestellt.

Die Experten fanden hingegen, dass Facebook, Twitter und Co dazu führen, dass die Patienten mehr über ihre Erfahrungen mit Ärzten diskutieren und Infos teilen. Patienten von heute sind also besser informiert über ihre Gesundheit, haben höhere Erwartungen an die Ärzteschaft und stehen ihnen inzwischen auch weniger ehrerbietig gegenüber. Sie sind somit auch geneigter dazu, sich zu beschweren.

Medienbereichte mit Folgen

Auch die negative Presse der vergangenen Jahre über die medizinischen Professionisten wurde in der Untersuchung als ein zweiter wichtiger Grund für den signifikanten Anstieg der Beschwerden identifiziert. Menschen sind nach Medienberichten ermutigt worden, den GMC zu kontaktieren, nachdem man erfahren hatte, dass sich auch andere Patienten in dieser misslichen Lage befinden.

pressetext.redaktion / pte20140724002
Christian Sec, Tel.: +43-1-81140-300, eMail: sec@pressetext.com
24.07.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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