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  • Thomas Schönemann

Uniklinikum Leipzig

Beste Arbeitsbedingungen für Operateure der HNO

Oberarzt Dr. Andreas Boehm, HNO-Klinikdirektor Prof. Dr. Andreas Dietz und die leitende OP-Schwester Cornelia Scheppukat (vlnr.) im neuen Operationsbereich der HNO am Uniklinikum Leipzig. © Foto: Stefan Straube/UKL
Oberarzt Dr. Andreas Boehm, HNO-Klinikdirektor Prof. Dr. Andreas Dietz und die leitende OP-Schwester Cornelia Scheppukat (vlnr.) im neuen Operationsbereich der HNO am Uniklinikum Leipzig. © Foto: Stefan Straube/UKL

Der Umbau im OP-Bereich der HNO-Klinik am Uniklinikum Leipzig ist erfolgreich abgeschlossen. Heute wird der Normalbetrieb wieder aufgenommen. Binnen weniger Wochen wurden die zwei OP-Säle inklusive der angrenzenden Räumlichkeiten baulich und technisch komplett erneuert. Mit dem Umbau erhalten die OP-Teams nun ein noch optimaleres Umfeld für die komplexen Eingriffe im Kopf-und Halsbereich.

„Wir sind froh, einen der modernsten OP-Bereiche hier am UKL einweihen zu können, der den neuesten Stand der heutigen OP-Ausstattung abbildet. Er kann dank seines Standards als weltweiter HNO-Referenz-OP in enger Anlehnung an die Leitlinien der HNO-Fachgesellschaften gelten – übernimmt somit eine Art Vorbildfunktion“, freut sich Prof. Dr. Andreas Dietz, Direktor der Klinik für Hals-, Nasen-, und Ohrenheilkunde. Alle technischen Neuerungen sind in klinischen Studien erprobt und geprüft und bieten die bestmöglichen Bedingungen für den Operateur und maximale Sicherheit für den Patienten. „Wir nutzen beispielsweise für die endoskopischen Eingriffe und die bildgestützte Navigation jetzt ein neues Full-HD-Videoübertragungssystem, mit dem wir über mobile und teils fest installierte Monitore beispielsweise CT-, MRT- oder auch endoskopische Bilder während der Operation zuschalten können. Das gleiche System ermöglicht uns nun auch die lückenlose Dokumentation und Live-Übertragung von Operationen direkt in den Hörsaal in HD-Qualität. Das erweitert die didaktischen Möglichkeiten für unsere chirurgische Trainingskurse für Ärzte und die studentische Ausbildung enorm.“

Neben der Medizintechnik wurden auch die Belüftungen, die Regeltableaus für die Raumbedingungen, die elektrische IT-Netzversorgung, die Türen und die Brandschutzwände erneuert. Und auch die OP-Beleuchtung wurde ersetzt. LED-OP-Lampen und eine LED-Umfeldbeleuchtung erzeugen nun eine noch bessere Lichtqualität durch gute Ausleuchtung und verminderte Blendung. Außerdem arbeitet der gesamte Komplex nun noch energieeffizienter.

„Neben all den technischen Neuerungen – das Feingeschick und die Top-Ausbildung unserer Operateure bleibt die absolute Prämisse für einen erfolgreichen operativen Eingriff“, betont Prof. Dietz. „Das die menschlich-manuellen Fähigkeiten bei uns so perfekt unterstützt werden, ist optimal.“ Auch dank des ICCAS, dem Innovation Center Computer Assisted Surgery der Uni Leipzig, in dessen Entwicklungsarbeit die HNO-Klinik eng integriert ist, wurde und wird die computergestütze Navigation, die sinnvolle Zusammensetzung eines modernen Operationssaals (surgical Cockpit) und die computerbasierte Unterstützung von Entscheidungsprozessen experimentell immer weiter entwickelt und anschließend nahtlos in den realen Operationsraum übertragen.

Ab 24. August kann nun der Normalbetrieb des OP-Bereichs der HNO am UKL wieder aufgenommen werden. In Zusammenarbeit der Fachbereiche Bau, Materialwirtschaft, Informationsmanagement, Hygiene und der Klinikleitung wurden beginnend am 13. Juli in kürzester Zeit alle Umbauarbeiten vollzogen. Währenddessen wurden alle Operationen in die Säle benachbarte Bereiche verlegt. Bauleiter Matthias Wiedemann vom Bereich Planung und technische Gebäudeverwaltung: „Wir sind froh, dass dank des großen Engagement aller Beteiligten das Zusammenspiel sehr gut funktioniert hat und wir das Projekt so pünktlich abschließen konnten.“

Universitätsklinikum Leipzig

Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) blickt gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät als zweitältester deutscher Universitätsmedizin auf eine reiche Tradition zurück. Heute verfügt das Klinikum mit 1450 Betten über eine der modernsten baulichen und technischen Infrastrukturen in Europa. Zusammen mit der Medizinischen Fakultät ist es mit über 6000 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber der Stadt Leipzig und der Region. Jährlich werden hier über 350.000 stationäre und ambulante Patienten auf höchstem medizinischen Niveau behandelt. Diese profitieren von der innovativen Forschungskraft der Wissenschaftler, indem hier neueste Erkenntnisse aus der Medizinforschung schnell und gesichert in die medizinische Praxis überführt werden.

Presseinformation UKL
Sandra Hasse, Pressestelle/Unternehmenskommunikation, Tel.: 0341 / 97-15905, Fax: 0341 / 97-15906, eMail: presse@uniklinik-leipzig.de
24.08.2015
22.06.2017, 11:21 | tsc
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