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  • Thomas Schönemann

Universitätsklinikum Frankfurt a.M.

Ein neuer Name und ein neues Logo für das Georg-Speyer-Haus

Universitätsklinikum Frankfurt a.M. © Foto: Uniklinikum Frankfurt
Universitätsklinikum Frankfurt a.M. © Foto: Uniklinikum Frankfurt

Das Georg-Speyer-Haus, vormals „Chemotherapeutisches Forschungsinstitut“, hat einen neuen Namen. Das traditionsreiche Frankfurter Forschungsinstitut heißt nach einem Beschluss seines Stiftungsvorstandes von nun an „Georg-Speyer-Haus, Institut für Tumorbiologie und experimentelle Therapie“.

Mit der Namensänderung erhält das Institut auch ein neues, zukunftsorientiertes Logo und Corporate Design. Der Name der gemeinnützigen Stiftung „Chemotherapeutisches Forschungsinstitut Georg-Speyer-Haus“, die das Institut betreibt, bleibt jedoch unverändert bestehen.

„Die Änderung des Institutsnamens war notwendig geworden, um die derzeit stattfindende inhaltliche Fokussierung besser zum Ausdruck zu bringen“ erläutert Prof. Dr. Florian Greten, seit August 2013 neuer Direktor des Georg-Speyer-Hauses: „Die Bezeichnung „Chemotherapeutisches Forschungsinstitut“ hat historische Wurzeln, charakterisiert aber unsere Arbeit heute nur noch unzureichend.“ Der Begriff „Chemotherapie“ wurde ursprünglich von Paul Ehrlich geprägt, dem ersten Direktor des Georg-Speyer-Hauses bei Gründung des Instituts im Jahr 1906. Ehrlich beschrieb damit die Behandlung von Infektionskrankheiten mit chemisch synthetisierten Wirkstoffen, die direkt gegen den Krankheitserreger vorgehen. Heute wird mit dem Begriff Chemotherapie vor allem die Behandlung von Krebserkrankungen mit eher unspezifisch wirkenden Zytostatika verstanden.

Im Gegensatz hierzu werden heute am Georg-Speyer-Haus neuartige, „intelligente“ Ansätze zur Bekämpfung von Krebserkrankungen entwickelt und in prä-klinischen Studien getestet. Sie beruhen auf molekularen Besonderheiten, die Tumorzellen von gesunden Zellen unterscheiden, und die sich als Angriffspunkte für eine zielgerichtete Therapie eignen könnten. Ein weiterer, noch relativ junger Forschungsschwerpunkt ist die Interaktion von Tumorzellen mit den Zellen ihrer unmittelbaren Umgebung, dem so genannten „Tumor Microenvironment“, das auch als „Tumor-Mikromilieu“ bezeichnet wird. Die Erforschung dieser komplexen Zell-Zell-Interaktionen wird in der Zukunft ein besonderes Anliegen des Georg-Speyer-Hauses sein.

Mit der Entwicklung des neuen Logos und Corporate Designs wurde der Darmstädter Designer Dirk Stähling beauftragt. „Der neue Auftritt betont die Bedeutung des Georg-Speyer-Hauses als zentrale Forschungsstätte auf den Gebieten der Tumorbiologie und experimentellen Therapie“, so Stähling. „Die Kreisform des neuen Logos markiert einen Stand- und Ausgangspunkt und ist mit positiven Assoziationen verknüpft. Sie ist außerdem das Symbol für Einheit und Unendlichkeit. Die Farbe Blau signalisiert Stabilität, Kontinuität und eine hohe Verbindlichkeit. Wer genau hinsieht, wird im Logo die Initialen von Georg Speyer erkennen“.

Die gemeinnützige Stiftung Georg-Speyer-Haus wurde von der Frankfurter Bürgerin und Mäzenin Franziska Speyer zum Andenken an ihren verstorbenen Mann gegründet, und das gleichnamige Institut wurde im Jahr 1906 eröffnet. Sein erster Direktor, der Nobelpreisträger Paul Ehrlich, erarbeitete hier die Grundlagen der modernen Wirkstoff-Forschung. Die Grundfinanzierung des Georg-Speyer-Hauses wird zu gleichen Teilen durch das Land Hessen (HMWK) und den Bund (BMG) getragen.

Ansprechpartner:

Christine Kost
Georg-Speyer-Haus
Institut für Tumorbiologie und Experimentelle Therapie
Paul-Ehrlich-Straße 42 – 44
60596 Frankfurt

Tel.: 069 / 63395-183
Fax: 069 / 63395-184
eMail: kost@gsh.uni-frankfurt.de

Pressemitteilung Uniklinikum Franbkfurt a.M.
Ricarda Wessinghage, Pressesprecherin, Fax: 069 / 6301-83 22 2, eMail: Ricarda.Wessinghage@kgu.de
12.11.2013
22.06.2017, 11:21 | tsc
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