• Praxis [+]
  • Thomas Schönemann

MHH-Frauenklinik

Erstes Gynäkologisches Dysplasiezentrum in Deutschland

Professor Hillemanns (rechts) und MHH-Vizepräsident Dr. Andreas Tecklenburg mit den an der Zertifizierung Beteiligten. © Foto: Quelle „MHH/Kaiser“
Professor Hillemanns (rechts) und MHH-Vizepräsident Dr. Andreas Tecklenburg mit den an der Zertifizierung Beteiligten. © Foto: Quelle „MHH/Kaiser“

MHH-Frauenklinik als erstes Gynäkologisches Dysplasiezentrum in Deutschland zertifiziert. Deutsche Krebsgesellschaft bestätigt hohe Qualität der Speziellen Krebsvorsorge.

An der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe wurde die Gynäkologische Dysplasie-Einheit als Anlaufstelle zur Diagnostik und Therapie von genitalen Krebsvorstufen der Frau, sogenannten Dysplasien, erfolgreich nach den Richtlinien der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert. „Nach Auskunft der Deutschen Krebsgesellschaft ist dies die erste erfolgreiche Zertifizierung in Deutschland und bestätigt die hohe Qualität unserer Arbeit“, betont Dr. Philipp Soergel, Koordinator der Gynäkologischen Dysplasie-Einheit. Geprüft wurden durch die Deutsche Krebsgesellschaft unter anderem Aus- und Weiterbildung der Ärzte, Standardvorgehen in Diagnostik, Therapie und Nachsorge sowie entsprechende Fallzahlen, um eine hohe Qualität leisten zu können. Weiterhin finden interdisziplinäre Dysplasie-Konferenzen mit Pathologen, Zytologen und Gynäkologen statt. „Alle Patienten mit widersprüchlichen Befunden werden hier vorgestellt. Ziel ist eine optimale Diagnostik, um die individuelle weiterführende Therapie gut zu planen“, erläutert Professor Dr. Peter Hillemanns, Direktor der Frauenklinik.

Obwohl die Impfung gegen Humane Papillomviren (HPV) das Risiko einer Krebsvorstufe deutlich vermindern kann, gibt es noch keine optimale Durchimpfungsrate, so dass in den nächsten Jahrzehnten noch häufig Krebsvorstufen am Gebärmutterhals sowie im Schambereich entstehen werden: „Dann ist hohe Expertise gefragt, um besonders bei Krebsvorstufen am Gebärmutterhals, welche meistens bei jungen Frauen entstehen, eine Übertherapie mit möglichen Komplikationen in nachfolgenden Schwangerschaften zu vermeiden,“ sagt Professor Hillemanns.

Gleichzeitig mit der Gynäkologischen Dysplasie-Einheit wurden das Gynäkologische Krebszentrum und das Brustzentrum erfolgreich rezertifiziert. „Durch die Vernetzung der Gynäkologischen Dysplasie-Einheit mit unserem Gynäkologischen Krebszentrum können wir eine optimale Behandlung für unsere Patientinnen anbieten“, betont Professor Dr. Tjoung-Won Park-Simon, stellvertretende Klinikdirektorin der Frauenklinik.

Stefan Zorn, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Medizinische Hochschule Hannover
Professor Dr. Peter Hillemanns, Tel.: 0511 / 532-6147, eMail: hillemanns.peter@mh-hannover.de.
30.08.2013
22.06.2017, 11:21 | tsc
Zurück