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  • Thomas Schönemann

Uniklinikum CGC Dresden

Krebszellen lahmlegen und attackieren - Multiples Myelom in der täglichen klinischen Praxis

Privatdozent Christoph Röllig (li.) und Professor Martin Bornhäuser. © Foto: Medizinische Fakultät der TU Dresden/Stephan Wiegand
Privatdozent Christoph Röllig (li.) und Professor Martin Bornhäuser. © Foto: Medizinische Fakultät der TU Dresden/Stephan Wiegand

Die Blutkrebsspezialisten der Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus (TU Dresden), Professor Martin Bornhäuser und Privatdozent Christoph Röllig, haben ihre langjährige Erfahrung in der Behandlung des Multiplen Myeloms in der täglichen klinischen Praxis wie auch in zahlreichen Studien dazu genutzt, in eine Behandlungsanleitung für Blutspezialisten und andere Mediziner zusammenzustellen. Jetzt veröffentlichte das hochangesehene Fachblatt „THE LANCET“ diese Arbeit vorab online.

Neben einer kurzen Einführung zum aktuellen biologischen Verständnis der Erkrankung und Standards für die richtige Erkennung geben die Experten einen Überblick über die bestmöglichen Behandlungsmöglichkeiten. Für eine Therapie kommen neben bewährten klassischen Medikamenten wie Melphalan oder Steroiden neue Substanzen wir Bortezomib und Lenalidomid, aber auch die hochdosierte Therapie mit Unterstützung eigener Stammzellen als Behandlungsmöglichkeiten infrage.

Das Multiple Myelom gehört zu den häufigsten Blutkrebserkrankungen und wird als Erkrankung des höheren Lebensalters im Zuge der steigenden Lebenserwartung heute immer häufiger diagnostiziert. Durch besseres Verständnis seiner Entstehung als Zusammenspiel zwischen entarteten Plasmazellen und deren Umgebung im Knochenmark sowie durch die Entwicklung und Erprobung neuer Medikamente konnte die Prognose dieser meist nicht heilbaren Erkrankung jedoch in den vergangenen Jahren deutlich verbessert werden. Entscheidend für optimale Behandlungsergebnisse ist dabei der richtige Zeitpunkt und die Wahl der am besten passenden Therapieform je nach Stadium der Erkrankung und individuellen Besonderheiten des Erkrankten.

Prof. Bornhäuser und Privatdozent Röllig geben eine strukturierte Anleitung, welche Therapie wann eingesetzt werden sollte und bieten einen Ausblick auf neue Entwicklungen, die gezielt den Zellzyklus der Krebszellen lahmlegen oder die bösartigen Zellen durch spezielle Abwehr-Eiweiße attackieren können. Die Spezialisten prognostizieren in einem Ausblick, dass sich in Zukunft die Prognose von Myelom-Patienten dadurch weiter verbessern lassen wird.

Der gemeinsam mit dem Würzburger Myelom-Spezialisten Privatdozent Stefan Knop verfasste Artikel erschien soeben in einer der weltweit bekanntesten und renommiertesten Medizin-Zeitschriften, dem englischen „The Lancet“. So werden die Erkenntnisse einer sehr breiten Leserschaft verfügbar gemacht.

Patienten können sich in der Myelomsprechstunde der Medizinischen Klinik und Poliklinik I des Universitätsklinikums Dresden individuell beraten lassen und dabei auch neue Therapieansätze im Rahmen klinischer Studien in Anspruch nehmen.

doi: 10.1016/S0140-6736(14)60493-1
http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(14)60493-1/abstra...

Kontakt:
Medizinischen Fakultät Carl Gustav Carus
Medizinische Klinik und Poliklinik I
PD Dr. med. Christoph Röllig
Oberarzt, Facharzt für Hämatologie und internistische Onkologie
Tel.: 0351 / 458-3775
eMail: christoph.roellig@uniklinikum-dresden.de

Ergänzende Informationen zum Titelbild: Privatdozent Christoph Röllig (li.) und Professor Martin Bornhäuser fassen ihre langjährigen Erfahrungen in der Therapie des Multiplen Myeloms in einem umfassenden Überblick in "The Lancet" zusammen. © Foto: Medizinische Fakultät der TU Dresden/Stephan Wiegand 

Konrad Kästner, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Holger Ostermeyer, Tel.: 0351 /458-4162, Fax: 0351 / 449-210 505, eMail: pressestelle@uniklinikum-dresden.de
20.01.2015
22.06.2017, 11:21 | tsc
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