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Uniklinikum Leipzig

Neue Ambulanz am UKL berät zu schonenden Behandlungsmethoden

Tim-Ole Petersen, Prof. Thomas Kahn, Oberarzt Dr. Michael Moche und Jochen Fuchs im Gespräch. © Foto: Stefan Straube / UKL
Tim-Ole Petersen, Prof. Thomas Kahn, Oberarzt Dr. Michael Moche und Jochen Fuchs im Gespräch. © Foto: Stefan Straube / UKL

Seit kurzem berät eine neue Ambulanz für minimal-invasive Diagnostik und Therapie (AMIT) am Universitätsklinikum Leipzig niedergelassene Ärzte aller Fachbereiche und ihre Patienten zu Behandlungsmethoden mit nur minimalem Hautschnitt und ist damit die einzige Anlaufstelle dieser Art in der Region Leipzig.

In Kooperation mit Partnern in der Chirurgie, der Inneren Medizin, der Hepatologie/Onkologie, der Kinderheilkunde, der Urologie und der Gynäkologie wird für jeden Patient das optimale Behandlungskonzept erarbeitet.

Bei zahlreichen Tumorerkrankungen ist eine Entfernung der Geschwulst durch eine Operation nicht möglich oder das Eingriffsrisiko für den Patienten zu hoch. In solchen Fällen kann eine erfolgreiche Behandlung häufig durch bildgesteuerte, sogenannte minimal-invasive Methoden erfolgen. Beim Einsatz dieser Verfahren ist meist nur ein winziger Hautschnitt nötig, damit sind sie sehr schonend. Ein Team von interventionellen Radiologen der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Leipzig ist auf diese Eingriffe spezialisiert, die immer unter Kontrolle durch modernste bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Röntgen und Computer- oder Magnetresonanztomographie erfolgen. Um niedergelassenen Ärzten und auch interessierten Patienten eine kompetente Anlaufstelle zu bieten, die gezielt zu den unterschiedlichen Möglichkeiten informiert, wurde die Ambulanz für minimal-invasive Diagnostik und Therapie (AMIT) am Uniklinikum Leipzig eingerichtet.

„Wir bieten ein breites Spektrum an minimal-invasiven Möglichkeiten an, die bei unterschiedlichsten Erkrankungen zum Einsatz kommen können“, erklärt Oberarzt Dr. Michael Moche, Leiter der neuen Ambulanz. „Das reicht von der bildgestützten Entnahme von Gewebeproben, der selektiven Blutentnahme an hormonbildenden Organen, der minimal-invasiven Krebsbehandlung, der interventionellen Gefäßtherapie, der Implantation von Ernährungssonden oder Infusionssystemen bis hin zur Behandlung akuter Blutungen nach Unfällen. Besonders Patienten mit Lebertumoren können von den minimal-invasiven Techniken profitieren. Zunehmend werden die schonenden Verfahren aber auch in der Kinderheilkunde, z.B. bei Gefäßmißbildungen, nachgefragt. Die Ambulanz für minimal-invasive Diagnostik und Therapie (AMIT) gibt uns die Möglichkeit sowohl Patienten als auch ihre behandelnden Ärzte gezielt zum Einsatz der teilweise komplexen und auch weniger bekannten Verfahren zu beraten.“

Die Ärzte der Ambulanz für minimal-invasive Diagnostik und Therapie (AMIT) informieren dabei nicht nur zu den unterschiedlichen minimal-invasiven Behandlungsmöglichkeiten, sondern können durch die sehr enge Vernetzung mit Kooperationspartnern aus anderen Bereichen des Uniklinikums schnell und unkompliziert Experten der notwendigen Fachdisziplinen einbinden. In gemeinsamen Fallkonferenzen wird dann ein individuell optimiertes Behandlungskonzept für jeden einzelnen Patienten erarbeitet.

Kontakt für Hausärzte, Fachärzte und Patienten:

Ambulanz für minimal-invasive Diagnostik und Therapie (AMIT)
Klinik und Poliklinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie
Sprechstunde: Mo, 9-12 Uhr
Terminvereinbarung: 0341 - 97 17100
Email: amit@uniklinik-leipzig.de
www.radiologie.uniklinikum-leipzig.de 

Universitätsklinikum Leipzig

Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) blickt gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät als zweitältester deutscher Universitätsmedizin auf eine reiche Tradition zurück. Heute verfügt das Klinikum mit 1450 Betten über eine der modernsten baulichen und technischen Infrastrukturen in Europa. Zusammen mit der Medizinischen Fakultät ist es mit über 6000 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber der Stadt Leipzig und der Region. Jährlich werden hier über 350.000 stationäre und ambulante Patienten auf höchstem medizinischen Niveau behandelt. Diese profitieren von der innovativen Forschungskraft der Wissenschaftler, indem hier neueste Erkenntnisse aus der Medizinforschung schnell und gesichert in die medizinische Praxis überführt werden.

Pressemitteilung UKL
Sandra Hasse, Pressestelle/Unternehmenskommunikation, Tel.: 0341 / 97-15905, Fax: 0341 / 97-15906, eMail: presse@uniklinik-leipzig.de
28.05.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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