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  • Thomas Schönemann

Labor-Praxisklinik GbR Dr Kübler & Partner

Paradigmenwechsel bei Krebs-Stammzellen im Tumor und in der Blutbahn

Analyse. © Foto: Michael Bührke / pixelio.de
Analyse. © Foto: Michael Bührke / pixelio.de

Wir freuen uns über die Bestätigung durch die HI-STEM gGmbH im Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), dass die "Krebs-Stammzellen im Tumor die Lebenserwartung bei Brustkrebs bestimmen" (1) Dabei möchten wir jedoch anmerken, dass es nicht nur im Tumor Krebs-Stammzellen gibt, sondern auch außerhalb des Tumors. Ab einer Tumorgröße von lediglich 1mm² kann der Anschluss eines Tumors an den Gefäßkreislauf erfolgen, was der Tumor sogar aktiv betreibt.

Man nennt diesen Anschluss an das Blutsystem Neoangiogenese und die Gefäßbildung des Tumors angiogenetischen Switch. Diese Fähigkeiten erlaubt es den Krebs-Stammzellen des Tumors in den Blutkreislauf einzudringen, sich von ihm zu ernähren und weiter in andere Organe transportieren zu lassen - beschrieben auch in DER SPIEGEL, Ausgabe 24/2007 unter dem Titel "Saat des Bösen".

Der Tumor besitzt tragischerweise Tumor-Escape-Mechanismen, mit deren Hilfe seine Tumor-Stammzellen vor den immunkompetenten Zellen im Kreislauf fliehen können.

Unsere biospisefreie Forschung und angewandte Diagnostik mit Hilfe der diagnostischen Apherese hat gezeigt, wie wir diese Gefahr der Metastasenbildung eindämmen können:

Per diagnostischer Apherese quantifizieren wir die im Blut zirkulierenden Krebsstammzellen und belegen ihre Stammzellidentität über den Nachweis spezifischer Marker (OCT3/4,ZEB1,c-MET,CD44 ). Dann werden die Tumor-Escape -Liganden PD-L1, PD-L2 identifiziert, die als Oberflächenmarker exprimiert werden.

Auf diese Weise stehen wir vor einem Paradigmenwechsel in der Krebsdiagnostik und der personalisierten Therapie. Chemo- und Strahlentherapien werden langsam zu Auslaufmodellen oder werden nur noch begleitend eingesetzt, während die Immunmodulatoren die Tumor-Escape-Mechanismen ausschalten und den NK-Zellen das Überleben und den Angriff auf die Krebs-Stammzellen erlauben. Je bekannter das wird, umso schneller erfolgt eventuell der Paradigmenwechsel, denn die bisherigen Leitlinien in der Onkologie tragen auf keinem Gebiet dem medizinischen Fortschritt Rechnung.

(1) Pressemitteilung des DKFZ vom 30.09.2014

Über Dr. med Ulrich Kübler:
Dr. Kübler ist niedergelassener und forschender Arzt. Neben seiner Praxisklinik unterhält er die Labor-Praxisklinik GbR Dr. Kübler & Partner, die Inhaber der Patente für die Isolierung und molekulare Charakterisierung von Tumor-Stammzellen ist . Dieses Verfahren erlaubt die nicht-invasive Materialgewinnung bei Tumorverdacht oder bestehenden Tumoren, so dass Tumorzell-Verschleppungen vermieden werden können. Dies ist insbesondere bei Brust und Prostata-Krebs wichtig. Gegen den Brust-und Prostatakrebs wendet die Labor-Praxisklinik GbR Dr. Kübler & Partner neben Immuntherapien seit Neustem die Kryo- und Lasertherapie an. Damit hat sie Alternativen zur Radikalchirurgie entwickelt, um u. a. die Einschwemmung von Tumor-Stammzellen in den Kreislauf zu vermeiden.

Literatur:
Wie sicher sind Stanzbiopsien? Der Privatarzt Gyn Febr. 2014
Mamma-Karzinom-Patientinnen - Was ist für das Überleben entscheidend? Der Privatarzt Gyn. Okt. 2012
Mammakarzinom: Wandlungsfähigkeit von Tumorzellen. Frauenarzt 55(2014) Nr.3.272-278

Diese Literaturstellen belegen unsere Erstrechte und die Erstpublikation für den Nachweis von Tumor-Stammzellen u.a. bei Mamma-Karzinom-Patienten

Pressemitteilung Labor-Praxisklinik GbR Dr Kübler & Partner
Labor-Praxisklinik GbR Dr Kübler & Partner, Siebertstr.6, 81675 München, Tel.: 089 / 189 44 63 0, Fax: 089 / 189 44 63 29
13.10.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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