• Praxis [+]
  • Thomas Schönemann

Hautkrebs

Pauschalreisen haben böse Spätfolgen

Senioren: Immer mehr bekommen Hautkrebs. © Foto: Rainer Sturm / pixelio.de
Senioren: Immer mehr bekommen Hautkrebs. © Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Der Pauschalreisen-Boom in den 1960er-Jahren ist mitverantwortlich für die erschreckende Zahl von Hautkrebserkrankungen bei Pensionisten. Laut der britischen Hilfsorganisation Cancer Research UK (CRUK) besteht zwar für alle Altersgruppen ein Risiko, jedoch haben viele Menschen vor vier Jahrzehnten noch nicht gewusst, wie sie sich schützen sollen.

Aktuelle Zahlen zeigen, dass allein in Großbritannien jährlich 5.700 neue Erkrankungen bei Personen über 65 Jahren diagnostiziert werden. Mitte der 1970er-Jahre waren es nur rund 600. Rund 13.300 Menschen erkranken in Großbritannien jährlich an malignen Melanomen, der gefährlichsten Form von Hautkrebs. Jährlich sterben 2.100 Menschen an den Folgen der Erkrankung.

Generell nimmt Hautkrebs in allen Altersgruppen zu. Der stärkste Anstieg ist jedoch bei Menschen über 65 Jahren zu beobachten. "Es ist wichtig, dass die Menschen auf ihre Haut achten und zum Arzt gehen, wenn sie Veränderungen an Muttermalen oder auch an normalen Hautbereichen bemerken", verdeutlicht Richard Marais von CRUK die Problematik.

Modische Bräune als falsches Ideal

Melanome werden bei Männern oft am Rücken entdeckt und bei Frauen an den Beinen. Sie können jedoch in jedem Bereich auftreten. Studien gehen davon aus, dass bereits ein Sonnenbrand alle zwei Jahre das Risiko von malignen Melanomen erhöht. Laut Julie Sharp von CRUK ist ein Sonnenbrand zu Hause genauso leicht zu bekommen wie im Urlaub.

Johnathon Major von der British Association of Dermatologists http://www.bad.org.uk nach sind die Hautkrebszahlen alarmierend. "Da die Menschen länger leben, erreichen mehr ein Alter, in dem ein höheres Risiko besteht." Pauschalreisen und der Wunsch nach einer modischen Bräune gehören zu den Hauptursachen für ein vermehrtes Auftreten von Hautkrebs.

Pressetext.Redaktion / pte20150407006
Michaela Monschein, Tel.: +43-1-81140-300, eMail: monschein@pressetext.com
07.04.2015
22.06.2017, 11:21 | tsc
Zurück