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  • Denise Reimbold

Aufklärungskampagne: Clown Zitzewitz und der Sonnenschutz

Präventionszentrum des Dresdner Universitäts KrebsCentrums berät Kitas beim passiven Sonnenschutz

Sandra Herrmann, Mitarbeiterin des Präventionszentrums am UCC verkleidet als Clown. © Foto: Uniklinikum Dresden / Holger Ostermeyer
Sandra Herrmann, Mitarbeiterin des Präventionszentrums am UCC verkleidet als Clown. © Foto: Uniklinikum Dresden / Holger Ostermeyer

Auch nach dem Abschluss der diesjährigen Aufklärungskampagne „Clown Zitzewitz und der Sonnenschutz“ zum richtigen Hautschutz von Kindern unterstützt das Präventionszentrum des Universitäts KrebsCentrums Dresden (UCC) am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden sächsische Kindergärten. So beraten die Präventionsexperten des UCC die Einrichtungen mit dem Ziel, eine umfassende Strategie zum Schutz der Kinder vor zu intensiver UV-Strahlung zu entwickeln.

Dazu gehört neben der richtigen Kleidung und der Verwendung von Sonnencremes auch der Sonnenschutz im Außenbereich der Kindertagesstätten.

Welche Früchte der Einsatz des UCC-Präventionszentrums trägt, zeigt die Pflanzung von neuen schattenspendenden Bäumen und Sträuchern im Krippenbereich der Kita „Gäste der Buche“ der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Dresden-Striesen, die am Mittwoch, dem 9. Oktober, stattfindet.

Seit 2011 bietet das UCC- Präventionszentrum das Theaterstück „Clown Zitzewitz und der Sonnenschutz“ sächsischen Kindertagesstätten kostenfrei an. Der Schutz der empfindlichen Kinderhaut ist besonders wichtig: In den ersten Lebensjahren kann die Haut besonders leicht durch UV-Strahlung geschädigt werden. Dadurch steigt das Risiko, im späteren Leben an Hautkrebs zu erkranken. Um dieser Gefahr vorzubeugen, waren die UCC-Mitarbeiterinnen allein dieses Jahr in 70 sächsischen Einrichtungen. Dort vermittelten sie insgesamt 4.300 Kindern in 74 Vorstellungen Wissen zum richtigen Schutz vor Sonnenstrahlung. Um es hierbei nicht allein bei einer Verhaltensänderung der Kinder und deren Eltern zu belassen, bietet das UCC-Präventionszentrum den teilnehmenden Kitas eine Weiterbildung an. Dabei erarbeiten die Expertinnen des Zentrums gemeinsam mit den Einrichtungen praktikable Sonnenschutzstrategien. So wurde im Mai 2013 gemeinsam mit der AWO-Kita „Gäste der Buche“ Möglichkeiten für ein gut behütetes Spiel der Kleinsten unter freiem Himmel erörtert. Einrichtungsleiterin Anne Klusinsky zur Ausgangslage: „Nach dem Fällen ungeeigneter Bäume sah es mit schattenspendenden Pflanzen im Spielbereich der Krippe schlecht aus“. Im Gespräch mit den UCC-Mitarbeiterinnen entstand die Idee, neue Bäume und Sträucher zu pflanzen. Um die Schattenspender zu finanzieren, veranstaltete die Kindertagesstätte mit großem Engagement Kuchenbasare; auch die Eltern und der Förderverein der Einrichtung beteiligten sich an der Spendenaktion. So kamen mehr als 1.000 Euro zusammen. „Der Clown öffnet die Türen für den Sonnenschutz. Die Pflanzung der Bäume ist nun nicht nur eine praktische schattenspendende Maßnahme. Sie ist vielmehr ein Symbol dafür, dass das Thema Sonnenschutz in den Kitas angekommen ist und in Zukunft weiter wachsen wird“ sagt der geschäftsführende Direktor des Universitäts KrebsCentrums, Professor Gerhard Ehninger.

Der Herbst ist nun die Zeit, um die neuen Bäume und Sträucher zu pflanzen: Künftig sorgen Feuerahorn, Fächerahorn, Rispenhortensie, Forsythie, Harlekinweide sowie ein Rhododendron-Strauch für schützenden Schatten an Sandkasten, Kletterbereich, Sitzgruppe sowie Balancierstrecke. Als besonderer Baum wird ein Lebkuchenbaum gepflanzt. Er findet im parkähnlichen Gelände der Kindertagesstätte optimale Bedingungen vor. Und wenn im Herbst sein Laub fällt, riecht es angenehm nach weihnachtlichem Lebkuchen.

Studie belegt den Erfolg des Präventionstheaters
Der Clown „Zitzewitz“ vermittelt den Kindergartenkindern nachweislich Wissen zum richtigen Verhalten in der Sonne: Wer lange und luftige Kleidung, Sonnenhut und Sonnenbrille trägt, die Sonnencreme richtig benutzt und sich in der Mittagszeit im Schatten aufhält, ist rundum gut geschützt. Dies konnte in einer Untersuchung des Universitäts KrebsCentrums gezeigt werden. Besonders die 5 bis 6-jährigen Kinder profitieren von dem Theaterstück. Sie zeigen im Vergleich zu einer Kontrollgruppe eine deutliche Zunahme des Wissens über den richtigen Sonnenschutz noch einen Monat nach der Aufführung. Somit kann man mit geeigneten Methoden auch an den Kindern selbst ansetzen und bereits früh ein Bewusstsein für Sonnenschutz schaffen. Dass es wichtig ist, die Kinder selbst aber auch die Erzieherinnen und Erzieher in die Prävention einzubeziehen, belegt eine weitere, in diesem Jahr veröffentlichte Dresdner Studie. Sie weist nach, dass es absolut nicht ausreicht, allein die Eltern im Rahmen von Informationsabenden Wissen zum Thema UV-Strahlung und dem kindlichen Sonnenschutz zu vermitteln.

Präventionstheater geht auch 2014 auf Tour
Dank der finanziellen Unterstützung des Fördervereins „Mit Köpfchen gegen Krebs – Aufklärung für Kinder und Jugendliche e.V.“ konnten der Clown Zitzewitz und sein Freund Zottelfloh in diesem Jahr über 4.300 Kinder besuchen. Sie reisten dazu durch ganz Sachsen – bis ins Leipziger Land, die Oberlausitz und auch ins Westerzgebirge. Das Theaterstück der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e.V. und der Deutschen Krebshilfe e.V. wurde im Rahmen des Europäischen Lebensphasenprogrammes zur Primärprävention von Hautkrebs entwickelt, um schon den Kleinsten den richtigen Sonnenschutz nahezubringen. Denn bösartige Neubildungen der Haut zählen zu den weltweit am häufigsten auftretenden Krebsarten und die Rate der Neuerkrankungen stieg in den letzten Jahrzehnten stark an. Hauptursache für diesen Anstieg ist eine zunehmende Belastung der Haut durch ultraviolette Strahlung. Aufgrund der Empfindlichkeit von Kinderhaut gegenüber Sonnenstrahlung spielt der richtige Sonnenschutz gerade in der frühen Kindheit eine wichtige Rolle.

Auch im kommenden Jahr geht das Präventionszentrum von April bis Juli mit dem Theaterstück in sächsische Kindertagesstätten. Interessierte Einrichtungen können sich dazu bereits jetzt anmelden unter Telefon 0351 458 74 45 oder per E-Mail praeventionszentrum@krebscentrum.de. Um die Aktion auch in den Folgejahren fortsetzen zu können, bedarf es weiterer Spenden an den Förderverein „Mit Köpfchen gegen Krebs – Aufklärung für Kinder und Jugendliche e.V.“, Kontonummer: 221 016 813 bei der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, Bankleitzahl: 850 503 00.

Kontakt für Kindergärten
Präventionszentrum am Universitäts KrebsCentrum (UCC)
Dipl.-Psych. Nadja Seidel
Tel.: 0351/458-7445
nadja.seidel@uniklinikum-dresden.de
www.krebscentrum.de

Hintergrundinformationen
Das Universitäts KrebsCentrum Dresden (UCC) ist eines von bundesweit elf durch die Deutsche Krebshilfe e.V. ausgezeichneten ‚Onkologischen Spitzenzentren‘. Das UCC-Präventionszentrum hat das Ziel, das öffentliche Bewusstsein für Krebserkrankungen und deren individuelle Vorbeugung zu stärken, denn ein Drittel aller Krebsneuerkrankungen kann durch eine gesunde Lebensweise verhindert werden. Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene werden kostenfrei Projekte und Workshops angeboten, die sich mit ausgewählten Themen wie Sonnenschutz, ausgewogene Ernährung, Nichtrauchen und Bewegung befassen.

Spitzenmedizin für Dresden: Uniklinikum erobert Top-Position in deutschen Krankenhaus-Rankings
Deutschlands größter, im Mai 2013 erschienener Krankenhausvergleich des Nachrichtenmagazins „Focus“ bescheinigt dem Universitätsklinikum Carl Gustav Dresden (UKD) eine hervorragende Behandlungsqualität. Die Dresdner Hochschulmedizin erreichte Platz vier im deutschlandweiten Ranking. Dies ist ein weiterer Beleg für die überdurchschnittliche Qualität der 21 Kliniken des UKD. Gesundheitsexperten sowie insgesamt 22.000 Ärzte hatten Kliniken aus ganz Deutschland beurteilt. Sie honorierten dabei die großen Anstrengungen des Dresdner Uniklinikums in den Bereichen Behandlungsqualität und Patientensicherheit. Beim Focus-Vergleich erreichte das Dresdner Uniklinikum vor allem Top-Noten für die Therapie von Parkinson und Prostatakrebs. Damit belegen die Kliniken für Neurologie beziehungsweise Urologie jeweils Platz zwei. Unter den Top zehn ist nochmals die Neurologie mit der Behandlung von Multipler Sklerose vertreten. Top-Plätze im Ranking erreichten zudem die Klinik für Viszeral- Thorax- und Gefäßchirurgie mit der Versorgung von Darmkrebspatienten sowie die Klinik für Psychiatrie mit der Therapie von Depressionen und Alzheimer. Weitere Kliniken des Dresdner Universitätsklinikums, die als „Top-Fachkliniken“ ausgezeichnet wurden sind: Klinik für Orthopädie (Bewegungsapparat); Klinik für Psychotherapie und Psychosomatik (Angst- und Zwangserkrankungen), Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe (Brustkrebs und Risikogeburten) sowie die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie.

Holger Ostermeyer Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
09.10.2013
22.06.2017, 11:21 | dre
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