• Praxis [+]
  • Denise Reimbold

Verdauungstrakt unter der Lupe

Das "Tadpole Endoscope" revolutioniert Krebsdiagnose

Tadpole Endoscope: Mikro-Roboter ferngesteuert. © Foto: Chinese University of Hong Kong
Tadpole Endoscope: Mikro-Roboter ferngesteuert. © Foto: Chinese University of Hong Kong

Forscher der Chinese University of Hong Kong haben mittels 3D-Druck das "Tadpole Endoscope" (TE) entwickelt, das einen Durchbruch in der Krebsdiagnose bedeutet. Es handelt sich um einen Mikro-Roboter, der mit einer Kamera ausgestattet ist und vom Patienten geschluckt wird. Das TE-Device wird anschließend von den Ärzten mithilfe einer Fernbedienung gesteuert, während es Bilder aus dem Verdauungstrakt drahtlos übermittelt.

Pillengroßes Gadget

Gastrointestinale Krebserkrankungen wie Speiseröhrenkrebs sowie Magen- und Darmkrebs werden mithilfe dieser Diagnose-Methode frühzeitig erkannt. Traditionelle Magen-Darm-Spiegelungen, die einen erhöhten Stress für den menschlichen Körper zur Folge haben, könnten somit umgangen werden. Das pillengroße TE-Gadget verfügt über eine flexible Hinterflosse, die zur Fortbewegung dient. Es muss nur vom Patienten geschluckt werden, bevor es selbstständig zu arbeiten beginnt.

Das TE-Device bewegt sich aufgrund der natürlichen Darmtätigkeit bis zum unteren Gastrointestinaltrakt. Durch Anpassung der Körperhaltung des Patienten kann der behandelnde Arzt sogar durch den entsprechenden Winkel den gesamten Magen erfassen. Wird der Patient während der Untersuchung nach Hause geschickt, so erhält dieser ein Sensor-Pad, das die Bilder aufzeichnet, welche später zur Diagnose herangezogen werden. Bisher ist das TE-Gadget in einem künstlichen Modell und einem Schweinemagen getestet worden.

Pressemitteilung, Pressetext
pressetext.redaktion, Carolina Schmolmüller, Tel.: +43 1 81140 314, eMail: schmolmueller@pressetext.com
22.09.2015
22.06.2017, 11:21 | dre
Zurück