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  • Thomas Schönemann

Universitätsklinikum Heidelberg

Teddybär-Krankenhaus nimmt Angst vor dem Arzt

Vom Wartezimmer über Untersuchung und Behandlung bis zur Apotheke – die Kinder durchlaufen mit den Plüschpatienten die verschiedenen Stationen eines Arztbesuchs. © Foto: Universitätsklinikum Heidelberg
Vom Wartezimmer über Untersuchung und Behandlung bis zur Apotheke – die Kinder durchlaufen mit den Plüschpatienten die verschiedenen Stationen eines Arztbesuchs. © Foto: Universitätsklinikum Heidelberg

Vom 2. bis 4. Juni 2014 können Kinder im Alter zwischen drei und sieben Jahren ihre kranken Stofftiere und Puppen von Heidelberger Medizinstudenten auf dem Universitätsplatz behandeln lassen. Ziel des Projektes ist es, Kindern auf spielerische Weise die Angst vor dem Arzt oder einem Krankenhausaufenthalt zu nehmen. Die Initiative der Heidelberger Medizinstudenten steht unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeister Dr. Eckart Würzner.

Die Sprechstunden für Kindergartengruppen sind jeweils von 9 bis 13 Uhr. Zwischen 13 und 16 Uhr können Eltern mit ihren Kindern das Teddybär-Krankenhaus auch ohne Voranmeldung besuchen – am 4. Juni endet die Sprechstunde bereits um 15 Uhr. 

Teddy-Krankenhaus mit Behandlungszimmer, Operationssaal und Apotheke

Die Organisatoren der Veranstaltung, Medizinstudenten der Universität Heidelberg, haben Kindergartengruppen aus Heidelberg und Umgebung eingeladen. Für drei Tage gestalten sie Sanitätszelte zum Teddybär-Krankenhaus um: Hier behandeln die Teddy-Docs ihre Plüsch-Patienten in einem großen Behandlungsraum. Auch ein Operationssaal, eine Apotheke und ein Wartezimmer stehen bereit.

Jedes Kind durchläuft mit seinem Stofftier die verschiedenen Stationen eines Arztbesuchs: Vom Wartezimmer geht es in den Behandlungsraum, wo die Teddy-Docs die Krankengeschichte von den „Eltern" der Stofftiere erfragen. Anschließend untersuchen und behandeln sie die Teddys. Dies beschränkt sich auf nicht-invasive Maßnahmen wie Abhören, Abtasten und Verbände anlegen. Je nach Diagnose kommen die kleinen Patienten zum Röntgen oder auch in den Operationssaal. Mit dem Rezept vom Teddy-Arzt geht es für die Kinder und ihre Kuscheltiere weiter in die Apotheke. Hier erwarten sie Pharmazie-Studenten mit Gummibärchen und einer Tee-Misch-Station. Außerdem zeigen Studierende der Zahnmedizin das richtige Zähneputzen und erklären, wie eine Behandlung beim Zahnarzt abläuft.

Arztbesuch spielerisch näher bringen

Die Heidelberger Studenten wollen den Kindern die ungewohnte Situation beim Arzt oder im Krankenhaus spielerisch näher bringen: Die Kleinen werden groß und tragen nun die Verantwortung für ihre "Kinder". Eine neue Situation, der sie mit viel Neugier und Eifer begegnen. Im Vorfeld erarbeiten die Kinder im Kindergarten das Thema "Krankheit" und weisen ihren Plüschtieren Beschwerden zu, die im Teddybär-Krankenhaus geheilt werden sollen. Auch die Medizinstudenten bereiten sich auf ihre Rolle als „Ärzte“ vor: Erfahrene Teddy-Docs berichten den jüngeren, wie die Kinder in bestimmten Situationen reagieren und welche Fragen sie häufig stellen.

Teddybär-Krankenhäuser gibt es europaweit

Die Idee des Teddybär-Krankenhauses stammt ursprünglich aus Skandinavien. In Heidelberg wird das Projekt seit 15 Jahren mit großem Erfolg durchgeführt. Das Teddybär-Krankenhaus ist über die Landesgrenzen hinaus beliebt: Inzwischen können Kinder in ganz Europa ihre Plüschtiere von Teddy-Docs behandeln lassen.

Anmeldung für Kindergartengruppen:
anmeldungteddyhd@googlemail.com

Dr. Annette Tuffs Unternehmenskommunikation, Universitätsklinikum Heidelberg
Dr. Annette Tuffs, Leiterin Unternehmenskommunikation / Pressestelle, Im Neuenheimer Feld 672, 69120 Heidelberg, Tel.: 06221 56 - 4536, Fax: 06221 56-4544, eMail: annette.tuffs@med.uni-heidelberg.de
26.05.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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