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Onkologisches Zentrum

Universitäres Krebszentrum am Uniklinikum Leipzig erfolgreich zertifiziert

Das Zertifikat der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) bescheinigt den Krebsmedizinern des UKL die Einhaltung anspruchsvollster Qualitätsrichtlinien und damit eine hohe Behandlungsqualität. © Foto: Stefan Straube /UKL
Das Zertifikat der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) bescheinigt den Krebsmedizinern des UKL die Einhaltung anspruchsvollster Qualitätsrichtlinien und damit eine hohe Behandlungsqualität. © Foto: Stefan Straube /UKL

Das Universitäre Krebszentrum (UCCL) am Universitätsklinikum Leipzig wurde jetzt drei Jahre nach seiner Gründung erfolgreich als "Onkologisches Zentrum" zertifiziert. Mit der Erteilung des renommierten Siegels der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) wurde den Krebsmedizinern des UKL die Einhaltung anspruchsvollster Qualitätsrichtlinien und damit eine hohe Behandlungsqualität bescheinigt. Das UKL ist damit das einzige Krebszentrum in der Region mit einem Qualitätszertifikat der DKG.

In einer umfassenden Begutachtung wurden dazu 25 an der Krebsbehandlung beteiligte Fachbereiche von externen Experten über mehrere Tage intensiv geprüft und beurteilt. Auf dem Prüfstand standen die Abläufe der interdisziplinären Diagnostik und Therapie ebenso wie die Qualität der Patientenbetreuung sowie der Einsatz modernster Verfahren bis hin zu den Behandlungszahlen. Das UKL erfüllte dabei erfolgreich die von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) angelegten sehr strengen Beurteilungskriterien und erhält somit als einziges Krebsbehandlungszentrum in der Region das DKG-Qualitätssiegel.

"Für die Zertifizierung wurden alle Prozesse unserer Zusammenarbeit und die Qualität der Ergebnisse aufwändig analysiert", erklärt Prof. Florian Lordick, Direktor des Universitären Krebszentrums (UCCL) am Universitätsklinikum Leipzig. Einbezogen wurden auch die Behandlungsergebnisse, also Angaben über Komplikationen und Rückfallquoten. Um das Zertifikat zu erhalten, müssen diese den bestmöglichen Leistungen entsprechen. "Bei einer schwerwiegenden Erkrankung wie Krebs muss das komplexe Zusammenspiel der vielen an einer Tumortherapie beteiligten Ärzte und Disziplinen optimal funktionieren, um eine bestmögliche Behandlung der Patienten sicherzustellen". Dafür wurde jede einzelne der Disziplinen von der Pathologie über die Bildgebung und Chirurgie bis hin zur Pflege und Physiotherapie geprüft. Das Ergebnis bescheinigt dem UKL die Einhaltung höchster Standards in allen Bereichen: in der Diagnostik, bei der Bestrahlung, der Chemotherapie und den Operationen. Auch die psychische Betreuung von Patienten und Angehörigen, die Nachbetreuung nach Entlassung sowie die Schmerz- und Palliativbehandlung wurde begutachtet und positiv bewertet.

Im Vorfeld der Zertifizierung wurde bereits das Spektrum der spezialisierten Zentren am UKL ausgeweitet. "Es ist eine große Auszeichnung, dass wir nun faktisch als ganzes Haus das Qualitätssiegel erhalten haben", so Lordick. Teil der Beurteilung waren zum einen etablierte Organkrebszentren des UKL wie das Hauttumor- und das Prostatakarzinomzentrum, neu hinzugekommen sind das neuroonkologische Zentrum, das gynäkologische Krebszentrum sowie das Kopf-Hals-Tumorzentrum und der Schwerpunkt für gastrointestinale Tumoren, die im Zuge der Prüfung erfolgreich etabliert und erstzertifiziert wurden. Zusammen mit der etablierten Hämatologie deckt das UKL damit das gesamte Spektrum der Krebserkrankungen ab.

"Wir bieten unseren Patienten eine optimale Behandlungsstruktur einschließlich qualitativ hochwertiger interdisziplinärer Zusammenarbeit und einem großen Angebot von Innovationen im Rahmen von Studien", so Prof. Florian Lordick. Dieses umfasst neben dem Einsatz neuer Medikamente auch die Anwendung modernster Verfahren im Operationssaal, an den Bestrahlungsgeräten und die Option einer Zweitmeinung. Die Krebsexperten des UKL arbeiten dabei nicht nur innerhalb des Klinikums eng zusammen, sondern auch mit den Krankenhäusern und Praxen der Region und darüber hinaus. "Die meisten Patienten wünschen sich eine heimatnahe Behandlung, so dass an dieser Stelle ein Zusammenspiel der hochspezialisierten Leistungen des Universitätsklinikums mit der Nachbetreuung vor Ort erforderlich ist", beschreibt der Krebsexperte.

Eine wichtige Rolle käme auch der seelischen und sozialen Begleitung der Patienten und deren Angehöriger zu. Lordick: "Insbesondere unsere Angebote der psychosozialen Betreuung für jüngere Krebspatienten bei Fragen wie dem Umgang mit der Krebserkrankung in der Familie und im Berufsleben werden sehr intensiv genutzt." Auch dieses Angebot war Teil der Qualitätsprüfung und wurde ebenfalls als sehr gut befunden. "Wir sind sehr stolz, dass die gute Qualität unserer Arbeit durch unabhängige Gutachter bestätigt wurde und unsere Patienten so die Gewissheit haben können, im Falle einer Krebserkrankung hier die individuell bestmögliche Betreuung zu erhalten", betont Prof. Lordick.

Universitätsklinikum Leipzig

Das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) blickt gemeinsam mit der Medizinischen Fakultät als zweitältester deutscher Universitätsmedizin auf eine reiche Tradition zurück. Heute verfügt das Klinikum mit 1450 Betten über eine der modernsten baulichen und technischen Infrastrukturen in Europa. Zusammen mit der Medizinischen Fakultät ist es mit über 6000 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber der Stadt Leipzig und der Region. Jährlich werden hier über 350.000 stationäre und ambulante Patienten auf höchstem medizinischen Niveau behandelt. Diese profitieren von der innovativen Forschungskraft der Wissenschaftler, indem hier neueste Erkenntnisse aus der Medizinforschung schnell und gesichert in die medizinische Praxis überführt werden.

Pressemitteilung UKL
Helena Reinhardt, Pressesprecherin / Leiterin Unternehmenskommunikation, Tel.: 0341 97 / 15905, Fax: 0341 97 / 15906, eMail: presse@uniklinik-leipzig.de
06.01.2016
22.06.2017, 11:21 | tsc
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