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  • Thomas Schönemann

BARMER GEK / Radiochirurgie Zentrum am Uniklinikum Frankfurt

Vertrag: Optimale Behandlungsoptionen in der Krebstherapie

V.l.n.r.: PD Dr. Dr. A. Mack, Geschäftsführer Radiochirurgie Zentrum Frankfurt; Prof. Dr. J. Schölmerich, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor Uniklinikum Frankfurt; N. Sudhoff Landesgeschäftsführer BARMER GEK Hessen. © Foto: BARMER GEK
V.l.n.r.: PD Dr. Dr. A. Mack, Geschäftsführer Radiochirurgie Zentrum Frankfurt; Prof. Dr. J. Schölmerich, Vorstandsvorsitzender und Ärztlicher Direktor Uniklinikum Frankfurt; N. Sudhoff Landesgeschäftsführer BARMER GEK Hessen. © Foto: BARMER GEK

Jedes Jahr erkranken in Deutschland rund 490.000 Menschen an Krebs. Wegweisende Fortschritte in der Vorsorge, Diagnostik und Therapie, die zu einer signifikanten Verbesserung der Überlebensrate und einer Verbesserung der Lebensqualität führen, sind maßgeblich auf eine interdisziplinäre und individuelle onkologische Therapie zurückzuführen.

Neben der Chirurgie und Chemotherapie ist die Strahlentherapie eine der drei wichtigsten Säulen der Krebstherapie.
Seit Anfang September 2012 hat das Zentrum für Radiochirurgie und Präzisionsbestrahlung am Universitätsklinikum Frankfurt neben dem bereits bestehenden Gamma Knife® sein Behandlungsportfolio erweitert: Mit dem innovativen CyberKnife® System, einer Kombination aus Bildführungssystem und robotergesteuertem Linearbeschleuniger, können hier neben intra- nun auch extrakranielle Tumore mit einer Präzision im Submillimeterbereich bestrahlt werden. Damit bietet das auf Radiochirurgie (eine Form der Strahlentherapie, bei der Tumore in nur wenigen Sitzungen hoch dosiert bestrahlt werden) spezialisierte Zentrum zwei Technologien - das Gamma Knife® sowie das CyberKnife® System - zusammen unter einem Dach an. Dieses Angebot ist bundesweit einmalig.

Für die Deutsche Krebshilfe zählt das Universitäre Centrum für Tumorerkrankungen Frankfurt zu den Onkologischen Spitzenzentren in Deutschland. "Ich freue mich sehr, dass wir unseren Versicherten den Zugang zu diesen innovativen Möglichkeiten der Spitzenmedizin jetzt vertraglich abgesichert ermöglichen können", so Norbert Sudhoff, Landesgeschäftsführer der BARMER GEK in Hessen. Der Direktor der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie des Universitätsklinikums Frankfurt, Prof. Volker Seifert, betont die Vorteile dieser Zusammenarbeit: "Durch unsere Kooperation gewährleisten wir auch in der radiochirurgischen Krebsbehandlung für unsere Patienten Therapien auf dem weltweit neusten Stand von Forschung und Technik." Prof. Claus Rödel, Direktor der Klinik für Strahlentherapie des Universitätsklinikums Frankfurt, ergänzt: "Die Patienten profitieren von der hohen Präzision des CyberKnifes® sowie der kurzen und komfortablen Behandlung."

Die Präzisionsbestrahlungen mit den Systemen Gamma Knife® und CyberKnife® sind nicht Bestandteil der Regelversorgung. Um diese hocheffektiven Technologien betroffenen Versicherten im Rahmen einer Krebsbehandlung ermöglichen zu können, waren bislang Einzelfallentscheidungen mit fachlicher Begutachtung durch den medizinischen Dienst notwendig.

Der neue integrierte Versorgungsvertrag (§§ 140a ff. SGB V) zwischen der BARMER GEK Hessen, dem Medizinischen Versorgungszentrum für Radiochirurgie und Präzisionsbestrahlung und dem Universitätsklinikum Frankfurt ermöglicht eine unkomplizierte sektorenübergreifende Zusammenarbeit aller Einrichtungen mit abgestimmten Behandlungsabläufen im Sinne der Patienten und vor allem ohne Zeitverluste. "Als leitende Ärzte des Radiochirurgie Zentrums freuen wir uns, dass sich eine so große gesetzliche Krankenversicherung wie die BARMER GEK Hessen den innovativen Technologien, die wir anbieten, öffnet", sind sich Herr Dr. Robert Wolff (Neurochirurg) und Privatdozent Dr. Reinhard Heyd (Strahlentherapeut) einig.

Privatdozent Dr. Dr. Andreas Mack, Geschäftsführer des Radiochirurgie Zentrums, ergänzt: "Für uns und unsere Arbeit im Zentrum war es von Anfang an wichtig, Patienten optimal - und ausgelegt auf ihre individuellen Bedürfnisse - zu behandeln. Dieses Versorgungsangebot können wir nun noch mehr Patienten zukommen lassen."

Mit dem interdisziplinär besetzten Tumorboard des Universitätsklinikums Frankfurt stehen für die Abklärung der Indikation sowie für die notwendige Bildgebung zur Planung und Behandlung die hohe Fachkompetenz der beteiligten medizinischen Disziplinen sowie die nötige Infrastruktur zur Verfügung. Das Zentrum für Radiochirurgie und Präzisionsbestrahlung führt die ambulante CyberKnife® / Gamma Knife® Behandlung in enger Abstimmung mit dem interdisziplinären Tumorboard durch, das die Begutachtung der Behandlungsergebnisse übernimmt. Die Prozesse sind dabei so organisiert, dass der Patient den gesamten Behandlungsverlauf als unbürokratische Behandlung "aus einer Hand" erlebt.

BARMER GEK Patientinnen und Patienten, die an diesem Versorgungsvertrag teilnehmen möchten, werden durch ihren behandelnden Arzt an das Zentrum überwiesen. Nach der Patientenvorstellung erfolgt das Beratungs- und Aufklärungsgespräch. Das Tumorboard wird aufgrund der Indikationsstellung eine radiochirurgische Behandlungsempfehlung abgeben. Ebenso abgestimmt sind der Behandlungstag und die Nachsorge für die Patientinnen und Patienten.

Gesetzlicher Hintergrund: §§ 140a ff. SGB V
Der Gesetzgeber räumt den gesetzlichen Krankenkassen im Rahmen der §§ 140a ff. SGB V die Möglichkeit ein, zur Verbesserung der Qualität und Wirtschaftlichkeit der Versorgung ihrer Versicherten Verträge zur Integrierten Versorgung zu vereinbaren. Ziel ist es, qualitätsgesicherte Leistungen unter Ausschöpfung aller wirtschaftlichen Ressourcen in Form von sektorenübergreifenden Behandlungspfaden (inkl. Planung) zu erbringen. Dazu gehört auch der Zugang zu innovativen Behandlungsmethoden, die dem Versicherten eine Verbesserung der Lebensqualität bieten können.

Pressemitteilung der BARMER GEK
BARMER GEK, Brigitte Schlöter, Tel.: 0800 33 20 60 473316, eMail: Brigitte.schloeter@barmer-gek.de
14.08.2013
22.06.2017, 11:21 | tsc
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