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  • Thomas Schönemann

Deutsche Leberhilfe e.V.

Durch frühe Diagnose dem Leberkrebs vorbeugen

Junge Frau. © Foto: Farina2000 / pixelio.de
Junge Frau. © Foto: Farina2000 / pixelio.de

Die Welt-Krebsorganisation (UICC) hat im Jahr 2007 den internationalen Welt-Krebs-Tag zum 04. Februar ausgerufen, um über die Vorbeugung, Diagnose und Behandlung von Krebserkrankungen aufzuklären. Im Fokus des Welt-Krebs-Tages steht dieses Jahr Leberzellkrebs, der auch als hepatozelluläres Karzinom bezeichnet wird (HCC).

Das HCC ist einer der häufigsten bösartigen Lebertumoren, entsteht primär in der Leber und ist meistens die Folge einer langjährigen, chronischen Lebererkrankung. Jedes Jahr erkranken ca. 5.300 Menschen in Deutschland neu an Leberzellkrebs (HCC), und eine ähnlich hohe Zahl verstirbt an der Erkrankung. Durch regelmäßige Kontrolle der Leberwerte können Lebererkrankungen frühzeitig diagnostiziert und behandelt werden. Hierdurch lässt sich oft verhindern, dass eine Lebererkrankung zur Zirrhose und bis zum Leberkrebs führt.

Der diesjährige Welt-Krebs-Tag will gezielt auf die Früherkennung von Lebererkrankungen aufmerksam machen. Eine Lebererkrankung schmerzt nicht und bleibt oft jahrelang unerkannt, bis im Endstadium schwere Symptome auftreten, wie z.B. Wasserbauch oder Bluterbrechen. Leberkrebs nimmt in Deutschland in den letzten Jahren stetig zu. Eine häufige Ursache sind chronische Virusinfektionen mit Hepatitis B oder C sowie eine alkoholbedingte Leberzirrhose. Immer öfter kommt es auch aufgrund einer Fettleberentzündung (NASH) zu Zirrhose und Leberzellkrebs. NASH ist eine besonders schwere Verlaufsform der Fettleber, welche oft durch falsche Ernährung zu wenig Bewegung bedingt ist.

Erhöhte Leberwerte können ein erstes Zeichen sein, dass mit der Leber „etwas nicht stimmt“ und sollten immer abgeklärt werden. Je früher eine Lebererkrankung diagnostiziert wird, desto besser sind die Behandlungserfolge. Eine chronische Hepatitis-B-Virusinfektion lässt sich durch Medikamente langfristig unterdrücken und unter Kontrolle bringen. Hepatitis C ist sogar grundsätzlich heilbar. Gegen Alkoholzirrhose hilft nur konsequenter Verzicht. Bei Fettleberentzündung durch Übergewicht hilft in vielen Fällen bereits eine Ernährungsumstellung und Gewichtsabnahme.

Deutsche Leberhilfe e.V.

Die Deutsche Leberhilfe e.V. ist eine Patientenorganisation, die 1987 von engagierten Patienten gegründet wurde. Der gemeinnützige Verein ist bundesweit tätig und hat sich als Informationsschnittstelle zwischen Ärzten und Leberpatienten etabliert. Die Leberhilfe verfolgt als Hauptziel, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, indem sie Patienten und ihre Angehörigen berät und Informationsschriften in verständlicher Sprache herausgibt. Ein weiteres Ziel des Vereins ist, die Bevölkerung über mögliche Ursachen, Verlauf, Therapie und Verhütung von Leberkrankheiten zu informieren. Weiter Informationen und Kontakt: info@leberhilfe.org und www.leberhilfe.org

Pressemitteilung Deutsche Leberhilfe e.V.
Deutsche Leberhilfe e.V., Krieler Str. 100, 50935 Köln, Tel.: 0221 / 28 29 980, Fax: 0221 / 28 29 981, eMail: info@leberhilfe.org |
03.02.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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