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Wernigerode

Info-Veranstaltung zur Palliativmedizin

Kaisertum in Wernigerode. © Foto: luise / pixelio.de
Kaisertum in Wernigerode. © Foto: luise / pixelio.de

In der Rubrik "Wissen, wo es lang geht" der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft (SAKG) findet am Mittwoch, den 13. Mai 2015, ab 17:00 Uhr, im MVZ Harz, Ilsenburger Straße 15, in Wernigerode ein Vortrag zum Thema "Palliativmedizin zwischen Krankenhaus und Hospiz" statt. Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Der Eintritt zur Info-Veranstaltung ist frei!

In seinem Referat zeigt Hans-Christoph Wisch, Leiter des christlichen Hospiz „Haus Geborgenheit“ aus Neustadt/Südharz die anspruchsvollen Aufgaben und die hohen Anforderungen an eine umfassende Versorgung und Begleitung in der letzten Lebensphase eines Menschen.

Welche Möglichkeiten bietet unser Gesundheitssystem? Welche Möglichkeiten der Versorgung gibt es und was ist heute therapeutisch möglich? Was sind die Voraussetzungen für die Nutzung verschiedener Begleitangebote? Im Expertengespräch werden alle Fragen der Besucher beantwortet. Dazu sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Der Info-Treff ist kostenfrei!

Info-Veranstaltungen: „Palliativmedizin zwischen Krankenhaus und Hospiz“
13. Mai 2015 (Mittwoch), 17 Uhr
Praxis für Hämatologie und Onkologie, MVZ Harz
Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben GmbH
Haus A, Eingang 5, 3. Etage
lsenburger Straße 15
38855 Wernigerode

Hintergrund:

Mit ihrer Veranstaltungsreihe „Wissen, wo es lang geht“ wirbt die Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft für eine informierte Haltung gegenüber Krebs, für Krebsvorsorge, für Früherkennung, aber auch für die Diskussion zu aktuellen Fragestellungen in der Begleitung Betroffener und ihrer Angehörigen. Neben der monatlichen Krebsberatung veranstaltet die Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft in den ländlichen Regionen Sachsen-Anhalts Vortragsveranstaltungen sowie Koch– und Entspannungskurse für Krebsbetroffene und Angehörige.

In Sachsen-Anhalt sterben jedes Jahr über 8.000 Krebsbetroffene. Die meisten Menschen wünschen sich zuhause, begleitet von der Familie mit guter ärztlicher und pflegerischer Versorgung zu sterben. Aber welche Möglichkeiten bietet unser Gesundheitssystem, diesen Wunsch zu erfüllen? Denn im Gegensatz zu den Wünschen beenden heute die meisten Menschen ihr Leben in Institutionen wie Krankenhaus (50-58%) oder Pflegeheim (18-30%).

Die Sterbephase ist eine, die für Menschen so intensiv ist, wie wohl keine andere im Leben. Mit dem Bewusstsein, dass das Leben so wie man es bisher gekannt hat, in absehbarer Zeit nicht mehr fortgeführt werden kann, regen sich in den Menschen verschiedene Wünsche und Bedürfnisse, die im Detail so unterschiedlich sind, wie diese selber. Entsprechend sollte die Situation des Abschiednehmens vom Leben genauso gestaltet sein wie das Leben an sich, selbstbestimmt und orientiert an den eigenen Wünschen.

Im Rahmen der gesundheitlichen Versorgung erfährt die Begleitung der Sterbephase eine zunehmende Bedeutung und Wichtigkeit. Mit der Sterbebegleitung sehen Hospizarbeit und Palliativversorgung die Phase des Sterbens als zum Leben zugehörig. Sie möchten Sterbende und Angehörige entsprechend ihrer Mittel auf dem letzten Lebensweg begleiten und diesen auf verschiedenen Ebenen mit so viel Lebensqualität wie möglich bereichern. Neben Medizin, Pflege und weiteren professionellen Disziplinen, sind es auch Ehrenamtliche, die sich der Begleitung Sterbender und Angehöriger auf verschiedenen Ebenen annehmen.

Fragen über die aktuellen Versorgungsmöglichkeiten stellen sich nicht nur Patienten und ihren Angehörigen, auch bei Ärzten und Pflegepersonal gibt es Unklarheit über Umfang und Strukturen der ambulanten Betreuungs- und Hilfsmöglichkeiten. Insbesondere Fragestellungen wie „Sind die Schmerzen oder andere Symptome ambulant gut zu behandeln? Kann man auch zu Hause medizinisch gut versorgt werden? Wie können die pflegenden Angehörigen die körperlichen und seelischen Belastungen bewältigen? Ist adäquate häusliche Pflege machbar? Welche Hilfen gibt es? Wie werden diese Hilfen finanziert? Wie können Krisensituationen auch nachts und am Wochenende gemeistert werden?“ stellen sich Hilfesuchende.

Im Vortrag von Hans-Christoph Wisch, Leiter des christlichen Hospiz „Haus Geborgenheit“ aus Neustadt/Südharz, werden Angebote strukturiert dargestellt und Versorgungslücken benannt. Hans-Christoph Wisch steht mit seinem Engagement dafür ein, in der Harzregion bestehende Angebote weiter zu verbessern, damit für lebenslimitiert erkrankte Kinder, Jugendliche und Erwachsene, deren Familien und Angehörigen das Leben bis zum Schluss lebenswert ist.

Die Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft ist ein erster Anlaufpunkt für alle Menschen in Sachsen-Anhalt, die von einer Krebserkrankung betroffen sind. Krebserkrankten, Angehörigen, Freunden und Bekannten vermitteln wir professionelle Hilfsmöglichkeiten und Beratungsangebote und unterstützen und begleiten so ein Leben mit der Erkrankung. Wir beantworten Fragen zum Thema Krebs und finden einen geeigneten Ansprechpartner für Ratsuchende. Das Anliegen unserer Arbeit wird durch das Motto „Durch Wissen zum Leben“ getragen. Ziel der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft e.V. ist die Verbesserung der Versorgung von Krebskranken in Sachsen-Anhalt. Wir finanzieren unsere Arbeit aus Spenden, Mitgliedsbeiträgen und Zuwendungen. Das Online-Beratungsangebot erreichen Sie unter www.krebsberatung-online.de

Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft bietet Beratung für Kinder krebskranker Eltern
Die Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft wendet sich mit einem speziellen Beratungsangebot an Familien mit Kindern, in denen ein oder beide Elternteile an Krebs erkrankt sind. Kern des Angebots ist eine regelmäßige Sprechstunde. In diesem Rahmen wollen die Mitarbeiter der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft möglichst früh an betroffene Familien herantreten.

Pressemitteilung, Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft e. V.
Jana Krupik-Anacker / Sven Hunold, Redaktionsleitung „leben“, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft e. V., Paracelsusstraße 23, 06114 Halle (Saale), Tel.: 0345 4788110, Fax: 0345 4788112, eMail: redaktion@sakg.de
07.05.2015
22.06.2017, 11:21 | dre
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