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  • Thomas Schönemann

Deutsche Hirntumorhilfe

Informationsveranstaltung zu Hirntumoren in Köln

Köln, Blick auf die Domseite. © Foto: Ruth Rudolph / pixelio.de
Köln, Blick auf die Domseite. © Foto: Ruth Rudolph / pixelio.de

Am Samstag, den 10. Mai 2014, fand zum 34. Mal der bundesweite Informationstag zu Fortschritten in der Therapie von Hirntumoren und Hirnmetastasen statt. Von 9:30 bis 19:00 Uhr lud die Deutsche Hirntumorhilfe interessierte Patienten, Angehörige und Ärzte an die Universität zu Köln ein. Mehr als 500 Teilnehmern kamen nach Köln und hörten interessiert den Medizinern zu, die über Standards und Innovationen in der Hirntumor-Therapie referierten und anschließend den Teilnehmern für individuelle Fragen zur Verfügung standen.

In Zusammenarbeit mit der Klinik für allgemeine Neurochirurgie des Universitätsklinikums und unter fachlicher Leitung von Professor Roland Goldbrunner entstand ein facettenreiches Vortragsprogramm. Für dieses konnten sieben renommierte Experten gewonnen werden, die den aktuellen Kenntnisstand sowie Innovationen bei der Behandlung von Tumoren des Gehirns vorstellten.

Jeder Tumorpatient kennt die Fragen nach der bestmöglichen Behandlung seiner Erkrankung, nach dem erfahrensten Spezialisten und Chancen der Nachsorge. Die Suche nach Antworten bleibt dabei häufig erfolglos, allzu oft widersprechen sich Empfehlungen und im Internet findet sich eine wahre Flut an zweifelhaften Vorschlägen. Eine Orientierung für die Betroffenen bot der Hirntumor-Informationstag, der in seiner Größe und Vielfalt einzigartig in Deutschland ist. Einen ganzen Tag lang berichteten erfahrene Spezialisten auf dem Gebiet der Neuroonkologie in ihren patientenverständlichen Vorträgen über wichtige Themen der Hirntumorbehandlung. In Podiumsdiskussionen und persönlichen Gesprächen mit den Referenten hatten die Teilnehmer der Veranstaltung zudem die seltene Gelegenheit, ihre individuellen Fragen zu stellen und hilfreiche Antworten zu erhalten.

Einer der Experten war Professor Dr. Michael Sabel aus Düsseldorf. In seinem Vortrag hat er den aktuellen Stand immuntherapeutischer Konzepte bei Hirntumoren vorgestellt, die ein hoffnungsvoller Therapieansatz zu sein scheinen. Weitere Redner waren unter anderem Professorin Dr. Stephanie Combs (München), Fachärztin für moderne Partikeltherapie und Hochpräzisionsstrahlentherapie, Professor Dr. Michael Platten (Heidelberg), Neuroonkologe und Fachmann für die chemotherapeutische Behandlung bösartiger Hirntumoren, sowie Professor Dr. Christian E. Elger (Bonn), Neurologe und Spezialist für die Therapie epileptischer Anfälle.

Im Anschluss an die fachlichen Vorträge war der zweite Teil des Informationstages dem Erfahrungsaustausch gewidmet. Patienten und Angehörigen wurde hier eine Plattform geboten, um mit anderen Betroffenen ins Gespräch zu kommen, Tipps zur besseren Bewältigung der Erkrankung auszutauschen und die eigenen Erfahrungen zu vermitteln.

Hintergrundinformationen

Tumoren des Gehirns und des Rückenmarks stellen sowohl Mediziner als auch die Betroffenen vor besondere Herausforderungen. Vor allem die aggressiven, bösartigen Formen gehören zu den am schwersten zu therapierenden Krebserkrankungen und gelten bis heute als unheilbar. Eine Operation und die Behandlung mit Strahlen- oder Chemotherapie bergen immer die Gefahr, wichtige Funktionen des Gehirns zu beeinträchtigen und erfordern eine auf den einzelnen Patienten individuell abgestimmte Therapie. Zwar konnten in den letzten Jahren dank neuer Medikamente, genauerer Bestrahlungstechniken und exakterer Operationsmethoden bereits Fortschritte in der Behandlung von Hirntumoren erreicht werden, Verbesserungen der Therapie hängen aber auch entscheidend von einer engen interdisziplinären Zusammenarbeit der verschiedenen Fachdisziplinen und der Entwicklung innovativer Konzepte für die Behandlung ab.

Deutschlandweit erkranken jährlich etwa 7.000 Menschen neu an einem primären bösartigen Hirntumor, die Zahl der Patienten mit Hirnmetastasen infolge von Lungenkrebs, Brustkrebs oder anderen Krebsleiden ist ungleich höher. Die Deutsche Hirntumorhilfe hat sich seit über 15 Jahren als zentrale Anlauf- und Kontaktstelle für Betroffene etabliert. Mit dem Hirntumor-Informationstag bietet die gemeinnützige Organisation zweimal im Jahr ein gemeinsames Forum zum Austausch für Betroffene, Angehörige und Experten. Alle Projekte und Aktivitäten des Vereins werden ausschließlich durch private Spenden und Zuwendungen finanziert.

Weitere Informationen finden Sie unter www.hirntumorhilfe.de 

Pressemitteilungen der Deutschen Hirntumorhilfe
Melanie Thomas, Deutsche Hirntumorhilfe e.V., Karl-Heine-Str. 27, 04229 Leipzig, Telefon: 0341 / 590 93 96, Fax: 0341 / 590 93 97, eMail: presse@hirntumorhilfe.de
12.05.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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