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  • Thomas Schönemann

Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V.

Komplementärmedizin für Krebspatienten immer wichtiger

Dom zu Magdeburg. © Foto: luise / pixelio.de
Dom zu Magdeburg. © Foto: luise / pixelio.de

Mehr als 700 an Krebs erkrankte Menschen sowie Experten der Onkologie und der Gesundheitspolitik nahmen vom 30. August bis 1. September 2013 an der in Magdeburg beginnenden Jahrestagung der Frauenselbsthilfe nach Krebs (FSH) teil, einer der größten und ältesten deutschen Krebs-Selbsthilfeorganisationen.

Während der Tagung, die gleichzeitig auch als Mitgliederversammlung diente, wuden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Vorträge von ausgewählten Experten zu aktuellen Themen aus den Bereichen der Onkologie, Rehabilitation und Nachsorge geboten.

In diesem Jahr lag der Schwerpunkt auf dem Thema Komplementär-Medizin. „Der Wunsch von Krebspatienten, selbst etwas für ihre Gesundung oder ihre Lebensqualität zu tun, ist groß“, so Karin Meißler, Bundes-vorsitzende der FSH. „Umfragen zeigen, dass 80 Prozent aller Betroffenen ergänzende Therapien nutzen wie z.B. Traditionelle Chinesische Medizin, Homöopathie oder andere Naturheilkundeverfahren.“

„Komplementärmedizinische Methoden können die Nebenwirkungen der belastenden Therapie lindern und Hilfen für die Auseinandersetzung mit der Krankheit bieten“, sagt Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, unter deren Schirmherrschaft die FSH steht. „Sie sollten jedoch immer nur ergänzend zu einer schulmedizinischen onkologischen Behandlung durch Fachärzte angewendet werden.“ Um verlässliche und wissenschaftlich gesicherte Informationen für Patienten und alle in der Onkologie beschäftigten Berufsgruppen bereitzustellen, fördert die Deutsche Krebshilfe das sogenannte „KOKON“-Projekt, ein Zusammenschluss mehrerer Kliniken und Forschungsinstitutionen.

„Mit diesem Kompetenznetzwerk kommt die Deutsche Krebshilfe dem Wunsch vieler Patienten nach, verlässliche Informationen über komplementäre Therapieverfahren zu erarbeiten und bereitzustellen. Wir wollen eine qualitätsgesicherte Informationsplattform schaffen, auf die alle Krebspatienten zugreifen können.“

Die FSH fordert die Ärzte auf, das Bedürfnis von Krebspatienten nach ergänzenden, komplementären Maßnahmen ernst zu nehmen und mit ihnen darüber das Gespräch zu suchen. „Sie müssen sich über die umfangreichen Angebote der Komplementärmedizin informieren, insbesondere derjenigen Maßnahmen, die gerade en vogue sind, um ihre Patienten sachgerecht beraten zu können“, meint Meißler.

Pressemitteilung der FSH e.V.
Caroline Mohr, Referentin für Presse und Öffentlichkeitsarbeit, Pressestelle FSH e.V., Tel.: 0228 / 33 88 94 - 408, eMail: c.mohr@frauenselbsthilfe.de
29.08.2013
22.06.2017, 11:21 | tsc
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