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  • Thomas Schönemann

Prostatakrebs Selbsthilfe

Patienten beraten Patienten - Prostatakrebs-Beratungshotline steht helfend zur Seite

Patienten beraten Patienten - Prostatakrebs-Beratungshotline steht helfend zur Seite. © Foto: Günter Havlena / pixelio.de
Patienten beraten Patienten - Prostatakrebs-Beratungshotline steht helfend zur Seite. © Foto: Günter Havlena / pixelio.de

In Deutschland erkranken jährlich 68.000 Männer an Prostatakrebs. Gehört man eines Tages selbst zu den Betroffenen, ändert sich die persönliche Situation außerordentlich. Ein Berg Fragen türmt sich auf: Wo finde ich Informationen? Wer kann mir helfen? Was bedeuten die Fachbegriffe? Und was kann ich für meine Lebensqualität tun?

Hier setzt die Arbeit der Beratungshotline des Bundesverbandes Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. (BPS) an. Seit 2008 bietet der Verband die kostenlose, telefonische Beratung für Patienten an. Das Besondere: Die ehrenamtlichen Hotline-Berater sind selbst Betroffene. Sie haben ihren Prostatakrebs überwunden oder gelernt, mit ihm zu leben. Die Berater haben Zeit und Verständnis. Ihr Wissen über die Krankheit rührt von eigener Erfahrung und von speziellen Schulungen. Die wissenschaftliche Grundlage ihrer Beratungen ist die interdisziplinäre Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Urologie. In Ruhe das zu fragen, was beim Arzttermin aus Zeitgründen nicht möglich schien, Ängste und Sorgen auszusprechen, das bietet die BPS-Hotline Information-Suchenden an.

Ein Anruf ersetzt nicht das Gespräch mit dem Arzt. Aber die Berater beantworten Verständnisfragen, geben Anregungen und Tipps aus eigener Erfahrung und helfen bei der Suche nach Kontaktadressen von Ärzten und Kliniken.

In den vergangenen Jahren konnten die Hotliner in über 6000 Fällen Unterstützung und Hilfe anbieten. Derzeit sind zwölf Mitarbeiter in der Beratung tätig und nehmen bis zu 16 Anrufe täglich entgegen. „Die durchschnittliche Gesprächsdauer liegt bei 21 Minuten. Fast jeder zweite Anrufer sucht vor einer Therapieentscheidung den Kontakt mit der Hotline“, so BPS-Vorstandsmitglied Paul Enders. Sechs gute Hotline-Jahre für Mitbetroffene und ihre Nächsten motivieren die Berater auch zukünftig mit offenem Ohr, Verständnis und gutem Rat zu helfen.

Weitere Informationen und Kontakt:

Beratungshotline Prostatakrebs – Patienten beraten Patienten
Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, jeweils 15 bis 18 Uhr (außer Feiertage)
Tel.: 0800 70 80 123, gebührenfrei aus dem deutschen Festnetz
Tel.: +49 (0)228 28 645 645, gebührenpflichtig aus dem Mobilfunknetz sowie aus dem Ausland
Bestellung von Infomaterial zur Auslage, z.B. in Arztpraxen und Apotheken: beratungshotline@prostatakrebs-bps.de

Über den BPS:

Der gemeinnützige Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e. V. (BPS) wurde im Jahr 2000 gegründet und hat seinen Sitz im Haus der Krebs-Selbsthilfe in Bonn. Dem BPS gehören 240 Selbsthilfegruppen an. Der Verband steht unter der Schirmherrschaft der Deutschen Krebshilfe und ist europaweit die größte und weltweit die zweitgrößte Organisation von und für Prostatakrebspatienten. Der BPS ist Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband, in der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe sowie der europäischen Prostatakrebs Selbsthilfevereinigung "Europa UOMO". In 2014 wurde der BPS von der Deutschen Gesellschaft für Urologie mit dem Preis „Förderer der Urologischen Wissenschaft“ ausgezeichnet.

Pressemitteilung des Bundesverbandes Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. (BPS)
Carolin Stock, Bundesgeschäftsstellenleiterin, Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V., Haus der Krebs-Selbsthilfe, Thomas-Mann-Str. 40, 53111 Bonn, Tel.: 0228 / 338895-02, Fax: 0228 / 338895-10, eMail: carolin.stock@prostatakrebs-bps.de
23.10.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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