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  • Denise Reimbold

Bayerische Krebsgesellschaft e.V.

Psychosoziale Krebsberatungsstelle Bayreuth feiert 10-jähriges Jubiläum in neuen Räumen

10 Jahre Psychosoziale Krebsberatung in Oberfranken. © Foto: Dörthe Huth / pixelio.de
10 Jahre Psychosoziale Krebsberatung in Oberfranken. © Foto: Dörthe Huth / pixelio.de

2003 eröffnete die Bayerische Krebsgesellschaft e.V. mit der Psychosozialen Krebsberatungsstelle in Bayreuth die erste Beratungsstelle für Krebspatienten in Oberfranken. Bisher gab es dort noch keine vergleichbaren Angebote für Betroffene aus der Region, so dass die Nachfrage kontinuierlich anstieg: So verdreifachte sich die Zahl der jährlichen Beratungen in zehn Jahren von rund 420 im Jahr 2003 auf rund 1.400 Beratungen im Jahr 2013.

Auch die Anfragen der Ratsuchenden wurden im Laufe der Jahre zunehmend komplexer. Fragten Erkrankte in der Anfangszeit zunächst „nur“ nach Informationsmaterial über die Erkrankung und deren Behandlung, so bestimmen heute zunehmend mehr psychosoziale Aspekte der Krankheitsverarbeitung den Beratungsalltag. Betroffene fragen u. a. danach, was sie aktiv tun können, um die Erkrankung besser zu bewältigen, wie sie mit Ängsten und Sorgen umgehen oder wie Angehörige Erkrankte gezielt entlasten können. Auch sozialrechtliche Fragen und Probleme oder Widerspruchsverfahren mit Leistungsträgern tauchen immer häufiger in der Beratung auf. Seit 2006 unterstützt deshalb zusätzlich eine Fachanwältin für Sozialrecht die Beratungsstelle ehrenamtlich bei schwierigen Fragen.

Die beiden Psychoonkologinnen Karin Schulz und Dr. Ruperta Mattern nehmen sich Zeit für das persönliche Gespräch mit ihren Klienten und entwickeln gemeinsam mit ihnen individuelle Strategien zur Krankheitsbewältigung und Entlastung. Vielen Erkrankten hilft dabei auch der Kontakt in eine der rund 20 Selbsthilfegruppen in und um Bayreuth, die von der Bayerischen Krebsgesellschaft e. V. gefördert werden. Auch für junge Krebskranke gibt es seit 2013 die Selbsthilfegruppe „einfach JETZT“.

Die Beratungsstelle bietet regelmäßig Vorträge zu verschiedenen Themen, wie z. B. „Krebs und Ernährung“, „Komplementärmedizin“, „Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung“ und gemeinsam mit dem Evangelischen Bildungswerk auch Vorträge zur Trauerbegleitung. Sehr gut angenommen werden auch die Kurse: „In Balance – Wege für ein ausgeglichenes Leben mit und nach Krebs“, „Qi Gong“, „Walk in Balance – meditatives Nordic Walking“, „Laufen und Verschnaufen“. Ab Juli 2014 gibt es auch eine Rehabilitationssportgruppe.

Die gestiegene Nachfrage und die komplexen Probleme der Klienten erforderten auch eine stärkere Vernetzung der Krebsberatungsstelle Bayreuth mit Ärzten an Kliniken und in Praxen sowie onkologischen Fachgruppen in Oberfranken. Seit 2006 erweiterte sich dieses psychoonkologische Netzwerk auch auf die Psychoonkologische Dienste (PODs), die von der Bayerischen Krebsgesellschaft e.V. in Kooperation mit den Kliniken in Bayreuth (2006), Lichtenfels (2009), Bayreuth Herzoghöhe (2010) und Kulmbach (2012) gegründet wurden.

Die Zahl der jährlichen Krebsneuerkrankungen in Oberfranken beträgt rund 6.800 (im Jahr 2010). Davon entfielen im gleichen Jahr insgesamt 1.027 Krebsneuerkrankungen auf die Stadt und den Landkreis Bayreuth. Quelle: Jahresbericht 2012 des Bevölkerungsbezogenen Krebsregisters Bayern. Krebs in Bayern in den Jahren 2009 und 2010, www.krebsregister- bayern.de. Weitere Infos unter: www.bayerische-krebsgesellschaft.de

Kontakt: Psychosoziale Krebsberatungsstelle Bayreuth der Bayerischen Krebsgesellschaft e.V., Maximilianstraße 52– 54, 95444 Bayreuth, Tel. 0921 - 150 30 -44, Fax: 0921 - 150 30 -46, Email: brs-bayreuth@bayerische-krebsgesellschaft.de

Die Bayerische Krebsgesellschaft e.V. hilft seit 1925 Menschen mit Krebs und deren Angehörigen bei der Bewältigung der Krankheit. In 21 Krebsberatungsstellen und Psychoonkologischen Diensten (PODs) in Bayern beraten qualifizierte Mitarbeiter Ratsuchende und begleiten sie in allen psychischen und sozialen Fragen – kompetent, vertraulich und kostenfrei. Vorträge und Kurse sowie medizinische Fragestunden ergänzen unser umfassendes Angebot. Unsere rund 200 ehrenamtlich tätigen Selbsthilfegruppen, die wir bei ihrer Arbeit professionell unterstützen, leisten in ganz Bayern unschätzbare Hilfestellung: von Betroffenen für Betroffene - direkt vor Ort. Darüber hinaus engagieren wir uns in der Versorgungsforschung, der Fortbildung von onkologischen Fach- und Pflegekräften, der Krebsfrüherkennung und beraten politische Gremien. Die Bayerische Krebsgesellschaft finanziert ihre Arbeit durch öffentliche Gelder und Spenden.

Spendenkonto Nr. 780 17 00, Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 700 205 00 IBAN: DE02700205000007801700, BIC: BFSWDE33MUE

Pressemitteilung Bayrische Krebsgesellschaft E.V
Psychosoziale Krebsberatungsstelle Bayreuth, Maximilianstraße 52– 54, 95444 Bayreuth, Tel.: 0921 / 150 30 -44, Fax: 0921 / 150 30 -46, eMail: brs-bayreuth@bayerische-krebsgesellschaft.de
25.06.2014
22.06.2017, 11:21 | dre
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