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  • Steffen Heimbürge

Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft

SAKG-Zukunftswerkstatt "Gemeinsam sind wir stärker" für SHG in Bad Salzelmen

Gemeinsam sind wir stärker! © Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de
Gemeinsam sind wir stärker! © Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Am Samstag, den 13. Dezember 2014, in der Zeit von 10:00 Uhr bis 15:00 Uhr veranstaltet die Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft e. V. (SAKG) eine Zukunftswerkstatt für Krebsselbsthilfegruppen. Für Gruppenleiter und interessierte Gruppenmitglieder werden Themen wie "Fördermittelbeantragung", "Tipps für die Pressearbeit", "Aktuelles aus der psychosozialen Beratungsarbeit: Wissenswertes für Selbsthilfegruppenleiter" angeboten und können in anschließenden Diskussionsrunden mit Erfahrungsaustausch gemeinsam besprochen werden.

Kompetente Referenten aus den Bereichen Krankenkasse, Presse und Krebsberatung stehen mit Rat und Tat zur Seite. Eine Anmeldung ist über die Geschäftsstelle der SAKG möglich (Telefon: 0345 4788110, Fax: 0345 4788112, E-Mail: projekte@sakg.de).

Zukunftswerkstatt „Gemeinsam sind wir stärker“ für Krebsselbsthilfegruppen
13. Dezember 2014 (Samstag), 10:00 Uhr bis 15:00 Uhr
Waldburg-Zeil Kliniken GmbH & Co. KG
Rehabilitationsklinik Bad Salzelmen
Badepark 5
39218 Schönebeck/Bad Salzelmen

Hintergrund

Selbsthilfe: Vielfalt, die Mut macht und Mut braucht.

Menschen mit einer Krebserkrankung gelingt durch den Austausch in Selbsthilfegruppen, trotz Handicap mehr Lebensqualität und Lebensfreude zu entwickeln. Selbsthilfegruppen sind eine erfolgreiche Form des bürgerschaftlichen Engagements, die stetig gewachsen und heute aus dem Gesundheitswesen nicht mehr wegzudenken ist. So auch die Arbeit der mehr als 110 Krebs-Selbsthilfegruppen in Sachsen-Anhalt. „Ihre eigentliche Stärke beziehen die Gruppen mit ihren Mitgliedern aus der Selbstbetroffenheit und den damit zusammenhängenden Austauschmöglichkeiten. Insofern ist die Wahrnehmung von Selbsthilfegruppen als Teil einer Versorgungskette eindeutig Teil einer Erfolgsstory, stellt die Akteure jedoch aufgrund des Erwartungsdrucks auch vor erhebliche Probleme“, erklärt Sven Weise, Geschäftsführer der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft. Sich auf die neuen möglichen Rollen der Selbsthilfe in zukünftigen integrierten Versorgungsstrukturen vorzubereiten, heißt gleichzeitig, alle möglichen Zukunftsszenarien zu betrachten. „Insbesondere die Herausforderungen durch die demographische Entwicklung in Sachsen-Anhalt, die komplexeren Modelle in der Finanzierung der Selbsthilfe, das Lernen einer aktiven Kommunikation zu neuen Mitgliedern, die Ansprache und Einbindung junger Krebsbetroffener und ihrer Angehörigen, das Nutzen oder Nichtnutzen neuer Medien oder das Verabreden der Verantwortungsübernahme mehrerer Mitglieder in der Gruppe, stellt den einen oder anderer Gruppenleiter bzw. die ganze Selbsthilfegruppe vor neue Aufgaben“, so Sven Weise.

Es ist gut, sich in „eigener Sache“ stark zu machen. Dazu sind aber Rahmenbedingungen nötig. Die Selbsthilfeförderung schafft Möglichkeiten, aber auch Abhängigkeiten, provoziert „Dankbarkeit“ und verschleiert die „Ansprüche“, sie verleitet die Förderer zu Forderungen, ist aber unverzichtbar für viele Selbsthilfegruppen!

In den letzten Jahren sind die Rahmen der Selbsthilfeförderung für Gruppenleiter und Schatzmeister komplexer geworden. Dabei sind demografischer Wandel, eine multikulturelle Gesellschaft und die soziale Spaltung alte und neue Herausforderungen. Die Selbsthilfeunterstützung und Selbsthilfeförderung haben mehr denn je ihre Berechtigung. Selbsthilfe braucht grundsätzlich bessere bzw. förderlichere Rahmenbedingungen. Und Selbsthilfe muss man sich leisten können!

Die Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft ist erster Anlaufpunkt für alle Menschen in Sachsen-Anhalt, die von einer Krebserkrankung betroffen sind. Krebserkrankten, Angehörigen, Freunden und Bekannten vermitteln wir professionelle Hilfsmöglichkeiten und Beratungsangebote und unterstützen und begleiten so ein Leben mit der Erkrankung. Wir beantworten Fragen zum Thema Krebs und finden einen geeigneten Ansprechpartner für Ratsuchende. Das Anliegen unserer Arbeit wird durch das Motto „Durch Wissen zum Leben“ getragen. Ziel der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft e.V. ist die Verbesserung der Versorgung von Krebskranken in Sachsen-Anhalt. Wir finanzieren unsere Arbeit aus Spenden, Mitgliedsbeiträgen und Zuwendungen. Unser Online-Beratungsangebot erreichen Sie unter www.krebsberatung-online.de

Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft bietet Beratung für Kinder krebskranker Eltern
Die Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft wendet sich mit einem speziellen Beratungsangebot an Familien mit Kindern, in denen ein oder beide Elternteile an Krebs erkrankt sind. Kern des Angebots ist eine regelmäßige Sprechstunde. In diesem Rahmen wollen die Mitarbeiter der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft möglichst früh an betroffene Familien herantreten.

Presseinformation der SAKG
Jana Krupik-Anacker / Sven Hunold, Tel.: 0345 / 4788110, Fax: 0345 / 4788112, eMail: redaktion[at]sakg.de
09.12.2014
22.06.2017, 11:21 | she
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