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Herzkissen-Werkstatt

Think Pink! – Nähcafé in Halle (Saale)

Einblick in die Arbeit, wie Herzkissen gemacht werden. © Foto: Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft e. V.
Einblick in die Arbeit, wie Herzkissen gemacht werden. © Foto: Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft e. V.

Am Montag, den 5. Oktober 2015, findet in der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft (SAKG), in Halle (Saale), wieder ein Nähcafé unter dem Motto „Think pink!“ (deutsch: „Denk pink!“) statt. Erfahrene NäherInnen und Interessierte sind eingeladen, so genannte Herzkissen für Brustkrebserkrankte in Sachsen-Anhalt zu nähen und individuelle Ideen zur Krankheitsbewältigung Betroffener umzusetzen.

Ein „Herzkissen“ kann nach einer Brustkrebsoperation Druck- und Wundschmerzen in den Achselhöhlen mindern. Sie passen sich durch ihre spezielle Form besonders gut an den Körper an. Es schützt vor Stößen und erleichtert das Liegen auf der Seite. Das ausschließlich im Ehrenamt gefertigte Kissen wird direkt nach der Operation im Krankenhaus an Betroffene verschenkt. Seit drei Jahren erhalten alle 2.000 operierten Brustkrebsbetroffenen Frauen und auch 30 betroffene Männer ein Herzkissen von der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft und ihren Helfern.

„THINK PINK!“ – Nähcafé in der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft
5. Oktober 2015 (Montag), 9:30 Uhr bis 12:00 Uhr
Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft e. V., Veranstaltungsraum
(Gelände der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland, Haus 3, 3. Etage)
Paracelsusstraße 23
06114 Halle (Saale)

Nähmaschinen sind vorhanden, können aber auch mitgebracht werden. Das aus Spenden finanzierte Material für die Herzkissen wird von der SAKG zur Verfügung gestellt. Eine Anmeldung ist erforderlich (Telefon: 0345 4788110 oder E-Mail: info@sakg.de).

Das Herzkissen-Projekt wird unterstützt durch die AKTION MENSCH.
Weitere Termine: 16. November 2015, 7. Dezember 2015 und 18. Januar 2016

Hintergrund

Mit mehr als 70.000 Neuerkrankungen pro Jahr in Deutschland ist Brustkrebs die häufigste Krebserkrankung bei Frauen, allein in Sachsen-Anhalt gibt es etwa 2.600 Neuerkrankungen jährlich. Die Diagnose Brustkrebs ist für alle Betroffenen ein Schock.

Die häufigste Therapieoption ist die Operation an der Brust. Viele Patientinnen klagen danach über Druck- und Wundschmerzen in den Achselhöhlen. Eine aus Amerika stammende Idee von selbstgenähten „Herzkissen“ konnte hier Abhilfe schaffen. Sie passen sich durch ihre spezielle Form und die weiche Füllung besonders gut an den Körper an. Das Kissen erleichtert insbesondere das Liegen auf der Seite. Es schützt vor Stößen und später vor dem Sicherheitsgurt beim Autofahren. Das Kissen wird direkt nach der Operation noch im Krankenhaus an Betroffene verschenkt.

Gefertigt werden die 40 mal 50 Zentimeter großen, mit spezieller Füllung gestopften und bei 60 Grad waschbaren Kissen nicht industriell, sondern in Handarbeit von ausschließlich freiwilligen Helfern.

Die Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft hat vor mehr als fünf Jahren mit dem Projekt „Kleines Herz mit großer Wirkung“ eine ehrenamtliche Initiative in Halle (Saale) gestartet und inzwischen sachsen-anhalt-weit etabliert. Ziel ist, insbesondere durch die finanzielle Unterstützung von Spendern, dass jede operierte Brustkrebspatientin über ein eigenes Kissen als praktischen Helfer und Trostspender verfügt. Der Bedarf liegt bei ca. 1.800 bis 2.000 Kissen im Jahr. Der finanzielle Materialaufwand beträgt dabei ca. 10.000 Euro.

Pressemitteilung Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft e. V.
Jana Krupik-Anacker / Sven Hunold, Redaktionsleitung „leben“, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft e.V., Paracelsusstraße 23, 06114 Halle (Saale), Tel.: 0345 4788110, Fax: 0345 4788112, eMail: redaktion@sakg.de
01.10.2015
22.06.2017, 11:21 | tsc
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