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Universitätsklinikum Düsseldorf

Universitätstumorzentrum Düsseldorf beantwortet Fragen zu Familiärem Krebsrisiko und Vorsorge

Generationen. © Foto: korkey / pixelio.de
Generationen. © Foto: korkey / pixelio.de

Einige Krebsarten können familiär gehäuft auftreten und erblich bedingt sein. Sie können bei einer Person oder in einer Familie schon im frühen Lebensalter zahlreich auftreten. Zu diesen sogenannten Tumorsyndromen bietet das Universitätstumorzentrum des Universitätsklinikums Düsseldorf am Samstag, den 6. September 2014, im Rahmen seines dritten Patienten-Info-Tages von 16.00 Uhr bis 17.30 Uhr eine Fragestunde in kleinerer Runde.

Krebs ist die zweithäufigste Todesursache in westlichen Ländern. Das Erkrankungsrisiko steigt vor allem mit dem Alter. Einige Krebsarten können jedoch familiär gehäuft auftreten und erblich bedingt sein. Prominentes Beispiel ist die Schauspielerin Angelina Jolie, die die genetische Neigung zu „familiärem Brustkrebs“, eines spezifischen Typs von Brustkrebs in sich trägt. Erblich bedingte Krebsarten können bei einer Person oder in einer Familie schon im frühen Lebensalter zahlreich auftreten.

Zu diesen sogenannten Tumorsyndromen bietet das Universitätstumorzentrum des Universitätsklinikums Düsseldorf am Samstag, den 6. September 2014, im Rahmen seines dritten Patienten-Info-Tages von 16.00 Uhr bis 17.30 Uhr eine Fragestunde in kleinerer Runde. Herzlich eingeladen sind alle Krebs-Patienten, ihre Angehörigen sowie Interessierte.

Eine Person mit einem Tumorsyndrom hat eine gegenüber der Allgemeinbevölkerung erhöhte Neigung zu Tumoren aus einem bestimmten Tumor-Spektrum. So hat sie etwa beim Familiären Brust- und Eierstockkrebs auch eine erhöhte Neigung für beispielsweise Bauchspeicheldrüsen- und schwarzen Hautkrebs. „Tumorsyndrome sind meist genetisch bedingt, die Tumorneigung kann also an die Nachkommen weitervererbt werden“, sagt Dr. Nils Rahner, Institut für Humangenetik und Anthropologie des Universitätsklinikums Düsseldorf. „Für die angemessene Vor- bzw. Nachsorge und Abschätzung der Wahrscheinlichkeit für Krebs oder eine Zweiterkrankung ist daher die Zuordnung zu einem dieser erblichen Krankheitsbilder wichtig.“

Dies geschieht anhand bestimmter Kriterien wie der Bestimmung der Tumorerkrankungsart, des Erkrankungsalters oder der Verteilung der Tumorerkrankung innerhalb des Familienstammbaums. Bei Verdacht auf ein bestimmtes Tumorsyndrom können dann molekulargenetische Untersuchungen am Tumorgewebe und an einer Blutprobe des Betroffenen durchgeführt werden. „Die Klärung derartiger Verdachtsdiagnosen dient unter anderem dazu, den betroffenen Familien die ihrem Risiko angemessenen Früherkennungsuntersuchungen zu empfehlen“, erklärt Dr. Rahner. „Für erbliche Krebserkrankungen bieten wir eine spezielle Sprechstunde, in der genau diese Fragestellungen geklärt werden können.“

Fragestunde zum Thema „Familiäres Krebsrisiko und Vorsorge“, Patienten-Info-Tag des Universitätstumorzentrums Düsseldorf, Samstag, 6. September 2014, 16.00 Uhr bis 17.30 Uhr, Haus der Universität, Schadowplatz 14, 40212 Düsseldorf, die Veranstaltung ist kostenlos, vorherige Anmeldungen sind nicht nötig.

Sprechstunde: Universitätsklinikum Düsseldorf, Institut für Humangenetik, Tel.: 0211/81-12355Kontakt: Prof. Dr. Norbert Gattermann, Geschäftsführender Leiter des Universitätstumorzentrums Düsseldorf, Tel.: 0211 / 81 08200, E-Mail: UTA@med.uni-duesseldorf.de

Pressemitteilung Universitätsklinikum Düsseldorf
Susanne Dopheide, Tel.: 0211 / 8 10 41 73, Fax: 0211 / 8 10 49 08, eMail: susanne.dopheide@ med.uni-duesseldorf.de
29.08.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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