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  • Thomas Schönemann

Halle (Saale)

Vortrag: Trauerbewältigung – Leben mit Tod und Trauer

Trauernde. © Foto: Martin Jäger / pixelio.de
Trauernde. © Foto: Martin Jäger / pixelio.de

Am Mittwoch, den 20. Mai 2015, findet um 17:00 Uhr bei der Sachsen-Anhaltischen Krebsgesellschaft (SAKG), Paracelsusstraße 23, in 06114 Halle (Saale) der Vortrag "Trauerbewältigung – Leben mit Tod und Trauer" statt. Gerhard Packenius, Pfarrer, Hospiz-Seelsorger und Gestalttherapeut aus Halle (Saale), spricht über die anspruchsvollen Aufgaben bei der Versorgung in den letzten Lebensphasen eines Menschen, in Krisensituationen und von Angehörigen.

Ein Verständnis für Zusammenhänge kann beim Trauern sehr helfen. Neben dem Vortrag gibt es genügend Raum für Fragen und gedanklichen Austausch untereinander. Krebsbetroffene, deren Angehörige sowie die interessierte Bevölkerung sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist kostenfrei!

Vortrag „Trauerbewältigung – Leben mit Tod und Trauer“
20. Mai 2015 (Mittwoch), 17:00 Uhr
Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft e. V.
Veranstaltungsraum
(Gelände der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland, Haus 3, 3. Etage)
Paracelsusstraße 23
06114 Halle (Saale)

Hintergrund

Trauer beginnt nicht mit dem Tod. Schon der drohende Verlust eines Menschen bringt heftige, manchmal widersprüchliche Gefühle hervor und löst meist Ängste, tiefe Verzweiflung oder Schock aus. Ähnlich dem Stresssyndrom kann dies akute Stressreaktionen und Vermeidungsverhalten hervorrufen.

Menschen in schmerzlichen Situationen benötigen Zeit und Raum, um sich mit der Situation auseinandersetzen zu können. Mit Hilfe eines Trauerbegleiters bzw. Seelsorgers kann Trauerarbeit eine Stütze sein, damit losgelassen und der Verlust verarbeitet werden kann. Sterbephasen sind Trauerphasen – in diesen Phasen geht es um hilfreiche Begleitung.

Angehörige können dabei die Rolle als Unterstützerquelle übernehmen. Aber auch sie selbst sind Betroffene und bestreiten damit eine hoch belastende Doppelrolle. Sie sind Leid-Tragende und Leidende gleichermaßen. Die Unterschiedlichkeit der Abfolge der Trauerphasen bei Erkrankten und Angehörigen führt oft zu Unverständnis untereinander. Die Kommunikation kann gestört sein: man will sich gegenseitig schonen; man will den anderen schützen und deshalb den eigenen Schmerz und die Trauer verbergen. Ein Verständnis für diese Zusammenhänge kann Angehörige entlasten und sie befähigen, die Sprachfähigkeit wiederherzustellen und die „Traueraufgaben“ zu bewältigen.

Presseinformation Sachsen-Anhaltische Krebsgesellschaft e.V.
Jana Krupik-Anacker / Sven Hunold, Tel.: 0345 / 4788110, Fax: 0345 / 4788112, eMail: redaktion@sakg.de
13.05.2015
22.06.2017, 11:21 | tsc
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