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  • Thomas Schönemann

Aktuelle forsa-Umfrage

Zu wenig Frauen kennen den möglichen Zusammenhang von erhöhtem Cholesterin und Brustkrebs

Brustkrebs: Fast jede zweite Bundesbürgerin hat Angst vor der häufigsten weiblichen Krebserkrankung. © Foto: RainerSturm / pixelio.de
Brustkrebs: Fast jede zweite Bundesbürgerin hat Angst vor der häufigsten weiblichen Krebserkrankung. © Foto: RainerSturm / pixelio.de

Diagnose Brustkrebs - und plötzlich ist nichts mehr so, wie es vorher war. Jedes Jahr bekommen in Deutschland mehr als 70.000 Frauen* diese Hiobsbotschaft. Eine aktuelle forsa-Umfrage im Auftrag des 19,6 Millionen Klubs - eines gemeinnützigen Vereins, der sich für frauenspezifische Medizin in Deutschland stark macht - zeigt, dass fast jede zweite Bundesbürgerin Angst vor der häufigsten weiblichen Krebserkrankung hat.

Sie belegt außerdem, dass kaum eine vom möglichen Zusammenhang zwischen erhöhten Cholesterinwerten und dem Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, gehört hat. 54 Prozent der befragten Frauen kennen ihre Cholesterinwerte nicht einmal. Aber die Kenntnis des eigenen Cholesterinspiegels ist der erste Schritt aktiv zu werden.

Insgesamt 504 Frauen ab dem 30. Lebensjahr wurden vom Berliner Meinungsforschungsinstitut forsa befragt. 42 Prozent der Frauen haben sich schon einmal Sorgen gemacht, Brustkrebs zu bekommen. Obwohl die Erkrankungsrate mit zunehmendem Alter ansteigt, macht Brustkrebs den 45- bis 59-jährigen Befragten mit 44 Prozent weniger Angst als den jüngeren Frauen (53 Prozent). Nur 20 Prozent der Frauen meinen, dass zu hohe Cholesterinwerte ihr Risiko erhöhen können. Die meisten (66 Prozent) glauben das eher nicht. 31 Prozent der Befragten würden dennoch zukünftig stärker darauf achten, ihre Cholesterinwerte kontrollieren zu lassen und im Normbereich zu halten. 36 Prozent wollen das trotz des Wissens um die neuen Studienergebnisse nicht tun.

19,6 Millionen Klub rät zur Kenntnis des eigenen Cholesterinwertes

Im Rahmen einer US-Studie des Duke University Medical Center** in Durham, North Carolina, haben Laborexperimente gezeigt, dass Oxysterol dieselbe krebsfördernde Wirkung wie das weibliche Sexualhormon Östrogen besitzt. Das Abbauprodukt des Cholesterinstoffwechsels dockt sich an die gleichen Bindungsstellen von Brustkrebszellen an und kann das Wachstum eines bösartigen Tumors fördern. "Diese Studie macht klar, wie wichtig es für eine Frau ist, ihre Cholesterinwerte zu kennen", betont Helga Wachtmeister, Bundesvorsitzende des 19,6 Millionen Klubs. "Deshalb rate ich auch jeder Frau, ihren Cholesterinwert bestimmen zu lassen. Denn nur wer darüber Bescheid weiß, kann aktiv werden und einem möglichen Risiko entgegenwirken." Der gemeinnützige Verein (www.19.6millionenklub.de) macht sich stark für die Gesundheit der 19,6 Millionen deutschen Frauen über 45 Jahre - für eine optimale Gesundheitsförderung und Lebensqualität. Er klärt bundesweit über aktuelle Entwicklungen in der frauenspezifischen Gesundheitsmedizin auf und unterstützt Projekte und Forschungseinrichtungen, die sich mit Gender-Medizin befassen.

Cholesterin - Die Kenntnis wächst mit dem Alter

Wissensdefizit: 54 Prozent der befragten Frauen kennen ihre Cholesterinwerte nicht. Das Gesundheitsinteresse wächst offenkundig mit zunehmendem Alter. Während bei den 30- bis 44-jährigen Frauen noch 74 Prozent nicht Bescheid wissen, sind es bei den 45- bis 59-jährigen schon deutlich weniger (55 Prozent). Mit Abstand am besten im Bilde ist die Generation 60 plus, denn immerhin gibt mehr als die Hälfte (58 Prozent) von ihnen an, die eigenen Cholesterinwerte zu kennen. Das Gros der befragten Frauen (59 Prozent) hat nicht die Absicht, diese wichtigen Blutparameter im nächsten halben Jahr vom Arzt bestimmen zu lassen. Nur 40 Prozent wollen in diesem Zeitraum zum Check-up gehen. Im Vergleich zu den 30- bis 44-Jährigen (27 Prozent) äußern ältere Frauen ab 60 vergleichsweise häufig (52 Prozent) die Absicht zu dieser Vorsorgemaßnahme. Am größten ist die Bereitschaft mit 54 Prozent bei Frauen mit Hauptschulabschluss. Zum Vergleich: Nur 31 Prozent der Frauen mit Abitur/Studium wollen ihren Cholesterinspiegel in den kommenden sechs Monaten bestimmen lassen.

Pflanzliche Fette - Für eine cholesterinbewusste Ernährung unverzichtbar

Deutlich besser sieht es bei der Frage nach einer präventiven Ernährung aus. 88 Prozent der befragten Frauen wissen, dass sie ihre Cholesterinwerte mit dem regelmäßigen Verzehr ungesättigter Fettsäuren, wie sie z. B. in hochwertiger Margarine und anderen pflanzlichen Streichfetten sowie Pflanzenölen enthalten sind, auf einem gesunden Niveau halten können. Der Austausch tierischer fettreicher Lebensmittel mit viel gesättigten Fettsäuren gegen die pflanzlichen Pendants mit viel mehrfach ungesättigten Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren ist Eckpfeiler einer fett- und cholesterinbewussten Ernährung.

Runter mit dem Cholesterin - mit fünf Gesund-Tipps klappt's

Dreh- und Angelpunkt eines Cholesterinspiegels im Normbereich ist neben ausreichend Bewegung eine bewusste, ausgewogene Ernährung. Mit diesen fünf Tipps können Blutfette in Balance gehalten werden:

- 5-mal am Tag zu Gemüse und Obst greifen. Fast alle Sorten sind fett- und kalorienarm und liefern Ballaststoffe, Vitamine sowie wertvolle Mineralstoffe. - Mehrmals am Tag Vollkornprodukte essen. - 2-mal pro Woche sollten Kaltwasserfische wie Makrele, Lachs oder Hering auf dem Speiseplan stehen. Sie enthalten nicht nur Jod, sondern auch Omega-3-Fettsäuren, die eine wichtige Rolle bei der cholesterinbewussten Ernährung spielen. - Pflanzliche Fette bevorzugen. Neben Margarinen, Streichfetten und Ölen sind diese auch in Nüssen zu finden. Ihre pflanzlichen, mehrfach ungesättigten Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren halten den Cholesterinspiegel auf einem gesunden Niveau. - Den Konsum von tierischen Fetten einschränken. Fettarme Fleisch- und Wurstsorten bevorzugen. Bei Milch, Milchprodukten und Käse die fettärmeren Varianten auswählen.

Weitere Informationen: 19,6 Millionen Klub, Montanusstraße 86, 41515 Grevenbroich, Tel. 02181/2131610, www.19.6millionenklub.de

* Robert Koch Institut, Zentrum für Krebsregisterdaten http://ots.de/L7c8Q ** Pressemitteilung des Duke University Medical Center vom 28.11.2013, http://ots.de/H4QD6 Cell Reports, 637-645, 14. November 2013, http://ots.de/RWEmL

Pressemitteilung 19,6 Millionen Klub
Edelman GmbH, Annika Koch, Tel.: 040 / 3747 98-21, eMail: annika.koch@edelman.com
08.05.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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