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Ältere Menschen sollten sich Medikamentenanwendung in Apotheke demonstrieren lassen

Apotheker demonstrieren bei Bedarf, wie Medikamente richtig angewendet werden. © Foto: obs/ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände
Apotheker demonstrieren bei Bedarf, wie Medikamente richtig angewendet werden. © Foto: obs/ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Ältere Menschen, die auf Medikamente angewiesen sind, sollten sich die richtige Anwendung in der Apotheke demonstrieren lassen. "Tabletten einzunehmen ist relativ einfach. Aber bei technisch aufwändig verpackten Medikamente wie Augentropfen, Trockensäften oder Medikamenten zur Inhalation passieren älteren Menschen häufig Fehler", sagt Wolfgang Pfeil, Mitglied des Geschäftsführenden Vorstands der Bundesapothekerkammer.

Ob ein Medikament zuzahlungsfrei ist, kann jeder Patient auch aktuell in der Zuzahlungsbefreiungsliste des Verbraucherportals APONET unter www.aponet.de nachschlagen. Darauf macht der Deutsche Apothekerverband (DAV) alle gesetzlich versicherten Patienten aufmerksam.

Für sinkende oder steigende Zuzahlungen kann es verschiedene Gründe geben. So können die Festbeträge - das sind Erstattungshöchstbeträge aller gesetzlichen Krankenkassen - angepasst werden; somit verändern sich auch die Zuzahlungsbefreiungsgrenzen, die jeweils 30 Prozent darunter liegen. Zudem können die pharmazeutischen Unternehmer ihre so genannten Herstellerabgabepreise erhöhen oder senken. Nicht zuletzt treten immer wieder neue Rabattverträge einzelner Krankenkassen in Kraft, wobei jede Kasse selbst entscheiden kann, ob sie ihre Versicherten dann komplett oder zumindest zur Hälfte von der gesetzlichen Zuzahlung befreit.

Bei rezeptpflichtigen Arzneimitteln müssen Patienten 10 Prozent des Preises zuzahlen. Mindestens müssen es 5 Euro, höchstens dürfen es 10 Euro sein. Die Zuzahlung ist jedoch immer begrenzt auf die tatsächlichen Kosten des Medikaments. Im Durchschnitt fallen rechnerisch 2,60 Euro pro Packung an, wobei eben auch zuzahlungsfreie Medikamente in die Kalkulation einfließen (Stand: 2013). Alle Apotheken sind gesetzlich verpflichtet, die Zuzahlungen für die Krankenkassen von den Versicherten einzufordern und weiterzuleiten. Mit 2,0 Mrd. Euro erreichten die Patientenzuzahlungen im Jahr 2013 einen neuen Höchststand zugunsten der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

Weitere Informationen unter www.abda.de und www.aponet.de

Pressemitteilung ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände
Dr. Ursula Sellerberg, MSc, Stellv. Pressesprecherin,Tel.: 030 / 40004-134, eMail: u.sellerberg@abda.de
24.10.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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