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Deutsche Krebsgesellschaft e.V.

Darmkrebs-Kommunikationspreis zum vierten Mal verliehen

Brandenburger Tor Berlin. © Foto: Carl-Ernst Stahnke / pixelio.de
Brandenburger Tor Berlin. © Foto: Carl-Ernst Stahnke / pixelio.de

Die Deutsche Krebsgesellschaft, die Stiftung LebensBlicke und die Roche Pharma AG verleihen zum vierten Mal den Darmkrebs-Kommunikationspreis. Zwei Preisträger wurden für Ihr Engagement gegen Darmkrebs gewürdigt.

Von besonderer Bedeutung im Kampf gegen den Krebs und für die Bewältigung des Lebens mit dieser schweren Erkrankung sind seit vielen Jahren die Initiativen von Einzelpersonen, Vereinen und Stiftungen. Mit der Verleihung des „Darmkrebs-Kommunikationspreises“ durch die Deutsche Krebsgesellschaft, die Stiftung LebensBlicke und die Roche Pharma AG wird insbesondere die engagierte Arbeit dieser Menschen in den vielfältigen Initiativen gewürdigt. Kreative Lösungsansätze, die zur Aufklärung und Informationsvermittlung zum Thema Darmkrebs beitragen, sollen einem breiteren Publikum vorgestellt werden. 

Der mit 10.000 Euro dotierte Darmkrebs-Kommunikationspreis 2011 wurde im Rahmen des 30. Deutschen Krebskongresses vom 22. bis 25. Februar 2012 in Berlin zu gleichen Teilen an zwei Projekte verliehen:

„RBRS-Aktionstag gegen Darmkrebs“ im Rahmen der Kampagne „Gemeinsam gegen Darmkrebs“ des Integrativen Darmzentrums Bonn/Rhein-Sieg (IDZB), eingereicht von Herrn PD Dr. med. Christoph Schmidt (Vorsitzender IDZB)

Begründung der Jury: Das Projekt zeichnet sich durch einen kreativen Kommunikationsansatz aus. Die umfassenden Informationen über Darmkrebs und die Möglichkeiten der Vermeidung und Behandlung wurde in vielfältiger Form in der Bevölkerung verbreitet. Insbesondere die Kooperation mit dem regionalen Radiosender „Radio Bonn-Rhein/Sieg“ wurde als richtungweisend eingestuft. 

„Familiärer Darmkrebs“ in Deutschland – Eine Analyse von Information, Beratung und Vorsorge in Familien mit Lynch Syndrom, eingereicht von Herrn Dr. med. Ralph Schneider (Universitätsklinikum Marburg)

Begründung der Jury: Das Projekt zeigt einen Weg auf, wie man mit einfachen Mitteln betroffene Familien auffinden und über Möglichkeiten im Umgang mit der genetischen Vorbelastung aufklären kann. Die Kontaktaufnahme zu Personen im Umfeld der Patienten ist die wirksamste Form der Sensibilisierung für das Thema familiäre Erkrankungen, um bei noch nicht Erkrankten eine Intensivierung der Früherkennung zu betreiben. 

„Wir freuen uns, zwei Projekte auszeichnen zu können, die durch ihren Modellcharakter das Potenzial haben, auch in der ganzen Fläche des Landes zu wirken“, erklärt Dr. Johannes Bruns, Generalsekretär der Deutschen Krebsgesellschaft. „Die Auswahl fiel wie in jedem Jahr schwer, da alle eingereichten Projekte durch großes Engagement der Initiatoren gekennzeichnet sind. Wir hoffen mit diesem Preis die Motivation für dieses Engagement hoch zu halten“, fügt Prof. Jürgen F. Riemann, Vorstandsvorsitzender der Stiftung LebensBlicke, hinzu.

Darmkrebs ist die Krebsart mit der höchsten Zahl der Neuerkrankungen für beide Geschlechter, etwa 65.400 pro Jahr. Jährlich sterben etwa 26.660 Menschen an Darmkrebs. Grundsätzlich gilt: Je früher der Krebs entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Trotzdem werden die Früherkennungsmaßnahmen durch die Bevölkerung viel zu wenig in Anspruch genommen. Gleichgültigkeit, Schweigen und Verdrängen können in diesem Fall aber bedeuten, die wichtigen Vorsorgeuntersuchungen zu verpassen und damit die Möglichkeit zu vergeben, eine Erkrankung frühzeitig zu erkennen bzw. vollständig zu verhindern. Das Vorsorge-/Krebsfrüherkennungsprogramm hinsichtlich der Früherkennung von Darmkrebs wurde zum 1. Oktober 2002 erweitert. Im Rahmen der Krebsfrüherkennung können gesetzlich krankenversicherte Personen im Alter von 50 bis 54 Jahren jährlich einen Test auf verstecktes Blut im Stuhl (Hämoccult®) durchführen lassen. Ab dem Alter von 55 Jahren besteht ein Anspruch auf die Durchführung einer Darmspiegelung (Koloskopie), einschließlich einer Wiederholungsspiegelung nach zehn Jahren.

Die Deutsche Krebsgesellschaft e. V. (DKG) ist das größte onkologische Netzwerk von Experten im deutschsprachigen Raum und zählt mehr als 6.600 Mitglieder. Das Internetportal www.krebsgesellschaft.de bietet Informationen für Ärzte, Patienten und Journalisten und hat im Monat über 1,2 Millionen Seitenaufrufe.

Die Stiftung LebensBlicke - Früherkennung Darmkrebs - ist die erste Stiftung in Deutschland, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Bevölkerung bundesweit umfassend über Früherkennungsmaßnahmen von Darmkrebs zu informieren und zur lebensrettenden Vorsorge zu motivieren (www.lebensblicke.de).

Pressemitteilung der Deutschen Krebsgesellschaft e.V.
Katrin Mugele, Pressestelle der Deutschen Krebsgesellschaft, Kuno-Fischer-Straße 8, 14057 Berlin, Tel.: 030 / 787 087 53, Fax: 03212 / 781 686 9, eMail: mugele@krebsgesellschaft.de
08.03.2012
22.06.2017, 11:21 | tsc
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