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Deutsche Krebshilfe

30. Todestag von Dr. Mildred Scheel

Mildred Scheel (1978). © Foto: Bundesarchiv B 145 Bild-F054905-0019, Bonn, W. und M. Scheel geben Autogramme cropped“ von Bundesarchiv_B_145_Bild-F054905-0019,_Bonn,_Walter_und_Mildred_Scheel_geben_Autogramme.jpg: Wienke, Ulrichderivative work: S
Mildred Scheel (1978). © Foto: Bundesarchiv B 145 Bild-F054905-0019, Bonn, Walter und Mildred Scheel geben Autogramme cropped“ von Bundesarchiv_B_145_Bild-F054905-0019,_Bonn,_Walter_und_Mildred_Scheel_geben_Autogramme.jpg: Wienke, Ulrichderivative work: S

Am 13. Mai 1985 starb die Gründerin der Deutschen Krebshilfe, Dr. Mildred Scheel, im Alter von 52 Jahren. Anlässlich ihres 30. Todestages fand heute auf dem Alten Friedhof in Bonn im Beisein ihrer Tochter Cornelia Scheel, dem Präsidenten der Deutschen Krebshilfe, Dr. h.c. Fritz Pleitgen, dem Vorstandsvorsitzenden der Stiftung, Gerd Nettekoven, sowie dem 1. Bürgermeister der Stadt Bonn, Reinhard Limbach, eine Kranzniederlegung statt.

Eine starke Frau mit Vision: Am 25. September 1974 gründete die damalige First Lady, die Gattin des Bundespräsidenten Walter Scheel, die Deutsche Krebshilfe. Es war Mildred Scheel ein Anliegen, den Menschen die Sprachlosigkeit zu nehmen, die sich ausbreitete, sobald es um die Krankheit Krebs ging. Als Ärztin war ihr das Leid von Betroffenen sehr bewusst und sie wollte ihnen wirksam helfen.

Mildred Scheel kämpfte für ihr Lebenswerk. Unermüdlich appellierte sie an die Bürger, Verantwortung zu übernehmen im Kampf gegen den Krebs. Sie wollte eine Bürgerbewegung dauerhaft verankern – alle sollten sich an der Krebsbekämpfung beteiligen. Viele Menschen fühlten sich der Organisation persönlich verbunden und äußerten den Wunsch, diese langfristig zu unterstützen. Daher gründete sich im November 1977 der Mildred-Scheel-Kreis als gemeinnützig anerkannter Förderverein der Deutschen Krebshilfe. Mildred Scheel betreute die Mitglieder persönlich und traf sie zu regelmäßigen Teestunden.

Im Gespräch mit Betroffenen war Mildred Scheel stets eine mitfühlende Zuhörerin, die Rat gab und Hoffnung vermittelte. Zusammen mit kompetenten ehrenamtlichen Mitstreitern aus Klinik und Forschung setzte sie sich dafür ein, dass Tumorzentren gegründet, Forschungsprojekte initiiert und die Krebsfrüherkennung vorangebracht wurden. Die Humanisierung der Behandlung von Betroffenen lag ihr besonders am Herzen. „Denn die Seele des Patienten braucht ebenso viel Hilfe wie sein Körper!“, so ihre feste Überzeugung. Mildred Scheel nutzte jede Gelegenheit bei Staatsbesuchen, öffentlichen Auftritten und politischen Veranstaltungen, um für die Deutsche Krebshilfe Spenden zu sammeln. Bereits knapp eineinhalb Jahre nach Gründung der Deutschen Krebshilfe, im Dezember 1975, waren fast fünf Millionen Euro an Spenden zusammengekommen. 1985 – im Jahr ihres Todes – lag das Spendenaufkommen schon bei 17 Millionen Euro. Im Jahr 2014, 40 Jahre nach Gründung der Organisation, waren es mehr als 96 Millionen Euro. Dieser Erfolg basiert auf dem Engagement vieler Menschen und ist, wie Mildred Scheel es einmal formulierte, „eine der größten Leistungen unserer Mitbürger auf gesundheitspolitischem Gebiet.“

Mildred Scheel starb am 13. Mai 1985 in Köln an Darmkrebs. Seit mehr als 40 Jahren hält die Hilfs- und Förderorganisation die Vision ihrer Gründerin lebendig: Krebskranken Menschen helfen und ihnen Hoffnung geben.

„Sie war und ist für uns alle ein großes Vorbild“, so Dr. h.c. Fritz Pleitgen, Präsident der Deutschen Krebshilfe. „Mildred Scheel war eine Frau, die ihre Kraft und Energie freigiebig für andere einsetzte – für Menschen, die Zuwendung ebenso brauchten wie eine nachhaltige Vertretung ihrer Interessen.“

Vieles wurde in den letzten vier Jahrzehnten angestoßen und erreicht: so hat die Deutsche Krebshilfe Krebszentren mit initiiert, die Kinderkrebsmedizin mit auf das heutige hohe Versorgungsniveau gebracht, die Palliativmedizin in Deutschland etabliert und die Krebsforschung vorangebracht. Heute können vier von fünf krebskranken Kindern und die Hälfte aller erwachsenen Krebspatienten geheilt werden. Mittlerweile ist die Deutsche Krebshilfe der bedeutendste private Geldgeber auf dem Gebiet der Krebsforschung.


Hintergrundinformation: Deutsche Krebshilfe

Nach dem Motto „Helfen. Forschen. Informieren.“ fördert die Deutsche Krebshilfe Projekte zur Verbesserung der Prävention, Früherkennung, Diagnose, Therapie, medizinischen Nachsorge und psychosozialen Versorgung einschließlich der Krebs-Selbsthilfe. Innerhalb dieses Spektrums hat die Deutsche Krebshilfe von 1974 bis heute insgesamt rund 3.900 Projekte gefördert. Weitere Informationen über Mildred Scheel, die Deutsche Krebshilfe und ihre Arbeit finden Sie unter www.krebshilfe.de

Pressemitteilung Krebshilfe
Christiana Tschoepe, Pressestelle, Deutsche Krebshilfe e.V., Tel.: 0228 / 72990-273, Fax: 0228 / 72990-11, eMail-Adresse: tschoepe@krebshilfe.de
12.05.2015
13.11.2018, 17:14 | the
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