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  • Thomas Schönemann

BKK Dachverband e.V.

Künftig den Medizinischen Dienst der Kranken- und Pflegeversicherung (MDK) modernisieren und stärken

Medizinische Dienste der Kranken- und Pflegeversicherung – gezielte Stärkung und Weiterentwicklung. © Foto: Tim Reckmann  / pixelio.de
Medizinische Dienste der Kranken- und Pflegeversicherung – gezielte Stärkung und Weiterentwicklung. © Foto: Tim Reckmann / pixelio.de

In ihren Positionen legen die für den MDK zuständigen Vertreter aus den Betriebskrankenkassen dar, wie sie sich die künftige Arbeit des Medizinischen Dienstes vorstellen und wie die Unabhängigkeit des MDK bewahrt werden kann. Dabei stellten Sie fest, dass für Patientinnen und Patienten sowie für deren Angehörige Abläufe, Entscheidungsgrundlagen und letztlich dann auch die Leistungsentscheidung der Kranken- und Pflegekassen oft unverständlich sind.

Transparenzgebot: Versicherte sollen künftig MDK-Entscheidungen besser verstehen

"Für Patientinnen und Patienten sowie für deren Angehörige sind oft Abläufe, Entscheidungsgrundlagen und letztlich dann auch die Leistungsentscheidung der Kranken- und Pflegekassen unverständlich. Anschreiben an Versicherte sollen deshalb künftig nicht nur juristisch korrekt, sondern auch nachvollziehbar, transparent und für Laien gut verständlich sein. Hier sind nicht nur die medizinischen Dienste, sondern auch die Kranken- und Pflegekassen gefordert", fordert Dietrich von Reyher, Vorsitzender des Aufsichtsrates des BKK Dachverbandes.

Medizinische Entscheidungen bleiben unabhängig

Nach wie vor gilt, dass die Selbstverwaltungsstrukturen des MDK-Systems keinerlei Einfluss auf (gutachterliche) Entscheidungen der medizinischen Dienste haben. Allerdings nehmen die BKK Selbstverwalter die öffentliche Kritik und die Forderungen der Politik ernst und entwickelten für notwendige Reformen eigene Positionen.

Einbindung von Pflegebedürftigen

Die BKK Vertreter für die MDK schlagen vor, dass auf Länderebene ein Pflegebeirat aus Vertretern der Pflegebedürftigen und deren Angehörigen eingerichtet werden soll. Der Beirat berät und unterstützt die MDK-Geschäftsführungen mit seiner Fachexpertise. "Damit wären die Interessenvertretungen der Patienten direkt eingebunden", so von Reyher.

Die Einbindung von Pflegeberufen in MDK-Gremien wird hingegen abgelehnt. Sie sind bereits ausreichend bei der Erstellung der Richtlinien auf Bundesebene beteiligt. Ihre Einbindung auf Landesebene würde außerdem die Statik eines sozialmedizinischen Dienstes als Gegengewicht zu den Leistungserbringern gefährden.

Bundesebene: Transparente Entscheidungen, Änderung der Gremienstrukturen

In ihren Positionen führen die BKK Vertreter weiter aus, wie bestehende Richtlinien besser umgesetzt werden können und sie machen Vorschläge für die Straffung der Gremienentscheidungen auf Bundesebene. Hierbei soll der auf freiwilliger Basis geschaffene Kooperationsrat künftig verbindliche Entscheidungen zu Themen von übergeordneter Bedeutung treffen können.

"Von übergeordneter Bedeutung und für alle regionalen MDK verbindlich sind beispielsweise Fragen zur Leistungs- und Kostentransparenz oder Entscheidungen zur Branchensoftware", erläutert Dietrich von Reyher.

Den vollständigen Text der Positionen der MDK-Funktionsträger des BKK Systems finden Sie als pdf-download unter: www.bkk-dv.de/politik/positionen

Pressemitteilung BKK Dachverband e.V.
BKK Dachverband e.V., Christine Richter, Leiterin Unternehmenskommunikation, Tel.: 030 / 2 700 406-301, Fax: 030 / 2 700 406 111, eMail: christine.richter@bkk-dv.de
08.12.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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