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  • Thomas Schönemann

Kuratorium Deutsche Altershilfe

Sterben mit Würde, Achtung und Respekt

Cover ProAlter 2/2015: Sterben mit Würde, Achtung und Respekt: Zur Debatte um die Sterbebegleitung. © Foto: obs/Kuratorium Deutsche Altershilfe
Cover ProAlter 2/2015: Sterben mit Würde, Achtung und Respekt: Zur Debatte um die Sterbebegleitung. © Foto: obs/Kuratorium Deutsche Altershilfe

Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe von ProAlter ist der selbstbestimmte Sterbeprozess. Das KDA will damit einen Beitrag zur Debatte um die Sterbebegleitung leisten. "Dem Leben nicht mehr Tage, aber den Tagen mehr Leben geben" - die Worte der Begründerin der modernen Hospizbewegung und Palliativmedizin Cicely Saunders beschreiben, wie wichtig ein Sterben in Würde ist.

Denn es ist nicht leicht, das Sterben als Teil des Lebens zu akzeptieren, weder als alter oder kranker Mensch noch als Angehöriger, Pflegender oder Begleiter. Doch erst, wenn das Leben nicht nur an der Leistungsfähigkeit gemessen werde und das Sterben zum Leben dazugehören dürfe, werde ein würdevolles Sterben möglich. Darin sind sich Mediziner, Juristen, Theologen und Pflegeexperten einig, die in der neuen Ausgabe von ProAlter zu Wort kommen.

"Es wird eiskalt in einer Gesellschaft, die es zulässt, dass sich Menschen, getrieben von Krankheit oder Aussichtslosigkeit, töten lassen wollen oder um Hilfe bei der Selbsttötung bitten", schreibt der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki in seinem Gastbeitrag für ProAlter. So sterbe man "nicht selbstbestimmt, sondern bestimmt von Schmerz, Einsamkeit und Verzweiflung", sagt Woelki. Er plädiert für einen Ausbau von Hospizen, ebenso wie Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz. "Eine hospizliche und palliative Versorgung ist eine wichtige Säule, um Pflegeheime zu einem Ort würdigen Lebens und Sterbens zu machen", so Brysch. Aber sie bleibe Stückwerk, wenn sie nicht in umfassende Pflegekonzepte eingebunden werde. Brysch fordert deshalb eine zusätzliche Pflegestufe für Sterbende. Der Frage um die richtige Auslegung der wenigen normativen Regeln zur Sterbebegleitung geht der Jurist Wolfram Höfling nach, der auch Mitglied im Deutschen Ethikrat ist.

In Altenheimen gehört der Umgang mit Sterben und Tod zum Alltag. Doch oft werden sie von den Pflegenden unbewusst als gescheiterte Pflege, bisweilen sogar als persönliche Niederlage erlebt, weiß Theo Berger. Er bildet angehende Altenpfleger aus und will mit ihnen eine ethische Wertediskussion führen. Was sie daraus für ihren künftigen Beruf und ihr eigenes Leben gelernt haben, erzählen vier Auszubildende, die ebenfalls in der aktuellen Ausgabe zu Wort kommen.

Von Erfahrungen mit Krankheit und Tod kann auch Prof. Dr. Annelie Keil berichten. Die Gesundheitswissenschaftlerin und ehemalige Dekanin der Universität Bremen hat den Weiterbildungsstudiengang Palliative Care mit entwickelt, um einen interdisziplinären Zugang zu sterbenden Menschen zu eröffnen. Weitere Informationen zu Themen und Texten sind unter www.kda.de zu finden.

Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA)

Das KDA entwickelt seit mehr als 50 Jahren im Dialog mit seinen Partnern Lösungskonzepte und Modelle für die Arbeit mit älteren Menschen und hilft, diese in der Praxis umzusetzen. Es trägt durch seine Projekte, Beratung, Fortbildungen, Tagungen und Veröffentlichungen wesentlich dazu bei, die Lebensqualität älterer Menschen zu verbessern.

Pro Alter, das unabhängige Fachmagazin des KDA, bietet allen, die sich beruflich, ehrenamtlich oder privat mit Fragen des Älterwerdens beschäftigen, wertvolle Anregungen und Impulse für ihre Arbeit. Ein Abonnement kostet 30,90 Euro, ein Einzelheft 6,90 Euro.

Dagmar Paffenholz, Tel.: 0221 / 931847-10
22.06.2017, 11:21 | tsc
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