• Verbände [+]
  • Denise Reimbold

Weltkrebstag 2016

Wir können. Ich kann. - Das gilt auch für die Leberzellkrebs-Früherkennung

Weltkrebstag 2016.  Foto: S. Hofschlaeger / pixelio.de
Weltkrebstag 2016. Foto: S. Hofschlaeger / pixelio.de

Die steigende Zahl der Krebserkrankungen ist ein weltweites Problem. Aus diesem Grund beteiligen sich mehr als 770 Mitgliedsorganisationen aus über 155 Ländern am Weltkrebstag der Internationalen Vereinigung gegen Krebs (UICC) am 4. Februar. Von 2016 bis 2018 lautet das Motto: “Wir können. Ich kann.“ Das gilt auch für die Leberzellkrebs-Früherkennung: Weltweit sind Virusentzündungen der Leber der Hauptgrund für den Leberzellkrebs (HCC). Eine Behandlung dieser Ursache kann den Leberzellkrebs verhindern. Dafür ist eine rechtzeitige Diagnose der Virushepatitis notwendig.

„Wir können viele Lebererkrankungen inzwischen gut behandeln und zum Teil sogar heilen, aber nur, wenn sie frühzeitig diagnostiziert werden“, sagt Prof. Dr. Michael P. Manns, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Leberstiftung. Leberzellkrebs ist weltweit die zweithäufigste, krebsbedingte Todesursache und nimmt weltweit, in Europa und auch in Deutschland zu. Dieser Entwicklung kann durch die frühzeitige Entdeckung und Therapie der Leberzellkrebs-Ursachen entgegengewirkt werden. Den diesjährigen Weltkrebstag nimmt die Deutsche Leberstiftung zum Anlass, die Forderung nach einem Screening erneut zu betonen und auf die Wichtigkeit der Früherkennung von Lebererkrankungen hinzuweisen.

„Auch in Deutschland sollten mit Hilfe der üblichen Routineuntersuchungen bei vorhandenen Risikofaktoren die Leberwerte und das Vorhandensein von Hepatitisviren im Blut getestet werden“, fordert Prof. Manns und stellt fest: „Das ist in Frankreich bereits alltäglicher Standard.“ Zu den Risikogruppen für die Infektion mit einem Hepatitis-Virus zählen beispielsweise Menschen, die vor 1992 Bluttransfusionen oder Blutprodukte erhalten haben, denn bis zu diesem Jahr wurden Blutkonserven nicht auf das Hepatitis C-Virus getestet, Migranten aus Gebieten mit hoher Prävalenz der Virushepatitis und Menschen, die intravenös Drogen gebrauchen.

Neben der Virushepatitis kann auch die Fettleber, verursacht durch Übergewicht, Alkohol oder Diabetes mellitus, zum Leberzellkrebs führen.

“Wir können. Ich kann.“ Dieses Motto des Welt-Krebstages symbolisiert auch die Chancen, den betroffenen Menschen viel Leid und gleichzeitig dem Gesundheitswesen Kosten zu ersparen: Gibt es eine frühzeitige Diagnose, aufgrund der die ursächliche Erkrankung rechtzeitig therapiert und ein Leberzellkrebs verhindert werden kann, wird diesen Patienten viel Leiden erspart. Darüber hinaus können – so die Experteneinschätzung – für das Gesundheitswesen hohe Folgeausgaben vermieden werden.

10 Jahre Deutsche Leberstiftung

Die Deutsche Leberstiftung befasst sich mit der Leber, Lebererkrankungen und ihren Behandlungen. Sie hat das Ziel, die Patientenversorgung durch Forschungsförderung und eigene wissenschaftliche Projekte zu verbessern. Durch intensive Öffentlichkeitsarbeit steigert die Stiftung die öffentliche Wahrnehmung für Lebererkrankungen, damit diese früher erkannt und geheilt werden können. Die Deutsche Leberstiftung bietet außerdem Information und Beratung für Betroffene und Angehörige sowie für Ärzte und Apotheker in medizinischen Fragen. Diese Aufgaben erfüllt die Stiftung seit ihrer Gründung vor zehn Jahren sehr erfolgreich. Weitere Informationen: www.deutsche-leberstiftung.de

BUCHTIPP: „Das Leber-Buch“ der Deutschen Leberstiftung informiert umfassend und allgemeinverständlich über die Leber, Lebererkrankungen, ihre Diagnosen und Therapien – jetzt in zweiter, aktualisierter Auflage! „Das Leber-Buch“ ist im Buchhandel erhältlich: ISBN 978-3-89993-642-1, € 16,95: www.deutsche-leberstiftung.de/Leber-Buch

Pressemitteilung Deutsche Leberstiftung
Deutsche Leberstiftung, Bianka Wiebner, Carl-Neuberg-Straße 1, 30625 Hannover, Tel.: 0511 / 532 6815, Fax: 0511 – 532 6820, eMail: presse@deutsche-leberstiftung.de
04.02.2016
22.06.2017, 11:21 | dre
Zurück