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  • Thomas Schönemann

Thüringische Krebsgesellschaft e.V.

Gemeinsam gegen Krebs

Laterne im Schnee. © Astrid Kirchhoff / pixelio.de
© Astrid Kirchhoff / pixelio.de

Anlässlich des Weltkrebstags am 4. Februar 2012, der unter dem zukunftsweisenden Motto steht: „Together it is possible – Gemeinsam ist es möglich!“, stellt die TKG fest, dass das Thema „Krebs“ nach wie vor tabuisiert wird.

Darüber hinaus ist die psychosoziale Versorgung von krebskranken Menschen und deren Angehörigen immer noch nicht ausreichend ist.

Trotz aktiver Umsetzung des Nationalen Krebsplans in Thüringen, der u.a. eine angemessene psychoonkologische Versorgung für jeden Krebspatienten vorsieht, erreicht dieses Angebot noch nicht alle Betroffenen. Die Thüringische Krebsgesellschaft e.V. sieht hier noch viel Aufklärungsbedarf. Die Diagnose „Krebs“ löst bei vielen Betroffenen Angst, Wut und Verzweiflung aus. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass ca. 30% aller Erkrankten es nicht aus eigener Kraft aus dieser Krise herausschaffen. Meist fallen sie nach Abschluss der klinischen Therapie in ein tiefes Loch, ziehen sich zurück oder fühlen sich völlig überfordert. Im schlimmsten Fall folgen psychische Störungen und Depressionen.

Damit es nicht soweit kommt, möchte die Thüringische Krebsgesellschaft Krebskranke und Angehörige am Weltkrebstag dazu auffordern, sich bereits beim Arzt nach einer Psychosozialen Krebsberatungsstelle oder einem Psychoonkologen zu erkundigen. „Niemand sollte eine Krebserkrankung alleine durchstehen müssen. Suchen Sie schon früh eine psychoonkologische Beratung auf, um sich selbst und Ihre Familie zu entlasten“, rät Professor Andreas Hochhaus, Vorstandsvorsitzender der Thüringischen Krebsgesellschaft. Die tägliche Arbeit mit krebskranken Menschen in der Psychosozialen Krebsberatungsstelle der Thüringischen Krebsgesellschaft zeigt: Betroffene, die sich schon während der medizinischen Behandlung psychoonkologisch beraten lassen, leiden seltener unter Angstzuständen und psychischen Störungen. Sie können sich besser auf ihre Gesundung konzentrieren und haben mehr Kraft für die Dinge, die ihnen jetzt wichtig sind. Oft fehlt im Alltag eine unabhängige Person, die zuhört, mit der man offen reden kann, die kompetent bei der Krankheitsbewältigung hilft und ein Stück weit durch die Krise begleitet. Aber auch Angehörige profitieren von der Beratung, weil sie erfahren, wie sie helfen können.

In Psychosozialen Krebsberatungsstellen erhalten Krebskranke die Hilfe, die sie brauchen, um ihre Erkrankung besser bewältigen zu können. Ergänzend zur individuellen Beratung bietet jede Krebsberatungsstelle vor Ort unterstützende Kurse und Vorträge zu verschiedenen Krebserkrankungen und Behandlungsmethoden an. Seelische Unterstützung und sozialen Rückhalt finden Betroffene auch in einer der mehr als 80 Krebs-Selbsthilfegruppen in Thüringen.

Hintergrundinfos zum Weltkrebstag am 4. Februar 2012:

Die Weltkrebsorganisation (UICC – Union internationale contre le cancer) hat diesen Tag ins Leben gerufen, um die Sterblichkeit an Krebs und anderen nicht übertragbaren Erkrankungen bis zum Jahr 2025 um 25 Prozent zu senken. Das Ziel ist nur erreichbar, wenn alle mithelfen, die Krebsprävention und Früherkennung stärker im Bewusstsein und im Verhalten der Menschen zu verankern. Denn laut Schätzungen der UICC könnten allein durch eine gesunde Lebensweise und mehr Bewegung bis zu 40 Prozent aller Krebserkrankungen vermieden werden. Das wären für Deutschland mit über 450.000 Neuerkrankungen pro Jahr etwa 180.000 Erkrankungen weniger.

Quelle: www.gekid.de / Gesellschaft epidemiologischer Krebsregister in Deutschland e.V.
Weitere Infos zum Weltkrebstag: www.worldcancerday.org

 

Pressemittilung der Thüringischen Krebsgesellschaft e.V.
Frau Brigitte Möhler
, Geschäftsführerin, 
Geschäftsstelle der Thüringischen Krebsgesellschaft e.V.
, Tel.: 03641 - 33 69 86
, E-Mail: moehler@thueringische-krebsgesellschaft.de
01.02.2012
22.06.2017, 11:21 | tsc
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