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  • Thomas Schönemann

dkfz Heidelberg

Bundesminister Hermann Gröhe besucht dkfz und NCT

Dr. Karl Lamers, MdB, Prof. Dr. Otmar Wiestler, Vorstandsvorsitzender dkfz, Hermann Gröhe, Bundesminister für Gesundheit, Prof. Dr. Josef Puchta, Administrativ-kaufmännischer Vorstand dkfz (v.l.n.r.)
Dr. Karl Lamers, MdB, Prof. Dr. Otmar Wiestler, Vorstandsvorsitzender dkfz, Hermann Gröhe, Bundesminister für Gesundheit, Prof. Dr. Josef Puchta, Administrativ-kaufmännischer Vorstand dkfz (v.l.n.r.)

Das Deutsche Krebsforschungszentrum begeht in diesem Jahr sein 50-jähriges Jubiläum, das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg feiert seinen zehnten Geburtstag: Dieses doppelte Jubiläum nahm der Bundesminister für Gesundheit Hermann Gröhe zum Anlass für seinen Besuch am 10.07.2014 in Heidelberg.

„Die Krebsforschung befindet sich derzeit in einer spannenden und dynamischen Phase, niemals zuvor konnten so viele Forschungsergebnisse so schnell in klinische Anwendungen übersetzt werden“, sagt Professor Otmar Wiestler, der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ), bei der Begrüßung des Ministers. „Voraussetzung dafür, dass wir Verbesserungen für den Patienten erreichen, ist eine enge Kooperation von exzellenter Krebsforschung und Krebsmedizin. Mit der Gründung des NCT haben wir dafür vor zehn Jahren eine Institution mit deutschlandweitem Vorbildcharakter ins Leben gerufen, die auch neue Maßstäbe in der Versorgung von Krebspatienten setzt.“

Dr. Susanne Weg-Remers, die Leiterin des Krebsinformationsdienstes, erläuterte, wie wichtig neutrale und unabhängige Information für die Betroffenen ist. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: „Krebskranke und ihre Angehörigen mit guten Informationsangeboten zu unterstützen, ist ein wichtiges Ziel des Nationalen Krebsplans. Mit dem Krebsinformationsdienst wurde ein umfassendes patientenorientiertes Informationsangebot rund um das Thema Krebs geschaffen.“

Professor Olaf Witt informierte den Gesundheitsminister über ein geplantes Vorhaben, das für viele krebskranke Kinder eine zweite Chance bedeuten kann: Im INFORM-Projekt wollen Ärzte und Wissenschaftler bundesweit bei allen Kindern mit Krebsrückfällen nach einem Medikament suchen, das genau zu ihrem Tumor passt. Die Grundlage dafür ist eine umfassende Analyse der veränderten Erbinformation des Tumors zum Zeitpunkt des Rückfalls.

Im Anschluss traf der Bundesminister im Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) mit Mitgliedern des Direktoriums und mit Professor Guido Adler, dem Ärztlichen Direktor des Universitätsklinikums Heidelberg, zusammen. Die NCT-Direktoren Professor Christof von Kalle, Professor Dirk Jäger, Professor Cornelia Ulrich und Professor Wolfgang Wick diskutierten mit dem Bundesgesundheitsminister über die Chancen, die die personalisierte Medizin für Krebspatienten eröffnet: Auf der Basis der molekularen Erbgutanalyse soll im NCT jedem Patienten eine individuell maßgeschneiderte Behandlung angeboten werden.

Zum Ende seines Besuchs resümierte Bundesgesundheitsminister Gröhe: „Dank DKFZ und NCT gehört Heidelberg zu den international führenden Standorten für Krebsforschung und Krebsmedizin. Es ist gut, dass dieses Modell im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung nun auf sieben weitere Standorte in Deutschland übertragen wird.“

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes (KID) klären Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Heidelberg hat das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg eingerichtet, in dem vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik übertragen werden. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums ist ein wichtiger Beitrag, um die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren.

Pressemitteilung dkfz
Dr. Stefanie Seltmann, Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Deutsches Krebsforschungszentrum, Im Neuenheimer Feld 280, 69120 Heidelberg, Tel.: 06221 42 2854, Fax: 06221 42 2968, eMail: presse@dkfz.de
10.07.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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