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  • Thomas Schönemann

STaRC – Study Trial and Research Centre

STaRC: Neue Generation klinischer Studien

Mikroskop. © Foto: Michael Bührke / pixelio.de
Mikroskop. © Foto: Michael Bührke / pixelio.de

Klinische Studien sind bürokratisch, langwierig, teuer – bis jetzt. Das Studien- und Forschungszentrum „STaRC“ will das ändern: Es markiert den Beginn einer neuen Ära im Bereich klinischer Krebsforschung und soll Ende des Monats in einer Pressekonferenz im Universitätsklinikum des Saarlandes (UKS) in Homburg vorgestellt werden.

Um klinische Studien in der Krebsforschung zu verbessern, hat der Kinderonkologe Prof. Dr. Norbert Graf das „Study, Trial and Research Center“ (STaRC) entwickelt.

Das Studien- u. Forschungszentrum wird seit Oktober 2009 vom Saarland im Rahmen des Landesforschungs-Förderungsprogramms mit einer Anschubfinanzierung i. H. v. 160.000,00 Euro gefördert mit dem Ziel, mehr klinische Studien durchzuführen.

„Klinische Studien sind entscheidend, um die Therapie von Patienten zu verbessern. Ärzte gewinnen durch diese Studien neue Erkenntnisse zu Ursache, Diagnose, Therapie und Prognose von Krankheiten. Und Patienten erhalten so unter kontrollierten Bedingungen die bestmögliche zur Verfügung stehende Behandlung mit höchsten Heilraten und geringsten Nebenwirkungen. STaRC ist an der Schnittstelle zwischen Grundlagenforschung und klinischer Forschung angesiedelt. Das Kernstück ist eine Datenbank für medizinische Daten, einschließlich klinischer Studien“, erläutert Professor Graf im Vorfeld der Pressekonferenz.

STaRC soll u. a. einen wichtigen Beitrag dazu leisten, mehr klinische Studien durchzuführen. Hierzu steht eine Infrastruktur zur Verfügung, die es Ärzten ermöglicht, alle rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen für klinische Studien über intelligente Softwarelösungen einzuhalten.

Dies ist notwendig, da die Kosten für klinische Studien wegen Europäischer Gesetzgebungen um 85% gestiegen sind und der administrative Aufwand für akademische Studien so hoch wurde, dass 63% weniger klinische Studien durchgeführt werden, wie die EORTC (European Organization for the Research and Treatment of Cancer) als eine der größten Organisationen onkologischer Studien in Europa nachweist.

Im Rahmen der Pressekonferenz wird Professor Graf einen Überblick über die Aktivitäten des Studien- und Forschungszentrums STaRC geben und dessen Bedeutung für das europäische Forschungsprojekt Personalisierte Medizin aufzeigen, das von ihm ebenfalls in Homburg koordiniert wird.

Roger Motsch, Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät Universität des Saarlandes
Universitätsklinikum des Saarlandes, Prof. Dr. Norbert Graf, Tel.: 06841 / 16-28397
15.11.2013
22.06.2017, 11:21 | tsc
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