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Gerhard-Bachmann-Preis 2014

Bachmann-Preis für Dr. med. Walburg Marić-Oehler von der Deutschen Ärztegesellschaft für Akupunktur

Akupunktur-Modell von hinten. © Foto: Sabine Weiße / pixelio.de
Akupunktur-Modell von hinten. © Foto: Sabine Weiße / pixelio.de

Auf ihrer Jahrestagung am 29. Mai 2014 in Bad Nauheim hat die Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur e.V. (DÄGfA) den Gerhard-Bachmann-Preis 2014 an Dr. med. Walburg Mari?-Oehler verliehen. Sie erhielt die Auszeichnung für ihr Lebenswerk, ihre Verdienste um Lehre, Verbreitung und Anerkennung der Akupunktur und deren Integration in die moderne Medizin.

Fast zwei Jahrzehnte lang, von 1991-2010, hat Dr. med. Walburg Marić-Oehler die Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur e.V. (DÄGfA) als 1. Vorsitzende geführt und geformt. Dabei erkannte und betonte die Fachärztin für Allgemeinmedizin und heutige DÄGfA-Ehrenpräsidentin frühzeitig die Bedeutung der Akupunktur als Medium des interkulturellen und interdisziplinären Austausches. Sie eröffnete den Dialog mit der universitären Medizin.

Schon als junge Ärztin galt das Wirken Marić-Oehlers – den Blick auch durch ihr erstes Studium der Sinologie und Mongolistik geprägt – bevorzugt drei Schwerpunkten: Vorliebe für die Kultur und Medizin Asiens, Interesse und Einsatz für unkonventionelle Heil­methoden und Tatkraft für eine übergreifende, geistig orientierte Psychosomatik und Medizin.

Bereits in den 1970er-Jahren reiste Marić-Oehler zu Studienaufenthalten nach Japan und China. Ihre erste Ausbildung in Akupunktur und Chinesischer Medizin absolvierte sie bei Prof. Johannes Bischko, einem Pionier der westlichen Akupunktur, in Wien. Auch die Mit­glieder der DÄGfA, in die sie kurz danach eintrat, waren von Ihrem Wissen und der Begabung, es zu vermitteln, begeistert. Als erste Vorsitzende der DÄGfA prägte sie fast 20 Jahre lang die Ärztliche Akupunktur in Deutschland und war wesentlich beteiligt am Prozess ihrer offiziellen Anerkennung.

Darüber hinaus engagiert sie sich als unermüdliche, überzeugte und charismatische Botschafterin für Integrative Medizin und Akupunktur rund um den Globus – heute als Generalsekretärin des Ärztlichen Akupunkturweltverbandes ICMART (International Council of Medical Acupuncture and Related Techniques), in dem sie seit den 1990er-Jahren als Vizepräsidentin und Präsidentin Akzente setzt in der Verbreitung der Ärztlichen Akupunktur als neuer Entität westlicher Akupunktur, besonders auch auf europäischer Ebene im Rahmen der EU Public Health.

Preis zu Ehren des DÄGfA-Gründers
Dr. med. Gerhard Bachmann war der visionäre Arzt, der 1951 in München die Deutsche Ärztegesellschaft für Akupunktur e.V. (DÄGfA) gründete. Seit über 20 Jahren verleiht die DÄGfA die nach ihm benannte Auszeichnung an Persönlichkeiten, die sich in heraus­ragender und nachhaltiger Weise für Erforschung, Verbreitung und Anerkennung der Akupunktur und Chinesischen Medizin eingesetzt haben. Die Feier zum Gerhard-Bachmann-Preis 2014 fand am 29. Mai bei der DÄGfA-Jahrestagung statt, im Rahmen der 28. Akupunktur-Woche in Bad Nauheim.

Nachrichtenagentur Carstens-Stiftung
Karl und Veronica Carstens-Stiftung, Am Deimelsberg 36, 45276 Essen
06.06.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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