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  • Thomas Schönemann

Vortrag am 5. Mai in Potsdam

Krebs - begleitende Therapien: sinnvoll oder schädlich?

Alternative Heilmethoden. © Foto: Techniker Krankenkasse
Alternative Heilmethoden. © Foto: Techniker Krankenkasse

Die Diagnose "Krebs" ist ein Schock. Wer sie bekommt, ist dankbar für jeden Hoffnungsschimmer. Doch neben der Schulmedizin gibt es auch viele unseriöse Angebote. "Heilsversprechen, die wahre Wunder in Aussicht stellen, gibt es in der begleitenden Krebstherapie viele", sagt Bianka Rohne, Geschäftsführerin der Brandenburgischen Krebsgesellschaft. "Leider kann man nur den wenigsten davon tatsächlich Glauben schenken."

Gemeinsam mit der Techniker Krankenkasse (TK) hat die Deutsche Krebsgesellschaft deshalb das Programm "Komplementärmedizin für Krebspatienten" entwickelt. Am 5. Mai von 17 bis 19 Uhr startet es in Brandenburg mit einem Vortrag für Patienten und Angehörige aller Krankenkassen in der Urania "Wilhelm Foerster", Gutenbergstraße 71-72 in Potsdam. Interessierte können sich unter der Rufnummer 0331 - 86 48 06 oder per E-Mail unter mail@krebsgesellschaft-brandenburg.de zu der kostenfreien Veranstaltung anmelden.

Informationen zu dem Thema gibt es zuhauf - im Internet, in Büchern, Zeitschriften oder Fernsehbeiträgen. Aber: Wie seriös sind die Quellen? Und: Wie gut sind die Beiträge recherchiert? "Widersprüchliche Aussagen verunsichern schnell und oft ist es schwierig, sich aus der Fülle verschiedener Informationen ein klares Bild zu machen", sagt Susanne Hertzer, TK-Chefin in Brandenburg. Zahlreiche unterstützende Maßnahmen können die Schulmedizin während der Krebstherapie sinnvoll ergänzen. Ob es darum geht, die Nebenwirkungen der Chemotherapie erträglicher zu machen oder Wohlbefinden und Lebensqualität zu steigern: Natürliche Heilmethoden können durchaus helfen. Aber: Was ist wann das Richtige? Und wovon sollte man generell die Finger lassen, weil es eher schadet als nutzt? Das neue Informations- und Beratungsprogramm möchte Krebspatienten im Dschungel der ergänzenden Therapieoptionen den Weg weisen.

"Wir wollen den Betroffenen das Rüstzeug für ihre persönliche Entscheidung an die Hand geben. Sie sollen selbst fundiert entscheiden können, auf welche komplementärmedizinische Maßnahmen sie setzen möchten - und worauf sie tatsächlich besser verzichten", so Bianka Rohne. Das neue Angebot umfasst unter anderem: eine Vortragsreihe, Videos, eine Broschüre, ein telefonisches Beratungsangebot durch Onkologen aus dem TK-Ärztezentrum und individuelle Patientenschulungen bei einem onkologischen Experten. Zusätzlich gibt es einen Leitfaden für Ärzte.

Pressemitteilung TK in Berlin/Brandenburg
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Heike Weinert, Tel.: 030 / 245 47-517, Fax: 030 / 245 47-500, eMail: heike.weinert@tk.de
29.04.2014
22.06.2017, 11:21 | tsc
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